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Bundestagswahl 2021

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    Es gibt 162 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von KBBSNT.

      Die Funk Interviewreihe mit verschiedenen Partei

      (Laschet lehnte mal wieder ab und Spahn musste ran auch, die Grünen schickten lieber jemand anderen)











      Außerdem ein Bericht über Politikverdrossenheit und nichtwählern

      (teilweise Aussagen zum m( )

      KBBSNT schrieb:



      Außerdem ein Bericht über Politikverdrossenheit und nichtwählern

      (teilweise Aussagen zum m( )



      Bei manchen von den Vögeln kannste aber schon fast froh sein, dass die nicht wählen gehen. Andererseits könnte man sich auch nicht sicher sein, dass die in der Lage sind, ein Kreuzchen zu machen.
      Es mag sein dass die Wahlbeteiligung schwankt, aber ich erinnere mich an die Wahlen zu Beginn des millenniums (meine erste Wahl) und da habe ich mit Freunden ständig zusammen gehockt und Stefan Raab geguckt. Der hat auch solche Umfragen gemacht und die Jugendlichen bzw jungen Erwachsenen oder auch ältere eingeladen und befragt und ganz ehrlich - es hat sich nicht wirklich was geändert. Es gab schon immer die, die einfach keine Lust haben zu wählen und es gab auch schon immer diejenigen, die dumme antworten geben. Wie haben uns damals schön lustig gemacht darüber und das war's dann.

      Ich glaube die "Jugend" von heute ist auch nicht schlimmer als "damals" vor 20 Jahren. Einige (wenige) sind vielleicht extremer, was ich auf die sozialen Medien zurückzuführen würde (weil man sich da so schön bündeln und gegenseitig hoch pushen kann). Aber insgesamt ändert sich nicht viel über die Jahre. Die Wahlbereitschaft wird erst wieder massiv steigen, wenn wir eine weitere Diktatur durchlebt haben und die Freiheit dadurch wieder wert geschätzt wird (das letzte klingt jetzt düster, ich meine es aber eher als "natürlichen" Lauf der Dinge :D )

      Was mir aber mittlerweile doch Sorgen macht, ist was gewählt wird. Und es betrifft mich selber auch, ich hatte ja geschrieben dass ich irgendetwas kleines wähle weil ich mit den großen überhaupt nicht einverstanden bin (wie ja auch viele hier im Forum). Wenn jetzt wirklich mehr Menschen als sonst das ähnlich handhaben, wird es wieder ein Wochen- oder monatelanges hin und her geben, ohne dass sich eine vernünftige Regierung bildet. Ich weiß noch wie mühsam das letztes Mal schon war, diesmal wird es bestimmt noch schlimmer.
      Every life comes with a death sentence.

      Kiddo schrieb:

      .

      Ich glaube die "Jugend" von heute ist auch nicht schlimmer als "damals" vor 20 Jahren. Einige (wenige) sind vielleicht extremer, was ich auf die sozialen Medien zurückzuführen würde (weil man sich da so schön bündeln und gegenseitig hoch pushen kann). Aber insgesamt ändert sich nicht viel über die Jahre. Die Wahlbereitschaft wird erst wieder massiv steigen, wenn wir eine weitere Diktatur durchlebt haben und die Freiheit dadurch wieder wert geschätzt wird (das letzte klingt jetzt düster, ich meine es aber eher als "natürlichen" Lauf der Dinge :D )




      Ich würde sogar sagen, dass die Jugend auch dank social media deutlich Politik interessierter ist, als vor 20 Jahren.
      Zumindest kommt mir das so vor. Vor allem agieren sie größtenteils deutlich reifer, als si manch Erwachsener online.

      Kiddo schrieb:


      Was mir aber mittlerweile doch Sorgen macht, ist was gewählt wird. Und es betrifft mich selber auch, ich hatte ja geschrieben dass ich irgendetwas kleines wähle weil ich mit den großen überhaupt nicht einverstanden bin (wie ja auch viele hier im Forum). Wenn jetzt wirklich mehr Menschen als sonst das ähnlich handhaben, wird es wieder ein Wochen- oder monatelanges hin und her geben, ohne dass sich eine vernünftige Regierung bildet. Ich weiß noch wie mühsam das letztes Mal schon war, diesmal wird es bestimmt noch schlimmer.

      Taktisch wählen, auch wenn ich das nicht für das richtige Wort halte. Aber eine eher "linksorientierte" Regierung ist so die einzig funktionierende Option in meinen Augen. Irgendetwas mit CDU und FDP wäre klimatechnisch katastrophal. Auch wenn ich bei einer linken Regierung in der Hinsicht weiterhin sehr grau sehe (wie soll D diesen ganzen Abbau in erneuerbaren Energien wieder aufholen? RWE wird sich ja nicht einfach in Luft auflösen). Die AfD wird mE keine Rolle spielen. Da mache ich mir nicht so den Kopf, wohl aber davor, dass genügend Alte eben doch wieder nur CDU wählen.

      Kiddo schrieb:

      Was mir aber mittlerweile doch Sorgen macht, ist was gewählt wird. Und es betrifft mich selber auch, ich hatte ja geschrieben dass ich irgendetwas kleines wähle weil ich mit den großen überhaupt nicht einverstanden bin (wie ja auch viele hier im Forum). Wenn jetzt wirklich mehr Menschen als sonst das ähnlich handhaben, wird es wieder ein Wochen- oder monatelanges hin und her geben, ohne dass sich eine vernünftige Regierung bildet. Ich weiß noch wie mühsam das letztes Mal schon war, diesmal wird es bestimmt noch schlimmer.

      Hm. Ich verstehe die Sorge aber bei Lichte besehen ist die Regierungsbildung dieses Mal schon etwas einfacher, eben weil alle in Erwartungen eines solchen Gezerres entsprechende Positionen sondiert haben. Die Stimmen für kleine Parteien verstehe ich und die sind ehrbar, werden aber am Ende mit ziemlicher Sicherheit verfallen und damit keine Rolle spielen.

      Kurz meine Einschätzung - andere Sichtweisen natürlich willkommen:

      SPD wird stärkste Kraft, bekommt also den Regierungsauftrag. Da Rot-Grün keine ausreichende Mehrheit hat, stehen nur zwei Kandidaten zur Auswahl: FDP oder Linke. Da Scholz nach dem Wahlsieg als starker Mann gilt, gilt sein Wunsch: FDP. Damit FDP und Grüne aber koalieren, muss der Mindestlohn in den Koalitionsvertrag. Lehnt die FDP ab, scheitern die Verhandlungen und die FDP ist raus. Dann gehts zu RRG. Sollten diese Verhandlungen scheitern, werden sie an der Linken scheitern. Sollte RRG jedoch zustandekommen, wird die gescheiterte (und immernoch ohne Regierungsverantwortung dastehende) FDP dafür die Verantwortung tragen - das würde Lindner politisch nicht überleben. Und in der Opposition wäre sie unglaubwürdig. Gleiches gilt in dem Fall von scheiternden Verhandlungen für die Linke: Sich selbst die Regierung versagt, ergo schwache Opposition. Sie wird alles dransetzen, damit RRG klappt.

      Aber das wird auch die FDP und die wird vorher versuchen (um sich eine Ampel zu ersparen) die Jamaika-Koalition anstreben: Schwarz-Grün-Gelb. Dafür muss Grün geködert werden: Entweder mit dem Kanzleramt oder mit einem Umweltministerium mit Veto-Recht. Wenn Grün stärker als Schwarz wird, könnte das sogar funktionieren: Baerbock wäre Kanzlerin, die CDU und die FDP Juniorpartner. Kuriose Kombi aber im Interesse aller drei beteiligten Parteien (sofern die Ergebnisse das hergeben). Also, was lernen wir daraus?

      Nur wenn die SPD stärker als die Grünen ist und die Grünen stärker als die Union, spielt die Union überhaupt eine Rolle. Die FDP muss in Selbstmordstimmung sein, wenn sie Koalitionsverhandlungen ablehnt. Also mit hoher Wahrscheinlichkeit (bei derzeit bestehenden Trends und derzeitigen Ergebnissen natürlich ohne jede Gewähr) bekommen wir eine Ampelkoalition mit Mindestlohn oder aber mit niedriger Wahrscheinlichkeit (siehe Bedingungen bei den Ergebnissen) eine Jamaika-Koalition mit Grüner Führung.

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."
      Union erstmals unter 20 Prozent, Laschet in Umfragewerten einstellige


      Die Talfahrt der Union geht weiter. 18 Tage vor der Wahl ist Sie erstmals unter 20 Prozent gerutscht. Sollte die Werte weiter fallen, dürfe dies der tiefste Umfragewert seit 1949 werden.

      Aktuelle Umfragewerte

      SPD kommt auf 25 Prozent
      CDU/CSU kommen auf 19 Prozent
      Die Grünen kommen auf 17 Prozent
      Die FDP kommt auf 13 Prozent
      Die AFD kommt auf 11 Prozent
      Die sonstigen Parteien kommen auf 9 Prozent
      Die Linke kommt auf 6 Prozent



      Bei den Umfragen zur Beliebtheit der Kanzlerkandidaten sieht es für die Union noch drastischer aus.

      Olaf Scholz halten 30 Prozent für geeignet.
      Annalena Baerbock bleibt bei 15 Prozent.
      Armin Laschet fällt auf nur 9 Prozent
      .

      Dafür steigt der Wert derjenigen, die sich keinen der drei als geeigneten Kanzlerkandidaten vorstellen können auf 46 Prozent.
      Das alleine ist kein Laschet Problem. Die Frage dabei ist, wie groß ist der Anteil der CSU? Die hat in Bayern auch massiv zu leiden. Und was wenn die CSU im Bundesschnitt unter 5% kommt? Scheitert sie dann an der 5%-Klausel?
      Erfahrung ist eine sehr nützliche Sache. Bedauerlicherweise macht man sie immer erst, kurz nachdem man sie gebraucht hätte....

      GregMcKenna schrieb:


      Hm. Ich verstehe die Sorge aber bei Lichte besehen ist die Regierungsbildung dieses Mal schon etwas einfacher, eben weil alle in Erwartungen eines solchen Gezerres entsprechende Positionen sondiert haben. Die Stimmen für kleine Parteien verstehe ich und die sind ehrbar, werden aber am Ende mit ziemlicher Sicherheit verfallen und damit keine Rolle spielen.

      Kurz meine Einschätzung - andere Sichtweisen natürlich willkommen:

      SPD wird stärkste Kraft, bekommt also den Regierungsauftrag. Da Rot-Grün keine ausreichende Mehrheit hat, stehen nur zwei Kandidaten zur Auswahl: FDP oder Linke. Da Scholz nach dem Wahlsieg als starker Mann gilt, gilt sein Wunsch: FDP. Damit FDP und Grüne aber koalieren, muss der Mindestlohn in den Koalitionsvertrag. Lehnt die FDP ab, scheitern die Verhandlungen und die FDP ist raus. Dann gehts zu RRG. Sollten diese Verhandlungen scheitern, werden sie an der Linken scheitern. Sollte RRG jedoch zustandekommen, wird die gescheiterte (und immernoch ohne Regierungsverantwortung dastehende) FDP dafür die Verantwortung tragen - das würde Lindner politisch nicht überleben. Und in der Opposition wäre sie unglaubwürdig. Gleiches gilt in dem Fall von scheiternden Verhandlungen für die Linke: Sich selbst die Regierung versagt, ergo schwache Opposition. Sie wird alles dransetzen, damit RRG klappt.

      Aber das wird auch die FDP und die wird vorher versuchen (um sich eine Ampel zu ersparen) die Jamaika-Koalition anstreben: Schwarz-Grün-Gelb. Dafür muss Grün geködert werden: Entweder mit dem Kanzleramt oder mit einem Umweltministerium mit Veto-Recht. Wenn Grün stärker als Schwarz wird, könnte das sogar funktionieren: Baerbock wäre Kanzlerin, die CDU und die FDP Juniorpartner. Kuriose Kombi aber im Interesse aller drei beteiligten Parteien (sofern die Ergebnisse das hergeben). Also, was lernen wir daraus?

      Nur wenn die SPD stärker als die Grünen ist und die Grünen stärker als die Union, spielt die Union überhaupt eine Rolle. Die FDP muss in Selbstmordstimmung sein, wenn sie Koalitionsverhandlungen ablehnt. Also mit hoher Wahrscheinlichkeit (bei derzeit bestehenden Trends und derzeitigen Ergebnissen natürlich ohne jede Gewähr) bekommen wir eine Ampelkoalition mit Mindestlohn oder aber mit niedriger Wahrscheinlichkeit (siehe Bedingungen bei den Ergebnissen) eine Jamaika-Koalition mit Grüner Führung.


      Findest du nicht, dass das ein bisschen zu vereinfacht ist?
      Der Mindestlohn ist doch nicht das einzige was die 3 Parteien trennt.
      SPD und Grüne wollen höhere Steuern für Besserverdienende und auch eine Vermögenssteuer. FDP will keine Vermögenssteuer und die Steuern für Besserverdienende senken und das sogar erheblich, weil sie ja vollständige Abschaffung des Soli wollen. Dazu kommt noch das die FDP die Unternehmenssteuer noch weiter senken wollen, was bei SPD und Grüne auch erstmal nicht vorgesehen ist.
      SPD und Grüne wollen Hartz IV sozialer machen und auch erhöhen. Die FDP will da nur kleine Verbesserung und auch nicht erhöhen.
      SPD und Grüne wollen Rentensystem nach österreichischen Modell und die FDP eine Aktienrente.
      SPD und Grüne wollen lockerer mit der Schuldenbreme umgehen, wenn wichtige Investitionen anstehen. FDP will unbedingt dranfesthalten.
      Dann auch noch sehr beliebtes Thema das Tempolimit bei Liberalen. Da sind die Parteien auch sehr gegensätzlich.
      Das sind jetzt die Punkte die mir spontan einfallen. Ich glaube im Detail gibt es was Sozial- und Wirtschaftspolitik angeht noch deutlich mehr unterschiede.
      Klar gibt es auch einige Gemeinsamkeiten. Bürgerrechte und Überwachung sind ein schönes Thema. Vor allem weil da könnte die FDP mal zeigen wie liberal sind die eigentlich wirklich. Wenn es nämlich um Überwachung und Bürgerrechte geht, knickt diese "liberale" Partei fast immer vor der CDU ein, wenn sie mit der CDU eine Koalition bildet. Könnten da durchaus mal ein Zeichen setzen.

      Naja trotzdem sehe ich da große Unterschiede und das wären harte Verhandlungen für eine Ampelkoalition, die auch nicht als sicher sehe. Ich kann mir gut vorstellen, das Lindner durchaus 2017 noch mal macht. Und SPD und Grüne haben es da auch nicht einfach. Sollten die Kräfteverhältnisse ähnlich sein wie sie gerade in Umfragen sind, also SPD 25%, Grüne 18% und FDP 13% und das einzige was Grüne und SPD bekommen wäre der Mindestlohn würde das glaube ich auch nicht gut bei ihren Wählern ankommen und könnte sich sehr negativ auf zukünftige Wahlergebnisse auswirken.

      Und Jamaika ähnliches Problem. Halte ich auch nur für möglich mit Unionskanzler. Sollten tatsächlich SPD und Grüne vor der Union sein, wird Union auf jeden Fall in die Opposition gehen. Und hier müssten die Grünen sehr viele Zugeständnisse machen. Würde glaube ich den Grünen mehr schaden als nutzen. Hier kommt es glaube ich drauf an, wie sehr will Laschet Kanzler werden und die Grünen dann mit Geschenken überhäuft.

      Und naja bei RRG hängt es halt sehr stark davon ab wie dumm die Linken eigentlich wirklich sind. Sie könnten zum Beispiel einige Akzente setzen, wie den Mindestlohn auf 13€ in der Koalition treiben und vielleicht auch sowas wie eine Erbschaftssteuerreform. Aber wenn die total am Rad drehen und deren Forderungen zu crazy werden, dann könnte das auch noch scheitern.

      Also ich glaube das wird dieses Jahr auch wieder sehr schwierig, weil diesmal ein 3er Bündnis sehr wahrscheinlich ein Muss ist, weil selbst eine Große Koalition wohl keine keine Mehrheit haben wird.
      Ich würde die Grünen auch noch nicht abschreiben. Ich halte es für durchaus noch möglich, dass sie den Prognosen lügen strafen. Obs dann reicht, um an der SPD vorbeizuziehen...mal sehen. Das einzige wo ich mir ziemlich sicher bin ist, dass die Wechselwähler die Schnauze voll haben von der Union. Ist nur schwer vorherzusagen, wo sie hinschwenken werden. Es könnte auch durchaus sein dass wenn alles gesagt ist, Rot-Grün überhaupt keinen Koalitionspartner mehr braucht. Wenn das passieren sollte, dann hoffe ich mal dass sie es besser machen als das letzte Mal.
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      Pulpman schrieb:

      Das alleine ist kein Laschet Problem. Die Frage dabei ist, wie groß ist der Anteil der CSU? Die hat in Bayern auch massiv zu leiden. Und was wenn die CSU im Bundesschnitt unter 5% kommt? Scheitert sie dann an der 5%-Klausel?


      Leider ist der Schaden nicht wirklich groß für die CSU, sollten sie an der 5%-Hürde scheitern, weil sie ja immer noch sehr viele Dirket-Kandidaten in den Bundestag bekommen und ab drei Abgeordneten kann man eine eigene Fraktion bilden.

      Edit: In einer aktuellen Umfrage von heute kommt die CSU noch auf 28% und das wäre deutlich unter der bundesweiten 5%-Hürde. Alles unter 32% (in Bayern) wird für die CSU auf Bundesebene ziemlich gefährlich ...

      Quelle: sueddeutsche.de/bayern/csu-bun…-laschet-bayern-1.5404186

      Wenn ich richtig informiert bin hat die CSU aktuell 46 Direkt-Kandidaten im Bundestag und dürfte trotz aktuellen Umfragen wohl die meisten dieser Direktkandidaten wieder in den Bundestag einziehen. Trotzdem wäre es natürlich für die CSU und auch für Söder ne "große Ohrfeige", sollten die CSU ZUM ERSTEN MAL die 5%-Hürde nicht mehr schaffen.

      Aber wo wir gerade in Bayern sind: Bin allgemein gespannt, ob die "Freien Wählen" es nicht doch knapp in den Bundestag schaffen könnten. Denn irgendwo müssen die ganzen Ex-CDU-Wähler ja hin und die werde ja nicht alle SPD oder FDP wählen. Und glücklicherweise kann die AfD von der schwachen Union in den Umfragen ja überhaupt nicht profitieren.

      Nachdem die "freien Wähler" es schon in Rheinland-Pfalz diese Jahr in den Landtag geschafft haben, würde mich ein Erfolg bei der Bundestagswahl hier auch nicht besonders überraschen ...
      Kannste Kanzleramt?“
      Spott und Hohn für die Kanzlerkandidaten und Sat1


      Eigentlich war ea gut gemeint. Eine Sendung, außerhalb der trägen TV-Duelle, mit jungen Menschen die den Kanzlerkandidaten mal richtig auf den Zahn fühlen. Die Umsetzung jedoch, enttäuschte viele Zuschauer.

      SAT 1 versammelte 17 Schüler in einen Klassenraum. Doch diese waren im Alter zwischen 8 und 13 Jahren. Zu jung, fanden viele. Lieber hätten die meisten dort Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren gesehen.
      Auch schien der Sender seine Kids vorher ziemlich genau geschult zu haben, was denn so gefragt werden sollte. Denn es darf bezweifelt werden, dass der 8 jährige Ole sich brennend dafür interessiert, wie Annalena Baerbock zum Thema Russland, besonders mit Nawalny steht? Oder aber die 9 jährige Laura nichts sehnlicher auf der Zunge liegt, wie die Frage, ob Olaf Scholz schon Pläne für eine große Koalition hat?

      "Diese Sendung bietet soviel Memes-Material, ich glaube ich träume" schreibt ein Twitter-Nutzer, noch während die Sendung lief.

      Und er sollte recht behalten.
      Die 3 Kanzlerkandidaten, taten sich sichtlich schwer, mit den Kindern. Die beste Figur machte da noch Olaf Scholz.

      Mit Annalena Baerbock startete die Sendung.

      Die Klasse interessierte aber auch: „Hatten Sie ein schlechtes Gewissen beim Abschreiben?“ Der Grünen-Kandidatin war die Frage sichtlich unangenehm. Mit vielen Sätzen versucht Sie, das Thema runterzuspielen. In der Schule würde der Lehrer sagen "Annalena, komm zum Punkt!". Tut Annalena dann auch nach einer gefühlten Ewigkeit. Einen Fehler habe Sie gemacht und das sei dumm gewesen. Über sich selbst habe sie sich geärgert.

      Bei der Frage, wie sie sich die Entsorgung von Lithiumbatterien aus E-Autos vorstelle, kam Baerbock ins Stocken. Nach einem weiteren großen ausweichenden Erklärungsbogen war ihre Antwort: „Recyceln“. Konkreter wurde sie nicht.
      Das wurde sie dafür beim Thema verpflichtender Impfungen für Erwachsene. Da sei sie zwar gegen eine Impfpflicht, dafür jedoch für weniger Rechte bei Ungeimpften. Ob das dann nicht doch eine Pflicht sei? Baerbock gab zu: „Ja, es ist eine indirekte Pflicht.“

      Auftritt Laschet

      Armin Laschet war nun an der Reihe. Der wollte erst überhaupt nicht kommen, wegen angeblicher Terminprobleme. Doch nach teils heftiger Kritik, dass Laschet sich vor allem bei Interviews für jüngere Menschen drücke, wurde dann wohl doch ein wenig Platz frei.

      Und ja, nach dem Auftritt konnte man dies irgendwie verstehen. Denn Laschet sollte der Spott des Internets sicher sein.

      Worüber er bei der Ansprache von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Rahmen der Hochwasserkatastrophe gelacht habe, darüber wollte Laschet nur ungerne sprechen. Er habe uber eine Bemerkung eines umstehenden Kollegen gelacht. Die Rede habe er von seinem Standort nicht gehört, da die Lautsprecher in die andere Richtung zeigten. Aber er bereue es sehr, einen falschen Eindruck vermittelt zu haben.

      Eva will mehr wissen: „Mögen Sie Markus Söder noch?“ Laschet gibt sich diplomatisch: „Wir telefonieren ab und an.“

      Richtig seltsam wird es dann, als Laschet das
      Thema "Steuern" erklären soll. Auf die. Frage, warum reiche Menschen nicht mehr zahlen können, kam Laschet erst ins stottern und gab dann folgendes an:

      „Eigentlich könnten Fußballer auch mehr Steuern bezahlen, aber dann kann der Bäckermeister seine Leute nicht bezahlen.“

      Ratlosigkeit bei den TV Zuschauern und den Kindern, doch statt genauer nachzufragen, kommt leider dir nächste Frage.

      Man kommt nicht umher das Gefühl zu bekommen, dass die Fragen an Laschet im Gegensatz zu seinen zwei Kollegen recht harmlos sind. Inwieweit da das PR Team der Union vorher aussortiert hat ist nicht übermittelt.


      Auftritt Scholz

      Auf die Frage nach Koalitionsplänen, wich er der Frage aus, mit welchen Parteien er koalieren wolle, dafür wurde er deutlicher bei den Parteien, die für ihn nicht infrage kämen. Nachdem er die AfD kategorisch für Koalitionsgespräche ausschloss, sagte er, dass sich die „CDU und CSU in der Opposition erholen können“.

      Weiter sprach sich Scholz für eine Steuererhöhung bei Reichen aus. Er selbst habe „kein Problem damit, auch selbst mehr zu zahlen“. Beim Thema Afghanistan umkurvte er zunächst die Frage, ob er den Abzug auch veranlasst hätte. Seine Antwort genügte einer Schülerin nicht. Sie pochte darauf zu erfahren, wie Scholz persönlich gehandelt hätte. Dabei gab er zu, dass er die Bundeswehr „noch einige Monate länger“ in Afghanistan stationiert gelassen hätte. Doch er fügte an: „Nach aktuellem Stand hätte das aber nichts verändert.“


      Die Peinlichkeit des Abends

      Doch neben den Fragen, mussten die drei Kandidaten auch noch selbst aktiv werden.

      Und so machen auch die drei Kanzleramts-Anwärter gute Miene zu spielerischen Einlagen: Baerbock muss singen, „das wird jetzt wirklich peinlich“, fürchtet sie. Der bekennende Karnevalist Laschet tanzt zum „Fliegerlied“. Olaf Scholz spielt auf der Blockflöte, allerdings nur drei Töne: „Mehr wird’s nicht.“

      Baerbock zeigt ihr Freundschaftsbändchen vor und erzählt, wie wichtig Kumpels sind. Olaf Scholz etwa kocht gerne Königsberger Klopse und hatte als Kind einen Kater mit Namen Morle, „das war großartig“.

      Dann ist die Sendung vorbei, die Schüler dürfen in die Pause und die TV Zuschauer brauchen erst einmal ein Bier.



      Die besten Tweets



















      KBBSNT schrieb:

      Autsch

      Laschet tut sich kurz vor der Wahl echt keinen Gefallen mit seinen Auftritten

      Hier die ganze Sendung klartext von gestern



      zdf.de/politik/klartext/klarte…1-bundestagswahl-100.html


      Er hat aber keine andere Wahl, er ist inzwischen so in der Defensive das er nun jede Gelegenheit wahrnehmen muss auch wenn bei ihm eher das Problem ist das sich inzwischen zu viele Angriffspunkte gebildet haben.
      Leute, wann ist denn bitte endlich die Bundestagswahl !!!

      Seit Wochen wird man auf bald jeder Seite im Netz mit Laschet, Scholz und Baerbock belästigt. Dazu noch weitere Politik-Heinis wie Merz, Habeck, Weidel oder Lindner.

      Jeden Tag wird berichtet, was irgendein Politiker dieser Parteien wieder gesagt hat. Aber nach der Wahl spielt das ganze (bis auf die Ergebnisse) eh keine Rolle mehr. Parteien, die sich heute bis aufs Blut bekriegen, werden nach der Wahl auch Koalitionen eingehen, weil es da fürs Spitzenpersonal ein paar Posten mit gutem Gehalt geben wird.

      Haben TV-Sender, Printmagazine und deren Homepages nicht mal das Gefühl, dass man nicht täglich mit den gleichen 10 Politikern und irgendwelche Umfragewerten zugemüllt werden möchte?

      Bin ich der einzige, der noch nie einen Wahlkampf so nervig gefunden hat wie dieses Jahr? Seit Mai gibt es quasi nur noch ne Wahlkampf und Meldungen wo Baerbock abgeschrieben, wo Laschet gelacht hat und was Scholz an eigenen Skandalen wieder vergessen hat.

      Was ist denn mit den Leuten, die keine dieser beknackten Parteien mehr wählen wollen? Müssen die trotzdem täglich Laschet-Meldung ertragen? Es reicht jetzt langsam wirklich. Schade, dass nicht schon heute Bundestagswahl war ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Pepe Nietnagel“ ()

      Ich persönlich finde, der Wahlkampf war nie so ruhig wie jetzt.
      Das liegt aber auch daran, dass die Themen bei den meisten Parteien oft gleich sind und sich nicht mehr großartig unterscheiden.
      Fast jeder ist für Klimaschutz, fast jeder beharrt auf Corona-Massnahmen inklusive Impfungen, etc.
      Mag sein, dass mancher Politiker gerne oft im Rampenlicht steht, aber das ist normales Geschütz.

      Ich glaube, die Parteien wissen selber nicht richtig, wie sie die Menschen (noch) überzeugen wollen, deswegen werden jetzt schon viele Gespräche mit Koalitionen geführt, weil man von sich allein aus schon indirekt zugibt, nicht genug Stimmen abzugeben.

      Womit ich aber sicher rechne ist, das die CDU keine Rolle mehr spielen wird.
      Ich finde es nicht ruhig. Es ist in der Tat dieses Jahr anstrengend, aber eher hinsichtlich Bashing und rote Socken. Die Art des Wahlkampfes ist besonders bei einer Partei dieses Jahr unterirdisch, aber die haben haben offenbar nichts anderes. Aber: Wenn man Social Media meidet, kann man dem gut aus dem Weg gehen. Dahingehend schon ruhiger.
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