Alita: Battle Angel (Robert Rodriguez)

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    Es gibt 395 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Olly.

      "Alita" hat sich kurzzeitig mal in den positiven Bereich gekämpft: https://www.rottentomatoes.com/m/alita_battle_angel

      Lange wird er sich da wahrscheinlich nicht halten können. :/
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      gesehen in 2D (wobei für 3D da sicherlich der ein oder andere gute Effekte dabei sein dürfte).

      Robert Rodriguez verfilmt mit Hilfe von James Cameron die bekannte manga serie.
      Lange hats gedauert. Breits seit 2000 beschäftigt sich Cameron mit dem Thema. Während er seine Finger bei Dark Angel mit im Spiel hatte, schien er gefallen gefunden zu haben, an taffe Heldinen. Trotzdem sollte es ganze 19 Jahre dauern, bis das ganze in die Kinos kommt.

      Wenn man bedenkt, das Cameron seit 2005 an dem Drehbuch werkelt, muss man sich schon fragen, ob dies alles sein soll, was in all den Jahren raus gekommen ist 8|

      Der Film beginnt recht ruhig, nimmt sich durchaus Zeit die Figuren vorzustellen. Alita entdeckt zusammen mit dem Zuschauer die Zukunftswelt. Dabei habe ich mir zumindest gewünscht, sie würde ein wenig weiter kommen, als nur bis zum nächsten Street-Game Feld und sich dann Rollerball 2.0 im Futre Style erklären lassen. Biete die Welt doch recht viel Spannung.

      Leider hängt Alita in der ersten Hälfte nur immer entweder beim Doc oder bei Ihrem Freund umher. Als Sie sich dann in der zweiten Hälfte auch mal weiter wagt, kommt Sie leider auch nicht bis zur nächsten Kneipe bzw dann zum Spielfeld. Hat mich irgendwie etwas gestört.

      Die Story ist dünn, sehr dünn sogar. Menschliches Gehirn landet in nem Roboter, kann sich an nix erinnern, lernt Welt kennen und erlangt dann irgendwann doch die Erinnerung wieder und will Böse besiegen. Hundertmal erlebt, hundert mal gesehen, nix neues aus der bunten Manga Welt.

      Leider hat der Film kaum Höhen. Allerdings auch keine wirklichen Tiefpunkte. Er läuft halt einfach vor sich, so wie die Story die einfach vor sich hinplätschert.

      Dennoch fühlt man sich zumindest noch Unterhalten, was durchaus Hauptdarstellerin Rosa Salazar zu Verdanken ist. Die ist zwar durch Ihr CGI Makeover kaum nocht zu erkennen, dennoch ist es schon beeindruckend, wie echt Alita wirkt. Ohnehin hat sich vom ersten Trailer bis zum fertigen Film noch einiges an den Effekten getan.

      Kommen wir auch schon zum Positiven. Die Effekte sind wirklich sehr gelungen. Die City wirkt toll, Alita wirkt toll und die Kämpfe sind perfekt gefilmt.

      Leider enttäuscht der Rest dann schon. Die Figuren sind alle sehr blass.

      Christoph Waltz spielt rutiniert seine Rolle, wirkt aber vor allem wenn er den Überdimensionalen Hammer hält und schwingt leicht lächerlich.
      Jennifer Connelly und Mahershala Ali sind komplett verschwendet. Connellys Charakter darf immer nur böse oder auch mal entsetzt gucken, taucht seltsammer Weise immer dann auf, wenn es gerade angebracht ist
      Spoiler anzeigen
      (oder woher weißt du gute bitte, dass Alita mit ihrem sterbenden Freund ausgerechnet in die Kirche kriecht? )
      und hat sonst nicht viel zu tun. Ali ist sogar mit noch weniger bedacht worden, der darf nur immer blöd gucken und hat auch noch furchtbaren Text bekommen.

      Böse gibt es quasi gar nicht, jedenfalls wirkt da nichts sonderlich bedrohlich.
      Einzig Ed Skrein als Zapa und Keean Johnson als Hugo können noch etwas aus Ihren Rollen holen.
      Alle anderen Figuren sind nutzlos, wie Hugos Freunde, die ganzen anderen Roboter die in der Bar nur dumm gucken oder die Kämpfer.

      Irgendwie kann sich das Drehbuch auch nicht so recht entscheiden, was es genau will. Dauernd werden irgendwelche möglichen Plots aufgegriffen, die dann wieder fallen gelassen werden oder gar nicht mehr beachtung finden.

      Mich hat auch sehr das Ende gestört,

      Spoiler anzeigen
      als Hugo quasi dramatisch stirbt, nur damit der Doc seinen Kopf auf einen Roboter setzen kann um ihn dann 5 Minuten später wieder sterben zu lassen?

      Da wäre sein erster Tod deutlich dramatischer gewesen. So wirkte das leicht lächerlich.

      Irgendwie arbeitet der Film auch auf nichts hin. Einen Endkampf gibt es quasi nicht. Dafür ein Hau-Drauf Game inkl. quer durch die Stadt und ne zur Rede Stellung von Alita gegenüber Mahershala Ali Rolle.

      Und zum Ende ein böser Blick nach oben in die andere City, von der man quasi nix weiß.


      joar und sonst so ? :headscratch:
      Das Ende sugiert ja dann quasi Teil 2, aber Teil 1 konnte mich jetzt nicht wirklich dazu bewegen, einer möglichen Fortsetzung viel entgegen zu fiebern

      So bleibt der Film nettes Popcornkino, wo ich aber eigentlich mehr erwartet habe, wenn Namen wie Rodriguez und Cameron dahinter stecken. Schon gar wenn daran zich Jahre gearbeitet wurde.

      :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern2: :stern2: :stern2: :stern2:
      International hat der Film mit 32 Millionen Dollar zum Start (überwiegend aus Südkorea, Taiwan und Grossbritannien) schon einmal die Erwartungen von Fox erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen:

      "Fox is happy with the results which are from just 11 markets, especially in Korea where the film came in at No. 2 amid strong local competition. Overall, Alita is outpacing Maze Runner (+23%) and Ready Player One (+5%) in like for like markets and at today’s rates."


      Quelle: Deadline
      Problematisch ist halt ganz einfach auch der Markt ausserhalb von Asien, wobei einige Animes auch inzwischen in den USA recht Populär sind. "Alita: Battle Angel" ist da leider zu unpopulär, wobei ich dieses Blinde Vertrauen in weitere teil da auch nicht so ganz verstehe wenn man einen Trilogie Plant sollte man vielleicht mal alle in einem Ruck Produzieren.
      So sehr ich mich auf den Film auch freue, aber ich frage mich wie man nur 200 Mio. in so ein Projekt investieren kann. Das ist Wahnsinn. Es gibt dazu überhaupt keine erfolgreiche Basis. Wäre die Vorlage eine MARVEL-Geschichte, dann würde ich es noch verstehen. Dazu hat Rodriguez seine größten Fans nur noch in irgendwelchen Nischen sitzen und Cameron als Namenspate sollte auch kein gewichtiger Grund sein. Und nicht zu vergessen Cyberpunk-Dystopie-Filme scheinen der Masse auch nicht wirklich zu schmecken.

      Dieses Geld hätte del Toro für "At the Mountains of Madness" sehr gut brauchen können.
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      Warum hat Alita so ein hohes Budget? Weil es ein Projekt von James Cameron ist, dessen Filme eigentlich noch nie gefloppt sind. Trotzdem kann der Film natürlich floppen.

      Und im Grunde ist Alita auch ein Superheld. Ob die Basis nun ein Comic ist oder ein Manga, ist ja eigentlich egal.

      Fazit: Abwarten und weitere Einspiel-Ergebnisse abwarten :)

      Olly schrieb:

      So sehr ich mich auf den Film auch freue, aber ich frage mich wie man nur 200 Mio. in so ein Projekt investieren kann. Das ist Wahnsinn.


      Man steckt leider auch nicht so sehr dahinter wie sich diese Kosten verteilen aber es ist ja nun kein alleiniges Problem von "Alita". In den letzten Jahren sind die Budgets gefühlt etwas aus den Ruder gelaufen so das kein Blockbuster mehr weniger als 200 Mio Kostet egal ob die Aussicht besteht das man die Kosten wieder einspielen kann. Die Kosten werden hier wohl aufgrund des CGI so hoch sein, für weniger hätte man hier vielleicht dann Abstriche machen müssen.

      Cyberpunk scheint zumindest aktuell in der Filmlandschaft weniger gut zu laufen, bin von daher gespannt wo der Film am ende landet.
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      Ich muss zugeben, dass ich mittlerweile keine grossen Erwartungen mehr habe an solche Blockbuster! Aber wenn diese nur ansatzweise ihr Potenzial zeigen, habe ich diese wirklich zu schätzen gelernt und kann ihnen trotz Schwächen vieles abgewinnen und meinen Spass haben!
      In Zeiten wo doch dauernd der x-te Marvel, Transformers,F&F, M:I, Terminator-try und sonstige remakes spin offs folgen, ist jede Abwechslung in Form einer Grossproduktion willkommen!
      sei es nun ghost in the shell, valerian, 47 ronin oder eben eine Alita!

      Donnerstag gehen wir rein :thumbsup:
      Gestern gesehen und mich während der Sichtung durchgehend wohl gefühlt. Inhaltlich zwar sehr hervorsehbar, da ein typischer Origin-Ablauf präsentiert wird ... dafür wird visuell aber eine echte Wucht serviert. Die Liebe zum Detail ist stellenweise echt beeindruckend (Camerons Einfluss ist spürbar). Was ich aber besonders hervorheben möchte ist Alita als Charakter selbst. Ihre Präsenz und Ihre Lebensfreude zu Beginn ist wider meiner Erwartungen sehr gelungen umgesetzt. Sie kommt als CGI-Figur unglaublich liebenswert herüber und zeigt viel Herz. Hier und da vielleicht ein bisschen kitschig, inmitten der bunten, schrillen Welt jedoch passend und einfach annehmbar.

      Ich habe den Film ebenfalls in Dolby Atmos erleben dürfen und war von der Technik wirklich beeindruckt. Dazu saßen wir in den D-Box Sitzen, die besonders in der Motorball-Szene für maximal immersiven Spaß sorgten. Wenn ihr also die Möglichkeit habt ihn in Atmos und den D-Box Sitzen zu sehen dann löst hierfür auf jeden Fall ein Ticket ein. Ich wünsche dem Film seinen Erfolg und würde eine Fortsetzung begrüßen.

      7 von 10 Schokoladentafeln
      :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern2: :stern2: :stern2:
      Eins vorwerg, ich bin jemand der nur die 2 Anime OVA Folgen gesehen hat und nicht den Manga kennt.

      Ich war gestern Abend in der Vorpremiere und mir hat der film sehr gut gefallen. Die Optik war Cameron Typisch 1A und die Kämpfe waren alle sehr übersichtlich und man konnte alles gut erkennen. Nicht so wie bei den Transformers Filmen. Die Darstellung von Alita hat mir ebenfalls super gefallen. Wenn es ein Manko gibt dann nur die PG13/FSK12 Freigabe. Es gibt leider einige Stellen wo die Kamera extra aus der Ich-Perspektive ist bzw. umschwenkt. Aber trotzdem hat der Film einige sehr verstörende Szenen.

      Ich bin kein Freund von seelenlosen, actionüberladenen Unterhaltungsfilmen. Das war Alita zum Glück nicht. Clever, eindrucksvoll und mit überraschend viel Herz. Der Film nimmt sich viel Zeit für seine Figuren. Die Action ist nicht zu lang, sondern kurz und knackig. Die Kulisse wird kein bisschen wie CGI. Manchmal lernt Hollywood doch dazu. Geht doch.
      9/10

      Daleron schrieb:

      Bei RT gibt's hier auch mal wieder ne ziemliche Diskrepanz zwischen Kritikerwerdung und Publikum. Mal schauen, ob ne gute Mund zu Mund Propaganda den Film noch etwas retten kann.

      Manchmal sehen Kritiker das zu kritisch. Für 1x gucken ist der vollkommen in Ordnung. Aber es wäre halt auch mehr drin gewesen. Das einzige, was ich schade finden würde, wäre, wenn es keine Fortsetzung geben wird. Alita: Battle Angel fühlt sich nämlich total nach Vorgeschichte an. Alles, was interessant ist, wird vertagt.