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Tucker - The Man and His Dream [dt. Tucker - Der Mann und sein Traum, 1988]

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      Tucker - The Man and His Dream [dt. Tucker - Der Mann und sein Traum, 1988]

      Tucker - The Man and His Dream
      Tucker - Der Mann und sein Traum





      Studios Lucasfilm Ltd., Zoetrope Studios
      Vertrieb Paramount Pictures
      Veröffentlichung 12. August 1988
      Laufzeit 110 Minunten

      Land United States
      Sprache Englisch

      Regie Francis Ford Coppola
      Drehbuch Arnold Schulman, David Seidler
      Produzenten Fred Fuchs, Fred Roos
      Kamera Vittorio Storaro
      Schnitt Priscilla Nedd-Friendly
      Musik Joe Jackson

      Besetzung

      Jeff Bridges -- als -- Preston Tucker
      Joan Allen -- als -- Vera Tucker
      Martin Landau -- als -- Abe Karatz
      Elias Koteas -- als -- Alex Tremulis
      Frederic Forrest -- als -- Eddie Dean
      Christian Slater -- als -- Preston Tucker, Jr.
      Don Novello -- als -- Stan
      Nina Siemaszko -- als -- Marilyn Lee Tucker
      Mako -- als -- Jimmy Sakuyama
      Dean Stockwell -- als -- Howard Hughes

      Inhalt und Kritik

      Preston Tucker ist der Erfinder des Tucker Sedan, einer Automarke, die mit Stil, Komfort und vor allem Sicherheit den Markt übernehmen sollte. Den großen Autoherstellern in Detroit jedoch ist der Neuankömmling ein Dorn im Auge und ein Plot, um Tucker zu Fall zu bringen, endet in einer Anklage vor Gericht, dass er Börsenbetrug begangen habe und seine Investoren abzocken wollte.

      Und ja, das war’s im Kern dann eigentlich auch schon. Tucker – The Man and His Dream ist einer dieser Feel-Good-Coppola-Filme, denen er sich Ende der 80er und Anfang der 90er zunehmend verschrieben hat. Der Coppola der späten 80er hat seinen Schaffenszenit längst hinter sich. Sein Name als einer der größten und visionärsten New Hollywood-Filmemacher der 70er ist gefestigt und mit Filmen wie diesem wollte er etwas machen, was kleiner im Umfang und peppiger, optimistischer ist. Herauskam eine Hommage an einen Mann, der voller Optimismus und Naivität eine Branche übernehmen wollte, die für Träumer und Idealisten nichts Übrig hat.

      Der Film basiert auf wahren Begebenheiten und dürfte in Autofankreisen wohl gut bekannt sein. Man merkt dem Film seine Liebe für das Thema an, denn er ist mit einem Enthusiasmus inszeniert, der den Charakter Tuckers widerspiegelt und der ein Tempo an den Tag legt, das zwar jeglichen Tiefgang vermissen lässt, aber zumindest bei Laune hält. Denn ja, Tucker – The Man and His Dream war ein verdammt merkwürdiger Trip. Zuweilen mit viel Pathos inszeniert wie ein großer Werbespot aus den 40ern und mit einem willkürlichen Erzähler aus dem Off, der immer dann loslegt, wenn der Film lange Zeiträume mit einer schnellen Exposition abdecken möchte, wirkt der Film mit seinen sporadischen Bild-in-Bild-Aufnahmen und Charakteren, die von einem Set auf das nächste spazieren, um so sichtbare Schnitte zu vermeiden, wie ein unkoordiniertes Durcheinander, das zwar konsistent laut und schrill im Ton ist, aber leider keine Zeit findet, um sich klar auszudrücken, was man denn eigentlich sagen möchte und vor allem, warum man es sagen möchte.

      Jeff Bridges spielt Preston Tucker mit einer Leichtfüßigkeit, wie nur er das kann. Sein Grinsen ist ikonisch und ein großer Teil dessen, warum ich ihn so ungemein sympathisch finde und warum er einer meiner liebsten Schauspieler ist. Martin Landau als Abe Karatz, der die finanzielle Seite von Tuckers Unternehmung regelt, wirkt mit seinen fantastischen Lippen und seinem Oberlippenbart wie der perfekte Vincent Price-Imitator. Es gibt eine Szene im Film, als Abe Tucker seine Kündigung überreicht und seine rechtlich problematische Geschichte darlegt. Es ist eine der wenigen Szenen, die uns nahebringt, war unsere Protagonisten überhaupt motiviert und antreibt. Der Film hätte mehr davon gebraucht. Aber daran war Coppola leider wenig interessiert, sondern mehr an Momenten und großen Ideen. Tucker – The Man and His Dream war sicherlich mit guten Intentionen gemacht und Coppolas Wille, neue Wege zu ergründen, ist immer wieder löblich. Aber letztlich ist der Film zu oberflächlich und die Message am Ende zu aufgedrückt, um einen großen Eindruck zu hinterlassen.
      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase



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