American Born Chinese (Disney+)

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    Es gibt 3 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von KBBSNT.

      American Born Chinese (Disney+)

      Die preisgekrönte Graphic Novel „ American Born Chinese“ kommt Ende Mai zu Disney+. Nun wurde dazu ein offizieller Trailer veröffentlicht.

      Darin wird ein chinesisch-amerikanischer Schüler plötzlich in einen Kampf zwischen chinesischen Göttern der Mythenwelt verwickelt.

      Fast das ganze Cast des Oscar-Hits "Everything Everywhere All at Once" findet sich in der neuen Serie erneut zusammen.

      Die Serie ist ab 24. Mai exklusiv bei DisneyPlus zu sehen.



      Die Oscarpreisträger Michelle Yeoh und Ke Huy Quan, sowie Stephanie Hsu gehören dem Cast ebenso an wie, Yeo Yann Yann („Wet Season“), Chin Han („Mortal Kombat“), Daniel Wu („Reminiscence“), Ex-Taekwondo-Champion Jimmy Liu and Sydney Taylor („Just Add Magic“).

      Kelvin Yu (Bob's Burgers) übernimmt den Showrunner-Posten und ist Executive Producer. Destin Daniel Cretto („Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“, „Avengers: Secret Wars“) und u.a. Lucy Liu führen Regie.

      Inhalt:
      In "American Born Chinese" schlägt sich Jin Wang als Einzelgänger durch den Schulalltag. Es wird nicht besser als ihm die Obhut für den ausländischen Schüler Wei-Chen überlassen wird. Schnell stellt Jin jedoch fest, dass sein Schützling aus einer anderen Welt stammt und wird somit in einen Konflikt gezogen, der so alt ist wie die chinesische Mythologie selbst. Hilfe bekommen die Beiden von der Gottheit Guanyin dargestellt von Michelle Yeoh ("Everything Everywhere All at Once,).

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      Chaka aus Land of the Lost/Die fast vergessende Welt hat endlich eine Hauptrolle ergattert....exzellente Wahl !




      "Ich bin der Dude! Und so sollten Sie mich auch nennen, ist das klar! Entweder so, oder seine Dudeheit, oder Duda, oder ... oder auch El Duderino, falls Ihnen das mit den Kurznamen nicht so liegt."
      Staffel 1


      Ich war ziemlich überrascht, dass Disney alle 8 Episoden gleich direkt anbietet, was ja sonst nicht deren Art ist. Daher hab ich jetzt die erste Staffel in einem Ruck geschaut.

      Insgesamt ist die Serie solide, aber hat mich doch in wenigen enttäuscht. Sie bleibt leider in allen Belangen deutlich hinter den Möglichkeiten.
      Ansich hat man den Eindruck, dass die Macher lieber eine Coming of Age Serie machen wollten und irgendwie genötigt wurden, Fantasy Elemente mit einzubinden.
      Denn die Mischung von beiden ist leider nur so semi gelungen.

      Hätte man sich für ein Thema entschieden, wäre dies meiner Meinung deutlich besser gelungen.
      Die Mainstory, also der Fantasy Anteil sind durchaus interessant, werden aber ziemlich stiefmütterlich behandelt.
      Immer wenn es interessant wird, legt man den Fokus auf den Coming of Age Part bzw auf den noch weniger überzeugenden Teil der Eltern bzw den dümmsten Part, der Ollen Sitcom.

      Die Serie möchte vermitteln, dass es Asiaten in Amerika nicht gerade leicht haben, auf Grund von Vorurteilen, Klischees und auch Rassismus.
      Das alles wird aber leider ziemlich plump und mit massenhaft Klischees dargestellt.
      Und dies halt leider auch on Mass, so dass man sich irgendwann halt auch denk "Ok, we get it" - können wir jetzt vielleicht wieder zum Kampf der Welten kommen?

      Denn der Drama/ Eltern/ Coming of age Anteil nimmt leider in den ersten 5 Episoden wirklich 90 Prozent der Episoden ein. Für den Fantasy Anteil bleibt plump gesagt halt pro Folge ein (durchaus immer toll inszenierter) Fight.

      Erst wenn Lucy Liu die Regie in Folge 6 übernimmt, kommt endlich auch Bewegung in die Geschichte. Und in den letzten drei Folgen liegt dann der Fokus auch endlich auf die Fantasy Geschichte.

      Diese ist aber auch nicht mehr als Kindgerechte Fight-Action. Viel Tiefe steckt nicht in der Story und der Fight auf dem Spielfeld, verkommt sogar zu einigen peinlichen Dialog- Momenten, wenn da Fliegende Fighter sich prügeln und das den anwesenden Menschen mit "tolle Show - seine Eltern sind reich, dass sind Effekte" erklärt wird.


      Positiv

      - das Cast ist gut gewählt und vor allem die beiden jungen Hauptdarsteller ( die überraschend 5 bis 7 Jahre älter sind als die Figuren die sie spielen) harmonieren gut zusammen als Freunde

      - die Fights sind toll

      - bis zu einem gewissen Grad wird auch dass Rassismus Thema gut rüber gebracht. Das mit der Schuldirektorin, die nicht einmal merkt, dass sie ungewollt rassistische Vorurteile bedient, hat mir am besten gefallen, da es nicht so Klischeehaft ist wie die anderen Versuche


      Negativ

      - wie schon geschrieben die Balance zwischen Fantasie und Drama, die nicht gelungen ist

      - die Nebenstorys mit den Eltern, die halt größtenteils die Story komplett ausbremsen und einem wenn man ehrlich ist auch nicht wirklich interessiert, ob Mutti jetzt ihren zweiten Frühling erlebt und Papa ne Midlife crisis hat

      - Ke Huy Quan Funktion in der Serie ist ebenfalls komplett verschenkt. Man weiß ja worauf sie mit der ganzen Sitcom Geschichte raus wollen, aber dass ganze fühlt sich wie ein kompletter Fremdkörper in der Serie an


      Fazit: Die Serie hat Potenzial, welches aber nicht wirklich genutzt wird. Der Fantasie Anteil wird stiefmütterlich behandelt und der Drama Teil nimmt zu viel Platz ein. Dazu bremsen die Nebenstory mit den Eltern und der Sitcom immer wieder an den spannendsten Stellen aus. Die Fights sind gut inszeniert, die CGI hat Höhen und Tiefen, vor allem beim Endkampf sieht man dann halt auch deutlich den Green/ Bluscreen.

      Die Staffel endet mit einem Cliffhänger. Ob es nun eine 2. Staffel braucht und diese auch kommen wird, steht in den Sternen.

      Staffel 1

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