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Bundestagswahl 2021

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    Es gibt 46 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von KBBSNT.

      Man kann über die undurchsichtige Kreditvergabe für Griechenland tagelang diskutieren und das auseinandernehmen bis niemand hier mehr irgendetwas versteht, weil außer du und ich das niemand liest. Am Ende gilt aber das was Primat schon kurz und bündig gesagt hat:

      Primat schrieb:

      Und es ist doch ganz einfach oder? Wie sagte Gordon Gekko so treffend? "Geld wird nicht auf magische Weise mehr oder weniger. Es wechselt nur den Besitzer." Was wir Griechenland gegeben haben, dass fehlt uns jetzt ganz einfach. Und zwar bitterlich.


      Wir haben noch gar nichts verdient bisher. Die 3 Mrd sind kein Verdienst, das sind Peanuts. Irgendwann im Jahr 2050, wenn alles glatt läuft, hat sich der Kredit für Deutschland VIELLIECHT gelohnt. Bis dahin haben wir ein hohes Ausfallrisiko zu tragen. Für dieses Jahr und wahrscheinlich auch nächstes Jahr ist es schon mal ein Nullsummenspiel, weil Inflation und Zinssatz nahezu auf gleichem Niveau sind. Ich glaube dass selbst du nicht bezweifelst, dass die Kredit-Konditionen für Griechenland extrem günstig waren und immer noch sind. Es war ein Geschnk für Griechenland. Ob sich das Geschenk für uns auch lohnt in 30 Jahren, wird die Zeit erst zeigen.

      Ich bin nicht ausgewichen, die Diskussion hatten wir schon mal in veränderter Form. Sowohl was Deutschland als Sozialstaat (Stichwort Mißbrauch von Sozialleistungen) als auch Spitzensteuersatz für Besserverdiener betrifft. Hier nochmals zum Nachlesen, dass ich die Steuern für Reiche für absolut ausreichend halte: Breaking News - Nachrichten aus aller Welt

      Deutschland zahlt die meisten Steuern weltweit nach Belgien, und das liegt zum großen Teil auch an den Steuerabgaben von Wohlhabenden. Ich habe grundsätzlich nichts dagegen, die Mittel- und Unterschicht stärker zu entlasten. Aber nicht auf Kosten von Wohlhabenden, die eh schon genug zahlen. Man will die Leistungsträger ja auch nicht in die Schweiz vergraulen. Da gibt es andere Dinge, wo man den Rotstift ansetzen kann.

      Pepe kam ja auf Griechenland, weil man hier viel Geld versenkt hat, das man für die eigenen Bürger, z.B. für die Entlastung der Mittelschicht, hätte nutzen können. Und das sekundiere ich.
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      Winnfield schrieb:

      Ich glaube dass selbst du nicht bezweifelst, dass die Kredit-Konditionen für Griechenland extrem günstig waren und immer noch sind. Es war ein Geschnk für Griechenland. Ob sich das Geschenk für uns auch lohnt in 30 Jahren, wird die Zeit erst zeigen.

      Ich bezweifele nicht, dass die Kredit-Konditionen für Griechenland günstig sind. Aber ich weiß auch nicht, was dich dazu bringt, zu behaupten, sie wären ein Verlustgeschäft. Ich habe bereits zwei Quellen (welt.de und handelsblatt.com) aufgetan, die nachweisen, dass wir als Bundeshaushalt daran verdienen. Und vor allem welt.de als Springer-Sprössling steht nun nicht gerade im Verdacht, linke Narrative zu versprühen. Handelsblatt.com wurde übrigens 2016 als vertrauenswürdigste Tageszeitung ausgezeichnet und 2020 als meistzitierte Wirtschaftszeitung. Ein wenig Renommee schwingt da also mit. Ein Geschenk war es für Griechenland allerdings mitnichten. Das Land hat (und tut es immernoch) einen hohen Preis dafür bezahlt: Einen Teil seiner Souveränität. Darum die Proteste seinerzeit.

      Da die Kredite - nebenbei bemerkt - schon ca. 10 Jahre laufen, zeigt sich bereits auch schon etwas: 10 Jahre, in denen kein Kreditausfall stattgefunden hat, obwohl das Risiko das gleiche ist, das du von den kommenden Jahren behauptest. Du kannst Ausfälle herbeiwünschen, soviel du willst - und auch gerne Rating-Agenturen heranziehen - aber dennoch gibt es jede Menge Anleger bei griechischen Staatsanleihen. Scheint beliebt zu sein.

      Winnfield schrieb:

      Aber nicht auf Kosten von Wohlhabenden, die eh schon genug zahlen. Man will die Leistungsträger ja auch nicht in die Schweiz vergraulen.

      Dann musst du weiter mit einer auseinandergehenden Schere von Arm und Reich leben - aber dann ist es schlicht und ergreifend deine eigene Schuld, die du nun zu spüren bekommst. Darin liegt eine gewisse Tragik. Insofern empfinde ich es durchaus als eine Form von Ironie, dass du gegen das wetterst, was du selbst verschuldest. Das Schreckgespenst von "Wohlhabenden, die in die Schweiz gehen" ist nichts anderes als Drohkulisse und Angst. Angst ist allerdings kein guter Ratgeber.

      Winnfield schrieb:

      Ich bin nicht ausgewichen, die Diskussion hatten wir schon mal in veränderter Form.

      Hab ich gelesen, ging an allem vorbei, was von Belang ist. Einkommenssteuersätze berühren die Reichen, von denen wir hier sprechen, nicht. Denn die haben kein Einkommen aus Berufen, das versteuert werden könnte. Sie haben keine Berufe. Für die werden solche Sachen wie Kapitalertragssteuer oder Erbschaftssteuer interessant (EDIT: und die regressive Wirkung der Sozialversicherungsbeiträge).

      Dein Ausweichen lese ich mal als Desinteresse an konstruktiver Unterhaltung. Fair enough. Na dann: Gutnacht. ^^

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „GregMcKenna“ ()

      Ich hab kein Handelsblatt-Abo btw. Der Artikel von der Welt ist eine fast 1:1-übernommene DPA Meldung, die findest du auch auf anderen Nachrichtenseiten. Dass griechische Fonds so beliebt sind, liegt wohl eher nicht an der Stabilität Griechenlands (siehe Ratings, die Fonds gelten als Schrott), es ist eine Wette auf die Zukunft, die Anleger denken sich "die EZB wird die Anleihen schon übernehmen wenn es der griechische Staat nicht kann."

      Griechenland hat deshalb keinen Kreditausfall zu verzeichnen, weil sie einen fetten Schuldenschnitt hatten, zahlreiche Banken und Gläubiger haben die Hälfte ihrer Anleihen abgeschrieben. U.a. die Hypo Real Estate, die jetzt bekanntlich vom deutschen Steuerzahler bezahlt wird. Niemand weiß so genau, wie viel die griechische Staatskrise den deutschen Haushalt bisher indirekt belastet haben

      Goldstandard in Wirtschaft ist die die FAZ und da zeichnete Gastautor Varoufakis nach dem dritten Rettungsschirm ein düsteres Bild : „Griechenland versinkt jeden Tag tiefer in einem schwarzen Loch“

      Der Artikel ist von 2018 und seitdem hat sich nicht viel verändert: das sinkende Bruttoinlandsprodukt das er beklagt ist in den letzten zwei Jahren weiter gesunken. Durch die Pandemie wird das BIP auch nicht besser in den nächsten Jahren. Es gibt jedes Jahr Diskussionen über einen weiteren Schuldenschnitt, was natürlich auch Deutschland wieder betreffen würde. Hier davon zu sprechen, dass Deutschland an Griechenland verdiene, wenn man ca. 60 Mrd +X (weil die genauen Summen bei Rettungspaket 3 mir nicht bekannt sind) durch Kredite gezahlt hat und gleichzeitig durch Umschuldung dann noch Geld verliert, ist einfach unsinnig.

      Zu der Verteilungs-Diskussion habe ich nur einen abschließenden Satz gesagt, das war nicht mein Kernanliegen, aber interessant dass du die Diskussion von Griechenland ablenken willst. Ich habe auf meinen alten Beitrag verwiesen, da steht alles drin.

      Die reichsten 10% in Deutschland zahlen mehr als 50% Einkommenssteuer, ihnen gehört gleichzeitig 50% des Gesamtvermögens, das ist gut ausbalanciert. iwkoeln.de/presse/pressemittei…gen-den-loewenanteil.html

      "Mit einem Einkommen von einer Million Euro müsste ein Single inklusive Solidaritätszuschlag 457.000 Euro Steuern zahlen."
      (...)
      „Die Einkommensteuer wirkt also genau so, wie es vorgesehen ist“, sagt IW-Experte Martin Beznoska. „Den Löwenanteil tragen Reiche.“ So zahlen 2,3 Prozent aller steuerpflichtigen Personen mehr als 25.000 Euro im Jahr und tragen damit insgesamt rund ein Viertel zu den Einnahmen aus der Einkommensteuer bei."

      Da du ja die WELT inziwschen auch liebgewonnen hast, hier auch nochmal ein netter Meinungsartikel:
      "Starke Schultern sollten mehr belastet werden? Das ist heute schon so. Eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes bringt finanziell wenig. Viel wichtiger wäre es, dem Einzelnen mehr Chancen auf Wohlstand zu geben. "
      Die wöchentliche Umfrage

      Die Grünen verlieren ganze 2,5 Prozent gegenüber der Vorwoche. Auch Union und SPD verlieren leicht.
      FDP, AFD ubd Linke gewinnen leicht dazu.

      CDU/ CSU kommen auf 28 % (vorige Woche 29,5 %)
      Die Grünen kommen auf 19 % (vorige Woche 21,5 %)
      SPD kommt auf 16 % ( vorige Woche 17 %)
      Die FDP kommt auf 12 % ( vorige Woche 11 %)
      Die AFD kommt auf 11 % ( vorige Woche 10 %)
      Die Linke kommt auf 7 % ( vorige Woche 6 %)
      Sonstige auf 7 % (vorige Woche 5 %)
      Die FDP könnte der lachende Vierte werden. Lindner hat ne gute Figur gemacht beim ARD Sommer-Interview, die Medien konzentrieren sich auf die Skandale der Union und der Grünen, die SPD nimmt man eh kaum noch ernst und die FDP punktet derweil bei Jüngeren mit ihrem Einsatz für den Datenschutz. Bin gespannt wie weit es noch geht.
      Diese Umfragen unterscheiden sich teils ja gewaltig. Laut manchen sind die Grünen schon seit etlichen Wochen unter der 20%-Grenze anzutreffen und die FDP vor der SPD. Aber schön zu sehen, dass es mit den Grünen weiter bergab geht. Selbst in Österreich graut es mir vor einer Kanzlerin Baerbock.

      Wenn du Lindner mit der Baerbock, dem Hofreiter oder der Göring-Eckardt allein in ein Studio sitzt läuft jeder der 3 nach 20 Minuten davon, weil Lindner die dann verbal auseinander genommen hat. Den habe ich zuletzt mal in einem 1h-Interview mit dem Spiegel gesehen. Der Presse-Schmierlappen haute nur drauf, doch Lindner konterte, grinste, konterte und antworte derart souverän, dass der vom Spiegel am Ende nicht mal mehr wusste wie seine eigene Sendung heißt. Lindner hat ihm dann auch das exakt erklärt. :rotfl:

      Allzu große Sprünge wird die FDP trotzdem nicht machen, ich fürchte mit den Mietern habe sie es sich einfach verscherzt. ^^

      'Where's My Pig?' - Nicolas Cage
      Sommerinterviews ARD /ZDF


      Laschet im ARD-Sommerinterview: "Steuern zu erhöhen, wäre genau das falsche Mittel."




      FDP-Chef Lindner im ARD-Sommerinterview: "Für uns zählen Inhalte"




      Wissler über Tief der Linken: "Glaube nicht, dass es am Gendern liegt" | ZDF-Sommerinterview



      Meuthen: Einfluss des Klimawandels auf Hochwasser unklar I ZDF-Sommerinterview





      Wenn heute Bundestagswahl wäre, wen würden Sie wählen?
      Stand 31.07.2021


      CDU/CSU kommen auf 26 %
      Die Grünen kommen auf 21 %
      Die SPD kommt auf 15 %
      Die FDP kommt auf 13 %
      Die AFD kommt auf 10 %
      SONSTIGE auf 8 %
      Die Linke kommt auf 7 %


      Würden sich die folgenden Kanzlerkandidaten als Bundeskanzler/in eignen?

      Olaf Scholz (SPD)
      Ja 54 %
      Nein 40 %
      Weiß nicht 6 %

      Armin Laschet (CDU/CSU)
      Ja 35 %
      Nein 59 %
      Weiß nicht 6 %

      Annalena Baerbock (Die Grünen)
      Ja 25 %
      Nein 68 %
      Weiß nicht 7 %


      Wie macht Angela Merkel ihre Arbeit als Bundeskanzlerin alles in allem gesehen?

      Gut 83 %
      Schlecht 15 %

      Werden Sie Angela Merkel als Bundeskanzlerin vermissen?

      Ja 76 %
      Nein 18 %
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        CDU/CSU (3) 12%
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        SPD (2) 8%
      3.  
        DIE GRÜNEN (11) 44%
      4.  
        DIE FDP (2) 8%
      5.  
        DIE LINKE (1) 4%
      6.  
        DIE AFD (0) 0%
      7.  
        Eine andere Partei (6) 24%