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The Last Picture Show / Die letzte Vorstellung (1971)

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      The Last Picture Show / Die letzte Vorstellung (1971)

      The Last Picture Show
      Die letzte Vorstellung





      Studio BBS Productions
      Vertrieb Columbia Pictures
      Veröffentlichung 22. Oktober 1971
      Laufzeit 118 Minuten

      Regie Peter Bogdanovich
      Drehbuch Larry McMurty, Peter Bogdanovich
      Produzent Stephen J. Friedman
      Kamera Robert Surtees
      Schnitt Donn Cammbern

      Cast

      Timothy Bottoms -- als -- Sonny Crawford
      Jeff Bridges -- als -- Duane Jackson
      Ellen Burstyn -- als -- Lois Farrow
      Ben Johnson -- als -- Sam the Lion
      Cloris Leachman -- als -- Ruth Popper
      Cybill Shepherd -- als -- Jacy Farrow

      Inhalt und Kritik

      Peter Bogdanovichs The Last Picture Show ist seine dritte Regiearbeit und die zweite, für welche er mit seinem eigenen Namen gelistet wurde. Der Film handelt von der Stadt Anarene in Texas, welche wegen eines hohen Einwohnerschwundes immer Verlassener, Einsamer und Heruntergekommener wird. Die Kids in der Stadt verbringen ihre Zeit mit Herumstreunern, sind ständig auf der Suche nach Ablenkung und träumen davon, ihrem tristen und ereignislosen Dasein zu entkommen.

      Es ist eine Coming-of-Age Story, wie ich sie so bisher wohl noch nicht gesehen habe. Der Film hat keinen typischen Plot, von dem die Rede sein kann. Er wandert eher von Moment zu Moment und reflektiert mit seiner Ruhe und Eilelosigkeit die Existenz, die die Einwohner dieser Stadt führen. Es sind keine großen Leute, keine Präsidenten und Astronauten, keine Superstars oder Helden, welchen wir in Anarene begegnen. Es sind Kinobetreiber und Football-Coachdes, es sind rallige Teenager und einsame Hausfrauen. Es sind Jedermänner und Leute, die unter Einsamkeit leiden und Sehnsüchte haben und einfach nur "Etwas" wollen.

      Ein Film, der sich auf solch eine intime Weise auf seine Charaktere verlässt, braucht starke Mimen, die ihn tragen. The Last Picture Show bietet dabei viele Filmdebüts und frühe Rollen späterer Superstars wie Timothy Bottoms, Jeff Bridges oder Cybill Shepherd, die allesamt ein sehr glaubwürdiges Ensemble abgeben und die die Teenager in der Stadt mit einer Natürlichkeit und Unverfälschtheit wiedergeben, die einen oft vergessen lässt, dass man Schauspielern zusieht. Ben Johnson und vor allem Cloris Leachman sind allerdings die emotionalen Pfeiler des Films: Das sind rohe und nackte Darbietungen von Menschen, deren Leben an ihnen vorbeigezogen sind und die nun in der vermeintlichen Blüte ihres Lebens zurückblicken auf Versäumtes und auf das, was übrig blieb. Peter Bogdanovich hat in verschiedenen Interviews erzählt, dass er Johnson den Oscar versprochen hat, weil dieser die Rolle zuerst nicht annehmen wollte - "Too many words", war seine Erklärung - und dass Cloris Leachman die finale Szene des Films mit ihrem großen Monolog in einem Take aufgenommen hat und dass er anschließend zu ihr sagte: "Cloris, you just won the Oscar." Er sollte bei beiden recht behalten.

      The Last Picture Show ist das Portrait einer Kleinstadt, die existiert, aber in der nichts passiert und handelt von Menschen, die dort nicht sein wollen, aber keinen Ausweg haben. Die Sets, die Stimmung, die Ästhetik, die Momente und die schauspielerischen Darbietungen - all das verschmilzt zu einer fasznierenden Symbiose unter der meisterhaften Regie von Bogdanovich, der aus dem Stoff mehr machte, als die Summe der Einzelteile. Wenn es jemals einen Film über Nichts gab, der alles hatte, was ein Film bieten kann, dann ist es dieser hier.
      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase



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      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Data“ ()