Hamnet (Chloé Zhao)

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    Es gibt 12 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von GregMcKenna.

      Hamnet (Chloé Zhao)

      Hamnet

      Regisseur Sam Mendes nimmt sich als nächstes den Roman "Hamnet" von Maggie O’Farrell vor. Tom Holland soll dabei die Hauptrolle übernehmen.

      Inhalt:
      Agnes sieht ihn und weiß: Das wird er sein. Dabei ist der schmächtige Lateinlehrer aus Stratford-upon-Avon noch nicht einmal achtzehn. Egal, besser, sie küsst ihn schnell. Besser, sie erwartet ein Kind, bevor ihr einer die Heirat verbieten kann. Vierzehn Jahre später sind es drei Kinder geworden. Doch wie sollen sie auskommen, solange ihr Mann wer weiß was mit diesen Theaterstücken treibt? Er ist in London, als der elfjährige Hamnet die Beulen am Hals seiner Zwillingsschwester Judith ertastet. Als Agnes im Blick ihres Sohnes den Schwarzen Tod erkennt.
      lovebooks.de

      Quelle: worldofreel.com/blog/2023/3/7xa82ftsjswtcf6xlgzdyb7mcuct06

      VHS - DVD - Blu-ray - UHD
      Schock schwere Not, wer hätte es gedacht. Rassist Jordan Ruimy bzw seine grottiger worldofreel.com blog lagen mal wieder falsch :uglylol:


      Oscar-Gewinnerin Chloé Zhao verfilmt "Hamnet" - Jessie Buckley & Paul Mescal in Verhandlungen um die Hauptrollen


      Oscar-Gewinnerin Chloé Zhao wird den gefeierten Besteller "Hamnet" auf die Leinwand bringen.

      Die für den Oscar nominierten Schauspieler Paul Mescal ("Aftersun") und Jessie Buckley ("The Lost Daughter") sind für die Hauptrollen im Gespräch.

      Ich war Montag in der Sneak und fasse mich mal kurz. ich hab einen kleinen Augenblick gebraucht, um in den Film reinzukommen. Nach dem ersten Drittel hat er mich aber völlig gepackt. Die Schauspieler waren durch die Bank weg super. Vor allem die Kinder machen einen richtig guten Job. Das Ende war schon sehr emotional und hat mir extrem gut gefallen. Kann den Film also nur wärmstens empfehlen.

      8,5/10
      Chloé Zhao ist mit Hamnet ein sprichwörtliches Meisterwerk gelungen – eine zutiefst ergreifende Geschichte über unsere kurze menschliche Existenz in diesem wunderschönen, grausamen und ereignisreichen Leben. Liebe, Glück und Verlust sind so massiv miteinander verflochten, dass einem Hamnet stellenweise den Atem raubt.

      Paul Mescal und Jessie Buckley wachsen mit ihren schauspielerischen Leistungen über sich selbst hinaus. Ihre Mimik, ihre Körpersprache und die Art, wie sie miteinander harmonieren, sind beeindruckend. Dazu kommt dieses wunderschöne Frühe Neuzeit-Setting, das einen mühelos in eine andere Zeit versetzt. Haupt- wie Nebendarsteller überzeugen durch die Bank und hauchen dem Film spürbar Leben ein.

      Hamnet nimmt sich Zeit, atmet und zwingt sein Publikum, genau das auch zu tun. Es ist kein Film, der unterhalten will, sondern einer, der gefühlt werden muss. Die ruhige Inszenierung verstärkt den Schmerz ebenso wie die wenigen, flüchtigen Momente des Lichts. Gerade in seiner Zurückhaltung entfaltet der Film eine enorme Wucht. Am Ende bleibt weniger eine klassische Geschichte zurück als vielmehr ein Gefühl, das noch lange nachhallt. Auch der Wald als wiederkehrendes Motiv wird dabei greifbar – als Ort der Zuflucht, der Erinnerung und der stillen Verbundenheit mit dem Leben selbst.

      Nomadland hat bereits vor über fünf Jahren gezeigt, wozu Chloé Zhao fähig ist. Der Marvel-Ausflug mit Eternals war für mich eher eine mittelmäßige Erfahrung – weniger wegen ihr, sondern wegen der Marvel-Maschinerie selbst. Umso schöner, dass ihr mit Hamnet eine so starke Rückkehr gelungen ist. Auf emotionaler Ebene wird mich dieser Film noch eine ganze Weile begleiten.

      Schicksalsschläge gehören zum Leben genauso wie das Glück – beide liegen so nah beieinander, dass sie kaum greifbar sind. Die Tragödie hat den Film und seine Protagonisten fest im Griff und springt unweigerlich auf das Publikum über. Mehrfach hatte ich einen Kloß im Hals, stellenweise war das Erlebnis regelrecht depressiv. In Kombination mit dem Score von Max Richter und dem Bild einer anderen, härteren Zeit entsteht ein Werk, das tief berührt und bei vielen Zuschauer:innen Tränen und intensive Gefühle hervorrufen dürfte.

      Terrence Malick ist völlig begeistert!

      Wenig hört man vom Ausnahme-Künstler, jetzt mal wieder was. Zhao’s Produzent Nicolas Gonda ist auch ein langjähriger Produzent von Malick-Filmen (praktisch seit "Tree of Life" permanent dabei) und der bekam nun eine e-mail von Malick, übersetzt schrieb er:

      Lieber Nic, ich habe gestern Abend Hamnet gesehen. Mir stockte der Atem. Ich war zutiefst erschüttert. Es war ergreifend und wundervoll. Was für ein großartiges Werk! Bitte richte Chloé und dem gesamten Filmteam aus, was ihr alle so gut wisst: Was für einen wundervollen Film ihr geschaffen habt, voller Liebe, Zärtlichkeit, Menschlichkeit und Mitgefühl. Alles Liebe, Terry.

      Quelle: worldofreel.com/blog/2026/1/29…magnificent-piece-of-work

      Hoffentlich ist er so mitgenommen worden, dass er den Schneideprozess an seinem "The Way of the Wind" nun arg beschleunigt. :uglylol:

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      Es ist schwer, über "Hamnet" zu schreiben und nicht zu spoilern. Nur so viel vielleicht: Das Lob von Terrence Malick kann ich nachvollziehen. Malicks Motive und Themen finden sich wieder, wenn auch nicht sein Schnitt oder seine Kameraarbeit. Dabei erinnert "Hamnet" an "Ein Verborgenes Leben" von Malick, wenn es auch deutlich zurückgenommener ist und weit weniger selbstherrlich. Doch die Frage danach, was eine Beziehung aushält und wie man weiterlebt wenn etwas genommen wird; der ewige Kampf zwischen Natur und Kultur; das Trauern einer Gemeinschaft vs. dem Trauern eines Individuums und all das was damit zusammenhängt, das teilen sie sich. Zhaos Bildsprache ist dabei sehr klar und nur selten bleibt eine Frage offen - auch wenn Schnitt und Inszenierung gerade zu Beginn ein wenig sperrig wirken. Aber auch das ein Markenzeichen von Malick. Schauspielerisch sind natürlich Jessie Buckley und die Kinder-Darsteller:innen hervorzuheben. Paul Mescal ist nachvollziehbar und ... okay? Nein, er ist schon gut. Aber der Film tut ihm nicht immer einen Gefallen und manchmal wirkt Mescal für Buckley eher wie eine Anspielstation anstatt ein Ehepartner. Aber das kann man übergehen. Nett war Joe Alwyn als Agnes' Bruder: Unauffällig aber gerade darin stark und zumindest exzellent gecastet. Mich haben die Themen und das Narrativ abgeholt - aber Max Richter war dann einer zu viel auf die Tränendrüse. Die Kamera ist hochsolide, erreicht dann aber doch nie die Klasse, die Malick bei Lubezki oder Widmer gefunden hat. So fällt leider "Hamnet" dann doch bei der Technik ein wenig ab während Szenenbild und Kostüm zumindest in den oberen Ligen mitspielen. Ein Film, für den man zweifellos in Stimmung sein muss und der das Kino schon braucht.


      8 von 10 Falken

      :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern2: :stern2:

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."