Die Insel - The Island

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

      Die Insel - The Island

      Die Insel



      Deutscher Kinostart: 04. August 2005
      US-Kinostart: 22. Juli 2005
      Filmdauer: 127 Min.
      Budget: $100,000,000
      FSK: ab 16 Jahren
      Verleih: Warner Brothers
      News zum Film: CLICK
      Bilder zum Film: CLICK
      Offizielle Webseite: CLICK
      Deutsche offizielle Webseite: CLICK
      Trailer: CLICK
      DVD-Bestellen:
      BBCode AmazonAmazon-Artikel: B000A7QYO4
      /
      BBCode AmazonAmazon-Artikel: B000CNF8Q6


      Story:

      Michael Bay („Armageddon“, „Pearl Harbor“) inszeniert den futuristischen Action-Thriller „Die Insel“ mit Ewan McGregor („Star Wars: Episode I, II & III“, „Moulin Rouge!“) und Scarlett Johansson („Lost in Translation“, „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“) in den Hauptrollen.
      Lincoln Six-Echo (McGregor) und Jordan Two-Delta (Johansson) leben Mitte des 21. Jahrhunderts in einer scheinbar utopischen Wohneinheit, die in Wirklichkeit ein Gefängnis ist. Wie alle Bewohner werden sie ständig überwacht, angeblich zu ihrem eigenen Schutz. Sie alle hoffen, irgendwann auf „Die Insel“ reisen zu dürfen: die allerletzte unverseuchte Oase auf der Erde. Denn es heißt, dass alle Menschen auf der Welt – außer ihnen – bei einer Umweltkatastrophe umgekommen sind.
      Seit kurzem wird Lincoln jedoch von unerklärlichen Albträumen geplagt. Immer ungeduldiger stellt er sein Gefangenendasein infrage. Doch auf die Wahrheit ist er nicht vorbereitet: Neugierig geworden, entdeckt Lincoln, dass sein gesamtes Leben eine einzige Lüge ist – und die Insel nur Auswuchs eines grausamen Betrugsmanövers. Ihm wird klar, dass er, Jordan und alle anderen tot sehr viel mehr wert sind als lebendig. Die Zeit wird knapp, und so flieht Lincoln mit Jordan aus der einzigen Welt, die sie kennen. Draußen entkommen sie den wachsamen Augen des unheimlichen Instituts, und ihre anfangs platonische Freundschaft entwickelt sich zu einer intensiven Beziehung. Doch schon haben die gnadenlosen Schergen des Instituts die Verfolgung aufgenommen. Lincoln und Jordan kennen nur ein Ziel: am Leben zu bleiben.
      Weitere Hauptrollen in „Die Insel“ übernehmen der für den Oscar nominierte Djimon Hounsou („In America“) als Laurent, Leiter des Sicherheitsteams, das Lincoln und Jordan jagt; Sean Bean als Institutschef Merrick; Steve Buscemi als McCord, der sich mit Lincoln anfreundet, obwohl er für das Institut arbeitet; und der für den Oscar nominierte Michael Clarke Duncan („The Green Mile“) als begeisterter und allseits beneideter Bewohner Starkweather, der auf die Insel reisen darf.

      Cast:

      Ewan McGregor - Lincoln Six-Echo/Tom Lincoln
      Scarlett Johansson - Jordan Two-Delta/Sarah Jordan
      Djimon Hounsou - Albert Laurent
      Sean Bean - Merrick
      Steve Buscemi - McCord
      Michael Clarke Duncan - Starkweather


      Ewan McGregor (Lincoln Six-Echo/Tom Lincoln)

      Der preisgekrönte Schauspieler hat sich durch seine Wandlungsfähigkeit und seine Auswahl sehr unterschiedlicher Rollen profiliert.
      Dem heutigen Kinopublikum ist er als Obi-Wan Kenobi in George Lucas’ zweiter erfolgreicher „Star Wars“-Trilogie bestens bekannt. Aktuell spielte er diese Rolle im letzten Film der Serie, „Star Wars: Episode III – Revenge of the Sith“ (Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith).
      Ewan McGregor wurde am 31. März 1971 in Crieff im schottischen Perthshire geboren. Dort sammelte er erste Bühnenerfahrungen, um dann an der Londoner Guildhall School of Music and Drama seine Ausbildung zu machen. Sechs Monate vor seinem Abschluss bekam McGregor das Angebot, die Hauptrolle des Mick Hopper in Dennis Potters sechsteiliger TV-Musical-Komödie „Lipstick on Your Collar“ (Lippenstift am Kragen) zu übernehmen. Seitdem ist er ein gefragter Darsteller. Seine erste Kinorolle übernahm er 1993 in Bill Forsyths „Being Human“ (Wer hat meine Familie geklaut?). Ein Jahr später bekam er begeisterte Kritiken und den Preis des Fachblatts Empire für seine Leistung in dem Thriller „Shallow Grave“ (Kleine Morde unter Freunden), seinem ersten Film mit Regisseur Danny Boyle.
      Seine mitreißende Leistung als drogensüchtiger Mark Renton in Boyles düsterem und irritierendem „Trainspotting“ (Trainspotting) machte ihn 1996 international berühmt. Er gewann den schottischen BAFTA als Bester Darsteller; außerdem wie im Vorjahr den Empire-Preis als Bester britischer Darsteller sowie den Preis der Londoner Filmkritiker.
      Weitere frühe Filme: der Liebesfilm „Emma“ (Emma) mit Gwyneth Paltrow, „Brassed Off“ (Brassed Off – Mit Pauken und Trompeten) und „Little Voice“ (Little Voice) von Regisseur Mark Herman, Philippe Rousselots Drama „The Serpent’s Kiss“ (Der Kuss der Schlange), Danny Boyles „A Life Less Ordinary“ (Lebe lieber ungewöhnlich) mit Cameron Diaz – McGregor gewann erneut den Empire-Preis und Todd Haynes’ berühmter „Velvet Goldmine“ (Velvet Goldmine). Gleichzeitig trat er auch in der erfolgreichen TV-Serie „ER“ (Emergency Room) auf und erhielt dafür eine Emmy-Nominierung in der Kategorie Herausragender Gaststar.
      2001 trat McGregor neben Nicole Kidman in Baz Luhrmanns überbordendem, innovativem Filmmusical „Moulin Rouge!“ (Moulin Rouge!) auf. Der Film gewann zahlreiche Preise, McGregor erhielt den Preis der Londoner Filmkritiker, den Empire-Preis und eine Golden-Globe-Nominierung.
      Im selben Jahr war McGregor in Ridley Scotts dynamischem Kriegsfilm „Black Hawk Down“ (Black Hawk Down) zu sehen. Aktuell wirkte er auch in dem von der Kritik gefeierten „Young Adam“ (Young Adam) mit; außerdem in der Liebeskomödie „Down With Love“ (Down With Love) mit Renée Zellweger; in Tim Burtons berühmtem Fantasy-Film „Big Fish“ (Big Fish) mit Albert Finney; und als Sprecher in der erfolgreichen Animationskomödie „Robots“ (Robots).
      Im Anschluss an „The Island“ (Die Insel) tritt er in Marc Forsters „Stay“ mit Naomi Watts auf. Aktuell war er als Sky Masterson in dem Musical „Guys and Dolls“ auf der Bühne des Donmar Warehouse im Londoner West End zu sehen.

      Scarlett Johansson (Jordan Two-Delta/Sarah Jordan)

      Die schon als Kinderstar preisgekrönte Scarlett Johansson hat sich inzwischen zu einer der begehrtesten Hauptdarstellerinnen der Branche gemausert. Dreimal war sie bereits für den Golden Globe nominiert, aktuell für ihren Auftritt neben John Travolta in dem Independent-Drama „A Love Song for Bobby Long“ (Love Song for Bobby Long). 2004 wurde sie gleich doppelt nominiert: für ihre Titelrolle in „Girl With a Pearl Earring“ (Das Mädchen mit dem Perlenohrring) und für ihre Leistung in Sophia Coppolas zweiter Regiearbeit „Lost in Translation“ (Lost in Translation) mit Bill Murray. Beide Rollen brachten ihr außerdem Nominierungen für den British Academy Award (BAFTA) ein – sie gewann diesen Preis für „Lost in Translation“. Für den letztgenannten Film erhielt Johansson außerdem etliche Kritikerpreise und den Darstellerpreis auf dem Filmfestival in Venedig.
      Außerdem war sie 2004 auch neben Dennis Quaid und Topher Grace in dem erfolgreichen Comedy-Drama „In Good Company“ (Reine Chefsache!) der Weitz-Brüder zu sehen. Sie spielt eine Hauptrolle in Woody Allens neuem Film „Match Point“, der 2005 auf dem Filmfestival in Cannes von der Kritik begeistert aufgenommen wurde. Zu ihren neuesten Projekten gehört Brian De Palmas Krimi „The Black Dahlia“ mit Josh Hartnett und Woody Allens nächster Film, der im Herbst 2006 anlaufen soll.
      Scarlett Johansson wurde am 22. November 1984 in New York City geboren. Ihr Profi-Debüt als Schauspielerin gab sie mit acht Jahren neben Ethan Hawke in der Off-Broadway-Inszenierung „Sophistry“ am Playwrights Horizons Theater in New York.
      Ihr erster Kinofilm war Rob Reiners Komödie „North“ (North). Es folgten der Thriller „Just Cause“ (Im Sumpf des Verbrechens) mit Sean Connery und Laurence Fishburne, die Komödie „If Lucy Fell“ (Wenn Lucy springt) und der von der Kritik begeistert aufgenommene „Manny & Lo“ (Manny & Lo), der ihr eine Nominierung für den Independent Spirit Award in der Kategorie Beste Darstellerin einbrachte.
      International Aufsehen erregte sie dann 1998 mit ihrer Rolle als Grace MacLean, die in Robert Redfords Hit „The Horse Whisperer“ (Der Pferdeflüsterer) durch einen Reitunfall ein nachhaltiges Trauma erleidet. Mit diesem Auftritt gewann Johansson den YoungStar Award, und sie wurde für den Blockbuster Entertainment Award nominiert. Zwei Jahre später bekam sie erneut begeisterte Kritiken für ihre Leistung in Terry Zwigoffs „Ghost World“ (Ghost World), der ihr den Preis als Beste Nebendarstellerin von den Filmkritikern in Toronto einbrachte. Außerdem war Johansson neben Billy Bob Thornton und Frances McDormand in dem düsteren „The Man Who Wasn’t There“ (The Man Who Wasn’t There) der Coen-Brüder, in „An American Rhapsody“ und „The Perfect Score“ (Voll gepunktet) zu sehen.

      Djimon Hounsou (Albert Laurent)

      Hounsou wurde vor kurzem mit seiner Rolle als einsamer Nachbar Mateo, der sich mit zwei Mädchen anfreundet, in Jim Sheridans Immigranten-Story „In America“ (In America) für den Oscar nominiert. Auf der ShoWest 2004 (Kongress der Kinobetreiber) wurde er als Nebendarsteller des Jahres ausgezeichnet, und das gesamte Ensemble von „In America“ erhielt eine Nominierung für den Preis der Screen Actors Guild (SAG; Gewerkschaft der Kinoschauspieler).
      Seine bekannteste Rolle spielte er als unerschütterlicher Gladiator Juba in Ridley Scotts Oscar-preisgekröntem Epos „Gladiator“ (Gladiator) neben Russell Crowe. Mit dieser Leistung wurde er ebenfalls als Mitglied des Ensembles für den SAG-Preis nominiert. 1997 erhielt er für seine Darstellung als rebellischer Sklavenanführer Cinque in Steven Spielbergs Historiendrama „Amistad“ (Amistad) eine Nominierung für den Golden Globe, und er wurde mit dem Image Award ausgezeichnet.
      Weitere Filme: Jan de Bonts Action-Film „Lara Croft Tomb Raider: The Cradle of Life“ (Lara Croft Tomb Raider – Die Wiege des Lebens) mit Angelina Jolie und „Biker Boyz“ (Biker Boyz) mit Laurence Fishburne. 2002 übernahm er die Rolle des Abou Fatma in Shekhar Kapurs „The Four Feathers“ (Vier Federn) mit Heath Ledger und Kate Hudson.
      Hounsou stammt aus Benin in Westafrika und kam als 13-Jähriger nach Paris. Modedesigner Thierry Mugler entdeckte den 22-Jährigen, setzte ihn sofort in mehreren seiner Kampagnen ein und veröffentlichte Fotos von ihm in dem Buch „Thierry Mugler’s Photographs“. Der inzwischen verstorbene Herb Ritts fotografierte Hounsou für den Fotoband „Men and Women“. Bald darauf entdeckte ihn David Fincher, der ihn in drei Musik-Videos besetzte: Steve Winwoods „Roll With It“, Madonnas „Express Yourself“ und Paula Abduls „Straight Up“. Als inzwischen international bekanntes Model brachte sich Hounsou in Los Angeles selbst Englisch bei und begann für Filmrollen vorzusprechen. Seine erste Rolle spielte er in der beliebten Teenager-TV-Serie „Beverly Hills, 90210“ (Beverly Hills, 90210). Dann trat er gelegentlich in der NBC-Krankenhausserie „ER“ (Emergency Room) auf. Seine Mitwirkung in dem Janet-Jackson-Video „Love Will Never Do Without You“ fiel den Agenten und Besetzungschefs auf – daraufhin ergatterte er Rollen in Filmen wie „Stargate“ (Stargate), „Unlawful Entry“ (Fatale Begierde) und „Deep Rising“ (Octalus – Tod aus der Tiefe), bis ihm mit „Amistad“ sein Durchbruch gelang.
      Aktuell kehrte Hounsou auf den Bildschirm zurück: Als Schurke ist er gelegentlich in der sehr beliebten ABC-Action-Serie „Alias“ (Alias) neben Jennifer Garner zu sehen.

      Sean Bean (Merrick)

      Bean hat auf der Leinwand und Bühne sowohl in den USA als auch in seiner britischen Heimat Erfolge verbucht. Als der gefallene Held Boromir war er in Peter Jacksons mit zahlreichen Oscars ausgezeichneter „Lord of the Rings“-Trilogie (Der Herr der Ringe) zu sehen. Als Ensemble-Mitglied wurde er für Teil 3, „The Return of the King“ (Die Rückkehr des Königs), mit dem Preis der Screen Actors Guild (Gewerkschaft der Filmschauspieler), dem Kritikerpreis und dem Preis des National Board of Review (US-Pendant der FSK) ausgezeichnet.
      2004 wirkte er in Jon Turteltaubs erfolgreichem Action-Abenteuer „National Treasure“ (Das Vermächtnis der Tempelritter) mit, und er spielte den legendären Odysseus in Wolfgang Petersens Epos „Troy“ (Troja). Im Anschluss an „The Island“ (Die Insel) tritt Bean dieses Jahr in zwei weiteren Filmen auf: im Thriller „Flightplan“ mit Jodie Foster und im Horror-Thriller „The Dark“. Demnächst ist er neben Charlize Theron in Niki Caros noch namenlosem Drama und in dem Horror-Thriller „Silent Hill“ zu sehen.
      Der klassisch ausgebildete Schauspieler machte seinen Abschluss an der Royal Academy of Dramatic Arts in London mit Auszeichnung. Später wurde er in die Royal Shakespeare Company aufgenommen und trat in etlichen Stücken im Londoner West End und am Glasgower Citizen Theatre auf.
      Seinen Durchbruch auf der Leinwand schaffte er neben Richard Harris in Jim Sheridans Drama „The Field“ (Das Feld; 1990). International bekannt wurde Bean dann neben Harrison Ford in „Patriot Games“ (Die Stunde der Patrioten) – er spielte einen Terroristen, der sich für den Tod seines Bruder rächen will.
      Im Fernsehen hat Sean Bean zahlreiche Hauptrollen gespielt. Dazu gehört die Rolle, die zu seinem Markenzeichen wurde: Autor Bernard Cornwalls beliebter Held aus den napoleonischen Kriegen, Richard Sharpe, in „Sharpe’s Rifles“ (Die Scharfschützen) für Carlton Productions. Wie die Romanvorlage war der TV-Film von 1993 derart beliebt, dass zwischen 1994 und 1997 14 Fortsetzungen entstanden und Bean eine internationale Fangemeinde einbrachten.
      Weitere Kinofilme: „Equilibrium“ (Equilibrium), „The Big Empty“ (The Big Empty), „Tom & Thomas“ (Tom & Thomas), „Essex Boys“, „Anna Karenina“ (Anna Karenina), „Ronin“ (Ronin), „Don’t Say a Word“ (Sag’ kein Wort), „GoldenEye“ (James Bond 007 – GoldenEye), „When Saturday Comes“ (Immer wieder samstags), „Black Beauty“ (Black Beauty), „Caravaggio“ (Caravaggio), „Lorna Doone“, „Stormy Monday“ (Stormy Monday), „Windprints“ (Tod in Namibia; auch: Windprints) und andere.
      2002 kehrte Bean nach über einem Jahrzehnt auf die Bühne zurückt und spielte in London den „Macbeth“ (Macbeth) neben Samantha Bond. Diese Rolle brachte ihm begeisterte Kritiken ein – kein Nicht-Musical war im Londoner West End jemals schneller ausverkauft als diese Inszenierung.

      Steve Buscemi (McCord)

      Der preisgekrönte Schauspieler hat sich auch als Autor und Regisseur profiliert. 2002 gewann er mit seinem Auftritt in Terry Zwigoffs ungewöhnlichem Comedy-Drama „Ghost World“ (Ghost World) den Independent Spirit und den Preis des American Film Institute, und er erhielt eine Nominierung für den Golden Globe. Außerdem zeichneten ihn die National Society of Film Critics sowie die Kritiker in New York und Chicago aus.
      Eine Emmy-Nominierung bekam Buscemi für seine Rolle als Tony Blundetto in der HBO-Serie „The Sopranos“ (Die Sopranos). Und mit dem gesamten Serienensemble wurde er für den Preis der Screen Actors Guild Award (Gewerkschaft der Filmschauspieler) nominiert.
      Buscemi ist einer der aktuell meistbeschäftigten Schauspieler, er war bereits über 90-mal auf der Leinwand zu sehen – vom Independent-Film bis zum Blockbuster. Mit „Island“-Regisseur Michael Bay hat er bereits in „Armageddon“ (Armageddon) zusammengearbeitet. Daneben trat er in Action-Hits wie „Spy Kids 2: Island of Lost Dreams“ (Spy Kids 2 – Die Rückkehr der Superspione) und „Spy Kids 3-D: Game Over“ (Mission 3-D – Die Mission in der 3. Dimension) von Regisseur Robert Rodriguez auf; außerdem in der Jerry-Bruckheimer-Produktion „Con Air“ (Con Air) und in John Carpenters „Escape from L.A.“ (Flucht aus L.A.).
      Gefeiert wurde er für seine Leistungen in zahlreichen unabhängig produzierten Spielfilmen. Den Independent Spirit Award gewann er als Mr. Pink in Quentin Tarantinos „Reservoir Dogs“ (Reservoir Dogs – Wilde Hunde). Mit Jim Jarmuschs „Mystery Train“ (Mystery Train) wurde er erneut für den Spirit Award nominiert. Hinzu kommen Tim Burtons „Big Fish“ (Big Fish), „Fargo“ (Fargo) der Coen-Brüder, Tarantinos „Pulp Fiction“ (Pulp Fiction), Tom DiCillos „Living in Oblivion“ (Living in Oblivion) und Alexandre Rockwells „In the Soup“ (In the Soup – Alles Kino), um nur einige zu nennen.
      Weitere Filme: der HBO-Film „The Laramie Project“ (Das Laramie-Projekt), der animierte Superhit „Monsters, Inc.“ (Die Monster-AG), „Mr. Deeds“ (Mr. Deeds), „The Grey Zone“ (Die Grauzone), „28 Days“ (28 Days), „The Big Lebowski“ (The Big Lebowski), „The Wedding Singer“ (Eine Hochzeit zum Verlieben), „Desperado“ (Desperado), „Things to Do in Denver When You’re Dead“ (Das Leben nach dem Tod in Denver), „The Hudsucker Proxy“ (Hudsucker – Der große Sprung), „Billy Bathgate“ (Billy Bathgate) und „Miller’s Crossing“ (Miller’s Crossing). Zu seinen neuen Projekten zählen „Romance & Cigarettes“, „Art School Confidential“ und „Monster House“. Als Sprecher übernimmt er die Rolle der Ratte Templeton in dem Animationsfilm „Charlotte’s Web“.
      Hinter der Kamera bewährt sich Buscemi als Drehbuchautor und Regisseur. Sein erstes Projekt war ein Kurzfilm namens „What Happened to Pete“, der auf etlichen Festivals lief (Rotterdam, Locarno) und vom Bravo Network ausgestrahlt wurde. Als Spielfilmregisseur debütierte er mit „Trees Lounge“ (Trees Lounge), den er auch schrieb und in dem er außerdem eine Rolle übernahm. Der Film wurde während der Quinzaine des Réalisateurs auf dem Filmfestival in Cannes 1996 uraufgeführt und brachte Buscemi zwei Nominierungen für den Independent Spirit Award ein – in den Kategorien Erstlingsfilm und Erstlingsdrehbuch. Seine zweite Regiearbeit war „Animal Factory“ (Animal Factory – Rache eines Verurteilten) nach dem Buch von Edward Bunker – der Film wurde 2000 auf dem Sundance Film Festival uraufgeführt. Aktuell inszenierte er „Lonesome Jim“, der 2005 auf dem Sundance Film Festival lief. Als Regisseur der Episode „Pine Barrens“ (Verschollen im Schnee) zur Serie „Die Sopranos“ wurde Buscemi für den Emmy und den Preis der Directors Guild of America (DGA; Gewerkschaft der US-Regisseure) nominiert. Eine weitere DGA-Nominierung erhielt er für die Inszenierung der Episode „Finnegan’s Wake“ (in Deutschland nicht gelaufen) zur Serie „Homicide: Life on the Street“ (Homicide).

      Michael Clarke Duncan (Starkweather)

      Mit seiner unvergesslichen Leistung als John Coffey in Frank Darabonts mitreißender Filmfassung von Stephen Kings „The Green Mile“ (The Green Mile) stieg Duncan zum Star auf und erhielt eine Oscar-Nominierung. Seine bewegende Darstellung des sanftmütigen Riesen, der unschuldig wegen Mordes zum Tode verurteilt wird, wurde Duncan außerdem von den Rundfunkkritikern als Bester Nebendarsteller ausgezeichnet sowie für den Golden Globe, den Preis der Screen Actors Guild (SAG; Gewerkschaft der Kinoschauspieler) und den Image Award nominiert. Auf der ShoWest 2000 (Kongress der Kinobetreiber) wurde er zum „Star von morgen“ gekürt. Daneben erhielt Duncan als Mitglied des gesamten Ensembles von „The Green Mile“ eine weitere Nominierung für den Preis der SAG.
      Duncan war aktuell neben Bruce Willis in Robert Rodriguez’ innovativem Krimi „Sin City“ (Sin City), der Verfilmung des Comic-Romans von Frank Miller, zu sehen. Zuvor hatte er neben Willis bereits in der Krimi-Komödie „The Whole Nine Yards“ (Keine halben Sachen) und in Michael Bays Science-Fiction-Blockbuster „Armageddon“ (Armageddon) mitgewirkt. Und es war Willis, der damals Regisseur Frank Darabont anrief und Duncan für seine Rolle in „The Green Mile“ vorschlug, nachdem die beiden gemeinsam in „Armageddon“ aufgetreten waren.
      Weitere Filme: „D.E.B.S.“ (Spygirls – D.E.B.S.), „Daredevil“ (Daredevil) mit Ben Affleck und Jennifer Garner, „The Scorpion King“ (The Scorpion King) mit The Rock, Tim Burtons „Planet of the Apes“ (Planet der Affen) mit Mark Wahlberg, „See Spot Run“ (Spot), „A Night at the Roxbury“ (A Night at the Roxbury) und Warren Beattys „Bulworth“ (Bulworth).
      Mit seiner unverkennbaren tiefen Stimme wird Duncan auch immer wieder gern als Sprecher für Zeichentrickfilme engagiert. Zu hören ist er in „Racing Stripes“ (Im Rennstall ist das Zebra los), „Delgo“, „Dinotopia: Quest for the Ruby Sunstone“ (Dinotopia), „Brother Bear“ (Bärenbrüder), „George of the Jungle 2“ (George – Der aus dem Dschungel kam 2) und „Cats & Dogs“ (Cats & Dogs – Wie Katz’ und Hund).
      Auf dem Bildschirm war Duncan in zahlreichen Gastrollen zu sehen, aktuell in den Serien „George Lopez“ und „CSI: NY“.
      Duncan wurde am 10. Dezember 1957 in Chicago geboren. Er studierte Kommunikationswissenschaften an der Alcorn State University in Mississippi. Nachdem er als Wachmann für eine Tourneetheatertruppe gejobbt hatte, trat er in Werbespots auf, bevor er in F. Gary Grays Komödie „Friday“ (Friday) sein Kinodebüt gab.

      Crew:

      Regie: Michael Bay
      Produzenten: Michael Bay, Walter F. Parkes, Ian Bryce, Laurie MacDonald
      Drehbuch/Story: Caspian Tredwell-Owen, Alex Kurtzman, Roberto Orci
      Kamera: Mauro Fiore
      Produktionsdesign: Nigel Phelps
      Schnitt: Paul Rubell, Christian Wagner
      Kostüme: Deborah Lynn Scott
      Visuelle Effekte: Eric Brevig
      Musik: Steve Jablonsky
      Special Effects: John Frazier
      Stunt Coordinator/Second Unit Director: Kenny Bates


      Michael Bay (Regie/Produktion)

      Bay zählt zu den erfolgreichsten Action-Regisseuren der Filmbranche. Zuletzt inszenierte er „Bad Boys II“ (Bad Boys II), der sich in dem konkurrenzstarken Kinosommer 2003 als einer der größten Hits behauptete und weltweit insgesamt 270 Millionen Dollar einspielte. Die Hauptrollen übernahmen wieder Will Smith und Martin Lawrence, und zum fünften Mal arbeitete Bay mit Produzent Jerry Bruckheimer zusammen.
      Sein Regiedebüt gab Bay 1995 mit dem ersten Teil von „Bad Boys“ (Harte Jungs – Bad Boys), mit dem sich Will Smith und Martin Lawrence als Action-Stars profilierten. Damit begann Bay seine extrem erfolgreiche Teamarbeit mit Bruckheimer. Ein Jahr später übertrumpfte Bay seinen ersten Erfolg mit dem aufwändigen Action-Film „The Rock“ (The Rock – Fels der Entscheidung) mit Sean Connery, Nicolas Cage und Ed Harris. Der Film begeisterte Kritiker wie Zuschauer und spielte weltweit 335 Millionen Dollar ein – er war damit einer der Mega-Hits des Jahres 1996.
      Bay und Bruckheimer setzten ihre Erfolgsstory mit „Armageddon“ (Armageddon) fort, Bay konzipierte die Story mit Autor Jonathan Hensleigh. Die Hauptrollen übernahmen Bruce Willis, Ben Affleck, Billy Bob Thornton und Liv Tyler. „Armageddon“ setzte international über 550 Millionen Dollar um und verbuchte 1998 weltweit das größte Einspielergebnis. Bay zählt damit zu den jüngsten Regisseuren, die die Milliarden-Schallmauer durchbrachen.
      Bay verfilmte dann ein unvergessliches historisches Ereignis: Er inszenierte das Epos „Pearl Harbor“ (Pearl Harbor); er und Bruckheimer produzierten. In der überwältigenden Lovestory vor dem Hintergrund der Kriegshandlung übernahmen Ben Affleck, Josh Hartnett, Kate Beckinsale, Jon Voight und Alec Baldwin die Hauptrollen. „Pearl Harbor“ war beim jugendlichen Publikum genauso erfolgreich wie bei den Veteranen des Zweiten Weltkriegs und spielte 450 Millionen Dollar ein. Heute steht der Film auf der Liste der umsatzstärksten DVDs aller Zeiten.
      Bay stammt aus Los Angeles. Seinen Universitäts-Abschluss machte er am renommierten Filmseminar der Wesleyan University in Middletown/Connecticut. Anschließend studierte er am Art Center College of Design in Pasadena. Er inszenierte dann zunächst Musik-Videos und machte mit dem Video zu Donny Osmonds musikalischem Comeback auf sich aufmerksam. Bald darauf wurde er von Propaganda Films angeheuert. Er inszenierte preisgekrönte Videos für Aerosmith, Tina Turner, Meat Loaf, und The DiVinyls.
      Dann wechselte er in den Werbebereich und gewann den begehrten Clio mit seinem ersten Fernsehspot für das amerikanische Rote Kreuz. Es folgten etliche der bekanntesten und unvergesslichsten Werbespots in der Fernsehgeschichte, unter anderem für Nike, Budweiser, Levi’s, Bugle Boy, Coca-Cola, Isuzu, Miller, Mercedes und die aktuellen, provokanten Kampagnen für Victoria’s Secret. Seine wohl am meisten gewürdigten – und am häufigsten imitierten – Spots gehören zur von ihm erfundenen „Got Milk?“-Werbekampagne. Mit dem Aaron-Burr-Spot aus dieser Kampagne gewann er den Clio für den Spot des Jahres. Die Zeitung USA Today und der History Channel nahmen den Spot in ihre jeweilige Liste der Besten Werbespots aller Zeiten auf. Außerdem wurde Bay vom Museum of Modern Art für die Beste Kampagne des Jahres ausgezeichnet. Mit 26 Jahren hatte Bay bereits alle wichtigen Preise der Werbebranche gewonnen, darunter zahlreiche Goldene und Silberne Löwen in Cannes sowie den Preis für die Herausragende inszenatorische Leistung in der Werbung von der Directors Guild of America (Gewerkschaft der US-Regisseure).
      Aktuell gründete Bay seine Produktionsfirma Platinum Dunes, mit der er Filme mit kleinerem Budget produziert, um neuen Regisseuren eine Startchance zu geben. Der erste Titel des Labels war die von Bay produzierte Neufassung des Horror-Kultfilms „The Texas Chainsaw Massacre“ (Michael Bay’s Texas Chainsaw Massacre). Bay produzierte als nächstes das Remake des Horrorklassikers „The Amityville Horror“ (Amityville Horror – Eine wahre Geschichte), das Anfang 2005 in die Kinos kam. Es folgt „The Hitcher“; vier weitere Filme befinden sich in Vorbereitung.
      Vor kurzem war Bay auch an der Gründung einer Produktionsfirma für Werbespots und Musik-Videos beteiligt: In The Institute for the Development of Enhanced Perceptual Awareness sind mehrere Regisseure vertreten.

      Walter F. Parkes/Laurie MacDonald (Produktion/Executive Producer)

      Parkes und MacDonald zählen zu den umtriebigsten Filmproduzenten überhaupt. Im Anschluss an „The Island“ (Die Insel) folgen etliche neue Titel, zum Beispiel „The Legend of Zorro“, das Sequel zum Hit „The Mask of Zorro“ (Die Maske des Zorro), erneut mit Antonio Banderas und Catherine Zeta-Jones sowie Mark Waters’ Liebeskomödie „Just Like Heaven“ mit Reese Witherspoon und Mark Ruffalo.
      Zu ihren aktuellen Filmen zählen Brad Silberlings Fantasy-Hit „Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events“ (Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse) mit Jim Carrey, Meryl Streep und Jude Law und Hideo Nakatas Horror-Sequel „The Ring Two“ (Ring 2) mit Naomi Watts. Die beiden hatten zuvor auch Gore Verbinskis innovativen Horrorfilm „The Ring“ (Ring) produziert, der sich zu einem der größten Überraschungshits des Jahres 2002 mauserte. Im selben Jahr produzierte Parkes Steven Spielbergs „Minority Report“ (Minority Report) mit Tom Cruise und „Catch Me If You Can“ (Catch Me If You Can) mit Leonardo DiCaprio und Tom Hanks. MacDonald betreute „Catch Me“ als Executive Producer.
      Anschließend produzierten Parkes und MacDonald Spielbergs dramatische Komödie „The Terminal“ (Terminal) mit Tom Hanks und Catherine Zeta-Jones. Außerdem produzierten sie die Fortsetzung „Men in Black II“ (Men in Black II), wieder mit Tommy Lee Jones und Will Smith unter der Regie von Barry Sonnenfeld. Zuvor hatten sie auch schon den Blockbuster „Men in Black“ (Men in Black; 1997) produziert – dafür wurden sie auf der ShoWest (Kongress der Kinobetreiber) als Produzenten des Jahres geehrt.
      Als Produzenten oder Executive Producers betreuten Parkes und MacDonald außerdem den Oscar- und Golden-Globe-Gewinner „Gladiator“ (Gladiator), „Deep Impact“ (Deep Impact), „Amistad“ (Amistad) und „The Peacemaker“ (Projekt: Peacemaker).
      Neben ihren Aufgaben als Produzenten fungierten Parkes und MacDonald bei DreamWorks Pictures von der Gründung des Studios bis Mitte 2005 als Co-Direktoren. Sie verantworteten in dieser Funktion die unterschiedlichsten Filme, die sich an der Kinokasse und auch bei der Kritik als Erfolge erwiesen und zahlreiche Preise gewannen. In der Oscar-Geschichte war es nur einmal zuvor vorgekommen, dass ein Studio drei Jahre hintereinander den Besten Film stellte: „American Beauty“ (American Beauty), „Gladiator“ und „Beautiful Mind“ (A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn), wobei die beiden letztgenannten zusammen mit Universal produziert wurden. Weitere Kritiker- und Kassenerfolge, die unter ihrer Leitung entstanden: Cameron Crowes „Almost Famous“ (Almost Famous – Fast berühmt), Bob Zemeckis’ „What Lies Beneath“ (Schatten der Wahrheit), Adam McKays „Anchorman“ (Anchorman – Die Legende von Ron Burgundy), Michael Manns „Collateral“ (Collateral) und der Oscar- and Golden-Globe-preisgekrönte „Saving Private Ryan“ (Der Soldat James Ryan), 1998 der größte Kassenhit in den USA.
      Parkes war dreimal für den Oscarâ nominiert, erstmals 1978 als Regisseur/Produzent der Dokumentation „California Reich“ über Neo-Nazis in Kalifornien. Die zweite Nominierung erhielt er als Autor (mit Lawrence Lasker) des Original-Drehbuchs „WarGames“ (WarGames – Kriegsspiele), die dritte als Produzent des in der Kategorie Bester Film nominierten „Awakenings“ (Zeit des Erwachens). Als Co-Autor und Produzent war Parkes am Thriller „Sneakers“ (Sneakers – Die Lautlosen) mit Robert Redford und Sidney Poitier beteiligt.
      MacDonald begann ihre Laufbahn als Produzentin von Dokumentationen und Nachrichten bei der NBC-Tochter KRON in San Francisco. Später arbeitete sie bei Columbia Pictures als Vice President of Production. Nach vier Jahren bei Columbia gründete sie mit Walter Parkes ihre eigene Produktionsfirma. Bevor sie zu DreamWorks kam, war MacDonald bei Amblin Entertainment für die Entwicklung und Produktion zuständig.

      Ian Bryce (Produktion)

      Bryce war einer der Produzenten von Sam Raimis Mega-Blockbuster-Action-Abenteuer „Spider-Man“ (Spider-Man) mit Tobey Maguire als Netze spinnendem Superheld – der Film war 2002 erfolgreichster Film an den Kinokassen. Ein Jahr später produzierte er Antoine Fuquas Drama „Tears of the Sun“ (Tränen der Sonne) mit Bruce Willis.
      Mit Steven Spielbergs hoch gelobtem Weltkriegsdrama „Saving Private Ryan“ (Der Soldat James Ryan) gewann Bryce den Golden Globe, und er wurde für den Oscar nominiert. Etliche Kritikerverbände zeichneten den Film als Besten Film des Jahres aus, darunter in New York, Los Angeles und die Rundfunkkritiker. Auch den Preis der Producers Guild of America (Verband der US-Produzenten) teilte sich Bryce mit seinen „Ryan“-Kollegen. Dann produzierte er Cameron Crowes nostalgisches Comedy-Drama „Almost Famous“ (Almost Famous – Fast berühmt), der als Bester Film (Musical/Komödie) den Golden Globe gewann und für den British Academy Award (BAFTA) in der Kategorie Bester Film nominiert war.
      Weitere Filme: „Forces of Nature“ (Auf die stürmische Art) mit Ben Affleck und Sandra Bullock, der Action-Thriller „Hard Rain“ (Hard Rain) mit Morgan Freeman und Christian Slater, Penelope Spheeris’ Kinoversion der klassischen TV-Serie „The Beverly Hillbillies“ (Die Beverly Hillbillies sind los!) sowie Jan de Bonts Blockbuster „Twister“ (Twister) und sein Regiedebüt „Speed“ (Speed).
      Bryce stammt aus England, er begann seine Laufbahn als Produktionsassistent beim dritten Film der ersten „Star Wars“-Trilogie, „Return of the Jedi“ (Die Rückkehr der Jedi-Ritter). Als 2. Regieassistent arbeitete er an Steven Spielbergs „Indiana Jones and the Temple of Doom“ (Indiana Jones und der Tempel des Todes), später dann als Produktionsleiter an „Indiana Jones and the Last Crusade“ (Indiana Jones und der letzte Kreuzzug). Als Herstellungsleiter/Produktionsleiter wirkte er an Philip Kaufmans „Rising Sun“ (Die Wiege der Sonne) mit. Und als Associate Producer/Produktionsleiter war er an Tim Burtons Riesenhit „Batman Returns“ (Batmans Rückkehr) beteiligt. Als Produktionsleiter arbeitete er auch an Francis Ford Coppolas „Tucker: The Man and His Dream“ (Tucker), Ron Howards „Willow“ (Willow) und Joe Johnstons „The Rocketeer“ (Rocketeer).

      Caspian Tredwell-Owen (Drehbuch/Story)

      Aktuell schrieb Tredwell-Owen Martin Campbells Drama „Beyond Borders“ (Jenseits aller Grenzen) über die Bürgerkriegssituation in Afrika. Angelina Jolie und Clive Owen spielen die Hauptrollen. Der Film überzeugte nicht nur die Kritiker, sondern bekam auch Lob von außerhalb der Branche, zum Beispiel vom Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan.
      Tredwell-Owen stammt aus dem englischen Buckinghamshire und studierte am Eton College. Er wollte eigentlich moderne Sprachen an der Cambridge University studieren, als er die Gelegenheit bekam, am Spielfilm „Dangerous Liaisons“ (Gefährliche Liebschaften) mitzuarbeiten. Die Arbeit interessierte ihn, und schließlich wurde er von Warner Bros. engagiert, um im Fernsehbereich in Los Angeles zu arbeiten. Während dieser Tätigkeit begann er sich für das Drehbuchschreiben zu interessieren. „Jenseits aller Grenzen“ war sein erstes Drehbuch, das verfilmt wurde.

      Alex Kurtzman & Roberto Orci (Drehbuch)

      Die beiden entwickeln sich derzeit sehr schnell zu einem der meistbeschäftigten und begehrtesten Autorenteams in der Branche. Sie haben zwei aktuelle Filme geschrieben: das von Parkes und MacDonald produzierte Action-Abenteuer „The Legend of Zorro“ mit Antonio Banderas und Catherine Zeta-Jones unter der Regie von Martin Campbell, das im Herbst 2005 anläuft; und das mit Spannung erwartete Action-Sequel „Mission: Impossible III“ mit Tom Cruise als unerschütterlichem Geheimagenten Ethan Hunt mit Starttermin 2006. Außerdem arbeiten die beiden derzeit für DreamWorks an dem Drehbuch „Transformers“.
      Das Duo schreibt bereits seit der Schulzeit in Los Angeles gemeinsam. Nach dem Schulabschluss studierte Kurtzman an der New York University und wechselte später an die Wesleyan University in Middletown/Connecticut. Dort machte er seinen Bachelor. Orci studierte an der University of Texas in Austin, und obwohl die beiden geografisch weit voneinander entfernt studierten, führten sie ihre gemeinsame Arbeit per Telefon fort.
      Nach dem College trafen sie sich in Los Angeles wieder und ergatterten sofort ihren ersten Profi-Job als Autoren der beliebten TV-Serie „Hercules: The Legendary Journeys“ (Hercules), bei der sie schließlich zu Hauptautoren aufstiegen. Als Hauptautoren waren Kurtzman & Orci dann an der Ableger-Serie „Xena: Warrior Princess“ (Xena) mit Lucy Lawless beteiligt. 2000 schrieben sie die Serie „Jack of All Trades“, die sie auch als Executive Producers betreuten – damit gaben sie ihr Debüt im Produktionsbereich.
      2001 übernahmen Kurtzman & Orci die überaus beliebte und von der Kritik gefeierte ABC-Serie „Alias“ (Alias) als Autoren und verantwortliche Produzenten. Jennifer Garner spielt in der Serie die Doppelagentin Sydney Bristow. Von 2002 bis 2004 betreuten die beiden die Serie auch als Executive Producers. Anschließend konzentrierten sie sich auf das Schreiben von Spielfilmdrehbüchern.

      Mauro Fiore (Kamera)

      Für Regisseur Antoine Fuqua drehte Fiore zwei renommierte Filme, „Training Day“ (Training Day) und anschließend „Tears of the Sun“ (Tränen der Sonne).
      Fiore kam als Kind in die Vereinigten Staaten, seine Familie ließ sich bei Chicago nieder. Er lernte sein Handwerk am Columbia College, wo er einen weiteren hoffnungsvollen Nachwuchskameramann kennen lernte: Janusz Kaminski. Die beiden machten später gemeinsam eine Ausbildung am American Film Institute. Als Kaminski seine Zusammenarbeit mit Steven Spielberg begann, arbeitete Fiore als Oberbeleuchter an „Schindler’s List“ (Schindlers Liste) mit. Später übernahm er die Verantwortung für die Kamera bei Kaminskis Regiedebüt „Lost Souls“ (Lost Souls – Verlorene Seelen).
      Als Kameramann verantwortete Fiore Wayne Wangs „The Center of the World“, für Warner Bros. Pictures Renny Harlins Rennfahrerfilm „Driven“ (Driven) und „Get Carter“ (Get Carter – Die Wahrheit tut weh), „Billboard Dad“ mit den Olsen-Zwillingen, „Trip“, „Leonard Cohen’s Afterworld“, „Love From Ground Zero“, „Breaking Up“ (Breaking Up) mit Russell Crowe, „An Occasional Hell“ (Dangerous Hell), „Soldier Boyz“ (Soldier Boyz) und „Dominion“ (Jagd in der grünen Hölle).
      Als Kameramann des 2. Drehteams arbeitete er an Michael Bays „Armageddon“ (Armageddon) und „The Rock“ (The Rock – Fels der Entscheidung), an „Lost World“ (Vergessene Welt – Jurassic Park), „Amistad“ (Amistad), „Troublebound“ (Harry & Kit – Troublebound) und „The Adventures of Huck Finn“ (Die Abenteuer von Huck Finn). Zusätzliche Aufnahmen lieferte er für „Schindler’s List“ (Schindlers Liste). Im Fernsehbereich drehte er „Tracy Takes On“ sowie Werbespots für Pepsi, den Telefonkonzern AT&T, die Pharma-Firma Pepto Bismol und den innovativen BMW-Spot „The Hire: Ticker“.

      Nigel Phelps (Produktionsdesign)

      Aktuell erschuf Phelps das antike Griechenland für Wolfgang Petersens „Troy“ (Troja).
      Zunächst arbeitete Phelps für den Oscar-preisgekrönten Produktionsdesigner Anton Furst. Er begann als Illustrator bei Neil Jordans „Company of Wolves“ (Die Zeit der Wölfe) und war dann Ausstattungsassistent für Stanley Kubrick bei „Full Metal Jacket“ (Full Metal Jacket). Unter Furst wirkte Phelps als Ausstatter an Tim Burtons „Batman“ (Batman) mit. In derselben Funktion war er an Jordans „High Spirits“ (High Spirits – Die Geister sind willig) beteiligt.
      Kurz darauf kam Phelps nach Los Angeles und begann wegweisende Musik-Videos und Werbespots für eine Reihe einflussreicher Regisseure wie Mark Romanek, Alex Proyas und Michael Bay zu entwerfen. Dreimal wurde Phelps für die MTV Video Awards nominiert, und zwar mit Musik-Videos für Lenny Kravitz, En Vogue und David Bowie.
      Sein erster Spielfilm als Produktionsdesigner war der Science-Fiction-Film „Judge Dredd“ (Judge Dredd). Es folgten „Alien: Resurrection“ (Alien – Die Wiedergeburt) für den berühmten französischen Filmemacher Jean-Pierre Jeunet und „The Bone Collector“ (Der Knochenjäger) für Phillip Noyce. Dann arbeitete er an „In Dreams“ (Jenseits der Träume) wieder mit Neil Jordan zusammen, um anschließend Michael Bays Militärepos „Pearl Harbor“ (Pearl Harbor) für Produzent Jerry Bruckheimer zu betreuen.

      Paul Rubell (Schnitt)

      2005 verbuchte Rubell eine Oscar-Nominierung als Cutter von Michael Manns Thriller „Collateral“ (Collateral). Zuvor war er bereits für Manns authentische Geschichte „The Insider“ (The Insider) nominiert gewesen. Seine Kollegen im Verband der American Cinema Editors ehrten Rubell mit Nominierungen für beide Filme. Demnächst ist er auch an Manns Kinoversion von „Miami Vice“ (Miami Vice) beteiligt.
      Weitere Filme: Die neue Real-Verfilmung von „Peter Pan“ (Peter Pan), „The League of Extraordinary Gentlemen“ (Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen), „S1m0ne“ (S1m0ne), „xXx“ (xXx), „The Cell“ (The Cell), „Blade“ (Blade), „The Stone Boy“ und John Frankenheimers „The Island of Dr. Moreau“ (DNA – Die Insel des Dr. Moreau).
      Für das Fernsehen hat Rubell ein Reihe berühmter Filme geschnitten. Er gewann den Eddie als Cutter der Miniserie „Andersonville“ (Andersonville), die ihm auch eine Emmy-Nominierung einbrachte. Nominierungen für den Emmy und den Eddie erhielt er mit dem TV-Film „My Name is Bill W.“, und eine weitere Eddie-Nominierung bekam er für den Film „The Burning Season“ (Flammender Widerstand – Der Kampf des Chico Mendes). Weitere TV-Filme: „David“ (Die Bibel – David), „The Jacksons: An American Dream“ (Die Jacksons – Ein amerikanischer Traum), „Stay the Night“ (Grenzenlose Leidenschaft), „Finding the Way Home“ (Aus der Tiefe des Vergessens), „Challenger“, „Home Fires Burning“ (Tote haben keinen Namen), „Echoes in the Darkness“ (Echoes in the Darkness) and „Dress Gray“.

      Christian Wagner (Schnitt)

      Mit Michael Bay arbeitete Wagner kürzlich am Remake von „The Amityville Horror“ (Amityville Horror – Eine wahre Geschichte), die Bay produzierte. Wagner war bereits Cutter bei Bays Spielfilmdebüt „Bad Boys“ (Harte Jungs – Bad Boys).
      Für Regisseur Tony Scott schnitt Wagner „Man on Fire“ (Mann unter Feuer), „Spy Game“ (Spy Game), „The Fan“ (The Fan) und „True Romance“ (True Romance). Hinzu kommen Lee Tamahoris James-Bond-Film „Die Another Day“ (Stirb an einem anderen Tag), John Woos „Mission: Impossible II“ (Mission: Impossible II) und „Face/Off“ (Im Körper des Feindes), F. Gary Grays „The Negotiator“ (Verhandlungssache), Andrew Sipes’ „Fair Game“ (Fair Game) und Dennis Hoppers „Chasers“ (Chasers).

      Deborah Lynn Scott (Kostüme)

      James Camerons phänomenaler Kassenerfolg „Titanic“ (Titanic) brachte Deborah Scott den Oscar ein. Außerdem wurde sie für den British Academy Award (BAFTA) nominiert. Aktuell schuf sie die Kostüme zu Mike Binders gefeiertem Drama „The Upside of Anger“ (An deiner Schulter) mit Joan Allen und Kevin Costner sowie zu „The Lost City“ von und mit Andy Garcia.
      Mit Regisseur Michael Bay hat Scott bereits an der Actionkomödie „Bad Boys II“ (Bad Boys II) gearbeitet. Außerdem betreute sie Steven Spielbergs Science-Fiction-Thriller „Minority Report“ (Minority Report), Roland Emmerichs „The Patriot“ (Der Patriot), Barry Sonnenfelds „Wild Wild West“ (Wild Wild West), Michael Manns „Heat“ (Heat), Edward Zwicks „Legends of the Fall“ (Legenden der Leidenschaft) und „About Last Night…“ (Noch mal so wie letzte Nacht), Michael Pressmans „To Gillian on Her 37th Birthday“ (Schatten einer Liebe), Frank Oz’ „The Indian in the Cupboard“ (Der Indianer im Küchenschrank), Phillip Noyces „Sliver“ (Sliver), Danny DeVitos „Hoffa“ (Jimmy Hoffa), Albert Brooks’ „Defending Your Life“ (Rendezvous im Jenseits), Robert Zemeckis’ „Back to the Future“ (Zurück in die Zukunft) und Steven Spielbergs „E.T. The Extra-Terrestrial“ (E. T. – Der Außerirdische).

      Eric Brevig (Visuelle Effekte)

      Für die Leitung der visuellen Effekte bei Paul Verhoevens „Total Recall“ (Die totale Erinnerung) erhielt Brevig 1990 einen Spezial-Oscar. Als Effekte-Team-Mitglied bei Steven Spielbergs „Hook“ (Hook) und kürzlich bei Michael Bays „Pearl Harbor“ (Pearl Harbor) wurde er für den Oscar nominiert. Für den British Academy Award (BAFTA) wurde Brevig mit seinem Spezialeffekte-Beitrag zu Barry Sonnenfelds erfolgreicher Komödie „Men in Black“ (Men in Black) nominiert.
      Als Leiter der visuellen Effekte betreute Brevig M. Night Shyamalans „The Village“ (The Village – Das Dorf) und „Signs“ (Signs – Zeichen), Roland Emmerichs „The Day After Tomorrow“ (The Day After Tomorrow), P.J. Hogans real gefilmtes Remake von „Peter Pan“ (Peter Pan), William Friedkins „The Hunted“ (Die Stunde des Jägers), Barry Sonnenfelds „Wild Wild West“ (Wild Wild West), Brian De Palmas „Snake Eyes“ (Snake Eyes), Frank Oz’ „The Indian in the Cupboard“ (Der Indianer im Küchenschrank), Barry Levinsons „Disclosure“ (Enthüllung), Mike Nichols’ „Wolf“ (Wolf – Das Tier im Manne) und Richard Donners „Scrooged“ (Die Geister, die ich rief…). Während der Spezialaufnahmen zu James Camerons „The Abyss“ (Abyss) verbrachte Brevig mehrere Monate unter Wasser. Für die visuellen Effekte zu diesem Film gewann er 1990 den Oscar.
      Neben seiner Arbeit im Bereich Spezialeffekte übernahm Brevig bei „The Island“ (Die Insel) auch die Regie des 2. Drehteams. In derselben Funktion arbeitete er an „Pearl Harbor“, „Wild Wild West“, „Men in Black“ und „Der Indianer im Küchenschrank“.

      Steve Jablonsky (Musik)

      Aktuell komponierte Jablonsky die Scores zu den Horror-Remakes von „The Texas Chainsaw Massacre“ (Michael Bays Texas Chainsaw Massacre) und „The Amityville Horror“ (Amityville Horror – Eine wahre Geschichte), die beide Michael Bay produzierte. Außerdem lieferte er die Musik zu dem japanischen Anime-Film „Steamboy“ (Steamboy), inszeniert von Katsuhiro Otomo.
      Auf dem Bildschirm ist Jablonskys Soundtrack jede Woche in der erfolgreichen ABC-Serie „Desperate Housewives“ (Desperate Housewives) zu hören. Er schrieb auch die Musik zum preisgekrönten TV-Film „Live From Baghdad“ (Live aus Bagdad) sowie zu mehreren Serien, zum Beispiel aktuell „Threat Matrix“ und auf ESPN „Sports Century: The Century’s Greatest Athletes“.
      Seinen Abschluss in Musikwissenschaften machte Jablonsky an der University of California in Berkeley. Seine Karriere als Filmkomponist begann er in Zusammenarbeit mit renommierten Komponisten wie Hans Zimmer und Harry Gregson-Williams. Zusätzliche Musik lieferte er zu Filmen wie „Bad Boys II“ (Bad Boys II), „Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl“ (Fluch der Karibik), „Tears of the Sun“ (Tränen der Sonne), „Pearl Harbor“ (Pearl Harbor), „Hannibal“ (Hannibal) und „Deceiver“. Außerdem komponierte er die Musik zu etlichen unabhängig produzierten Filmen, zum Beispiel „Border to Border“ und „Sorrow’s Child“.
      Daneben schrieb er Musiken zu Werbespots, unter anderem für Chevrolet, Coca-Cola, die U.S. Army und Marlboro. Als ein Highlight seiner Arbeit bezeichnet er die Musik zu dem BMW-Kurzfilm „Hostage“ für Regisseur John Woo.

      John Frazier (Special Effects)

      Frazier arbeitet seit über 40 Jahren im Effekte-Bereich und zählt zu den renommiertesten Fachleuten seiner Zunft. 2005 gewann er mit Sam Raimis Blockbuster „Spider-Man 2“ (Spider-Man 2) als Leiter der Spezialeffekte den Oscar für die Besten visuellen Effekte. Er war in dieser Funktion bereits fünfmal für den Oscar nominiert, und zwar mit Raimis „Spider-Man“ (Spider-Man), Wolfgang Petersens „The Perfect Storm“ (Der Sturm), Jan de Bonts „Twister“ (Twister) sowie mit Michael Bays „Pearl Harbor“ (Pearl Harbor) und „Armageddon“ (Armageddon). Er gewann den Effekte-Preis der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) für „Twister“ und „Der Sturm“ und erhielt Nominierungen für „Spider-Man 2“, „Spider-Man“ und „Speed“ (Speed).
      Insgesamt hat er die Spezialeffekte von über 40 Filmen als Verantwortlicher oder Koordinator betreut, zum Beispiel aktuell die Action-Thriller „Domino“ (Domino) und „Stealth“. Hinzu kommen „Bad Boys II“ (Bad Boys II), „Tears of the Sun“ (Tränen der Sonne), „xXx“ (xXx), „Space Cowboys“ (Space Cowboys), „Cast Away“ (Cast Away – Verschollen), „The Haunting“ (Das Geisterschloss), „True Crime“ (Ein wahres Verbrechen) und „Hard Rain“ (Hard Rain). Frühere Filme waren „Absolute Power“ (Absolute Power), Wolfgang Petersens „Outbreak“ (Outbreak – Lautlose Killer), „A Perfect World“ (Perfect World), „Waterworld“ (Waterworld), „Unforgiven“ (Erbarmungslos), „Basic Instinct“ (Basic Instinct), „The Rookie“ (Rookie – Der Anfänger), „The War of the Roses“ (Der Rosenkrieg), „Throw Momma From the Train“ (Schmeiß die Mama aus dem Zug) und „Ferris Bueller’s Day Off“ (Ferris macht blau), um nur einige zu nennen.

      Kenny Bates (Stunt Coordinator/Second Unit Director)

      In den letzten 30 Jahren hat Bates als Stuntman und Stunt Coordinator an über 150 Film- und Fernsehprojekten mitgewirkt. Den Technik-Oscar erhielt er für seine Erfindung des Bates Decelerator System, mit dem sich durch einen Abbremsmechanismus der Sturz aus großer Höhe erheblich sicherer absolvieren lässt.
      Bates hat an allen Filmen von Michael Bay mitgearbeitet, zuletzt als Stunt Coordinator und Associate Producer bei „Pearl Harbor“ (Pearl Harbor), der Bates den Taurus Award der World Stunt Academy einbrachte. Als Stunt Coordinator/Regisseur des 2. Drehteams/Associate Producer arbeitete er an „Armageddon“ (Armageddon) and „The Rock“ (The Rock – Fels der Entscheidung), und bei „Bad Boys“ (Harte Jungs – Bad Boys) war er Stunt Coordinator und Regisseur des 2. Drehteams. Außerdem überwachte Bates die Action bei „Bad Boys II“ (Bad Boys II) und bei den von Bay produzierten Remakes von „The Texas Chainsaw Massacre“ (Michael Bays Texas Chainsaw Massacre) und „The Amityville Horror“ (Amityville Horror – Eine wahre Geschichte). Bates’ Firma Alternative Innovations ist bei Bays Filmen für alle Spezialvorrichtungen für Stunts und Kameraaufnahmen zuständig.
      Weitere aktuelle Filme als Stunt Coordinator/Regisseur des 2. Drehteams: „The Italian Job“ (The Italian Job – Jagd auf Millionen), „Bad Company“ (Bad Company), „Training Day“ (Training Day) und „Con Air“ (Con Air). In vielen Filmen führte er selbst Stunts aus, zum Beispiel aktuell in „Mr. & Mrs. Smith“ (Mr. & Mrs. Smith), „The Fast and the Furious“ (The Fast and the Furious), „Batman & Robin“ (Batman & Robin), „Waterworld“ (Waterworld), „The Mask“ (Die Maske), „The Crow“ (The Crow – Die Krähe), „Demolition Man“ (Demolition Man), „True Romance“ (True Romance), „Die Hard“ (Stirb langsam) und „Die Hard 2“ (Stirb langsam 2), um nur einige wenige zu nennen. Als Regisseur des 2. Drehteams betreute Bates zum Beispiel „The Hours“ (The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit), „Bad Company“ und „Changing Lanes“ (Spurwechsel).

      Über die Produktion:

      Inselinformationen

      Als die Filmemacher in Richtung „Insel“ in See stachen, hielten sie ihre Science-Fiction-/Action-Story für eine reine Fantasy-Geschichte. Doch aufgrund von kürzlichen Pressemeldungen meint Produzent Walter F. Parkes nur halb im Scherz: „Wir haben anscheinend einen aktuellen Thriller gedreht.“
      Tatsächlich holt die Realität früher undenkbare Theorien mit derartiger Geschwindigkeit ein, dass man die Handlungszeit der von Drehbuchautor Caspian Tredwell-Owen ursprünglich Ende des 21. Jahrhunderts angesiedelten Story vorverlegte. Dazu Regisseur/Produzent Michael Bay: „Wir mussten die Geschichte eher in der nahen Zukunft ansiedeln, etwa 20 Jahre nach unserer Gegenwart. Sie wirkt nämlich viel überzeugender und gruseliger, wenn uns dieses Schicksal praktisch schon morgen bevorsteht.“
      Parkes fügt hinzu: „Wir leben in einer Epoche rasanter wissenschaftlicher Entwicklungen, die Geschwindigkeit nimmt exponentiell zu. Je weiter wir die Story also in der fernen Zukunft ansiedelten, desto normaler und uninteressanter hätte sie gewirkt. Wenn man die Entwicklungen in Betracht zieht, über die man derzeit liest und in den Nachrichten hört, ist es durchaus vorstellbar, dass sich unsere Geschichte in 15 oder 20 Jahren tatsächlich zutragen könnte. Wir behaupten nicht, dass sie sich derart extrem abspielen wird… aber technisch erscheint es eben möglich.“
      Caspian Tredwell-Owen behauptet: „Es wird menschliche Klone geben, das lässt sich gar nicht verhindern. Irgendjemand wird das ausprobieren – legal oder illegal. Die Frage ist nur, wer den Anfang macht. Die Motivation der Wissenschaftler ist Neugier, aber bis zu einem gewissen Grad reagieren sie auch auf die Nachfrage, und die Nachfrage gibt es. Menschliche Organe und Ersatzteile kann man heute bereits außerhalb des Körpers züchten. Doch was würde passieren, wenn man von sich ein Duplikat erstellen lassen könnte, eine genaue Kopie, der man jedes Organ oder Körperteil entnehmen kann, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen?“
      Als Produzent Walter F. Parkes und Executive Producer Laurie MacDonald von dem Originaldrehbuch „The Island“ (Die Insel) hörten, entwickelten sie bereits versuchsweise eine ganz andere Story zum Klon-Thema. Dazu Parkes: „Was uns an diesem Drehbuch sofort faszinierte: Statt den Standpunkt des Forschers oder eines Beobachters einzunehmen, wird ,Die Insel‘ aus der Sicht der Klone selbst erzählt. Das hat uns überzeugt: Die Story ist viel emotionaler, persönlicher, denn ein Aspekt ist zwar die aus dem Ruder laufende Wissenschaft, aber gleichzeitig geht es darum, die Welt aus der Sicht der unschuldigen Opfer zu zeigen.“
      „Wir waren davon überzeugt, dass unsere Hauptfigur Lincoln selbst das Geheimnis entdecken muss, denn der Zuschauer versetzt sich sofort in seine Lage“, sagt Drehbuchautor Alex Kurtzman. „Durch Lincoln erfährt der Zuschauer schon gleich zu Anfang, dass irgendetwas nicht stimmt, und das heutige Publikum ist sehr aufgeklärt: Es wird wahrscheinlich sofort das Schlimmste annehmen. Aber trotzdem ist man durch das, was Lincoln erfährt, wie vor den Kopf geschlagen.“
      Sein Autorenpartner Roberto Orci stimmt ihm zu: „Weil wir die Geschichte aus Lincolns Perspektive erleben, wirkt der Schock viel unmittelbarer, selbst wenn wir den Eindruck haben, dass wir schon Bescheid wissen. In der ersten halben Stunde des Films geht es also um diese andere Realität, und der Zuschauer könnte meinen, dass die Story dann geradlinig weitererzählt wird, weil er glaubt, dass er die Richtung erkannt hat. Was aber nicht der Fall ist. All diese großartigen Ideen haben wir Caspian zu verdanken – durch ihn entdecken wir das Geheimnis zusammen mit Lincoln.“
      Das Originaldrehbuch erreichte Regisseur Michael Bay auf direktem Weg von DreamWorks-Chef Steven Spielberg. Bay berichtet: „Steven rief mich eines Abends an und sagte: ,Ich schicke dir ein Drehbuch, das du noch heute Abend lesen musst.‘ Es traf erst gegen 23 Uhr ein und war 140 Seiten lang, aber ich habe es nicht aus der Hand gelegt und beendete es gegen 3 Uhr morgens. Es gefiel mir sehr, also rief ich morgens an und sagte: ,Ich mach’s.‘ “
      Parkes zählt die Gründe auf, warum nur Michael Bay als Regisseur für „Die Insel“ infrage kam: „Er arbeitet sehr konzentriert und dynamisch, ist sehr kreativ und selbstbewusst, und er hat genug Erfahrung, um eine Produktion dieser Größenordnung zu leiten. Perfekter geht es nicht. Von der Produktion her ist der Film äußerst aufwändig und kompliziert: viele Schauplätze, Hunderte von Statisten, gewaltige Sets, digitale Effekte, real gefilmte Effekte… von allem etwas. Es gibt nur eine Hand voll Regisseure, die sich von all dem nicht unterkriegen lassen. Anders gesagt: Es gibt natürlich eine Menge Experten für digitale Effekte, und andere Regisseure können eine Verfolgungsjagd inszenieren. Aber manchem wachsen die Anforderungen bei unüberschaubaren Spektakeln mit riesigem Aufwand über den Kopf. Doch Michael kann nichts erschüttern – er beherrscht buchstäblich jede Funktion am Set – und er stellt eine Art Energiespender im Regiestuhl dar… obwohl er sich nie hinsetzt“, lacht Parkes. „In mancher Hinsicht wirkt er wie ein großes Kind mit ausgeprägtem Spieltrieb. Dadurch entsteht eine sehr dynamische und mitreißende Stimmung am Set, die sich direkt auf den Film überträgt. So etwas ist äußerst ansteckend.“
      „Ich halte Michael für einen großen Regisseur“, stellt Produzent Ian Bryce fest. „Er ist ein begabter Künstler, hat ein unbestechliches Auge. Er weiß, wie er seine Bilder aufnimmt, und er dreht sehr schnell. In all diesen Aspekten ist er also der Traum eines Produzenten, denn er bereitet sich genau vor, und wenn er erscheint, geht es sofort los. Er leistet täglich ein enormes Pensum. Die Arbeit mit ihm war für mich eine großartige Erfahrung.“
      Sobald er „Die Insel“ betrat, war Bay klar, dass er zwei unterschiedliche Ansatzpunkte in Einklang bringen musste. „Einerseits will ich einen unterhaltsamen Sommerfilm drehen, der Spaß macht. Aber andererseits geht es im Kern der Story um ein sehr tiefschürfendes menschliches Thema: Wenn wir uns klonen könnten, würden wir es wirklich tun? Wir wollen den Zuschauern solche moralischen Aspekte bestimmt nicht aufdrängen, aber wir werfen zumindest die Frage auf… und dann geht es rund.“

      Inselbewohner

      Auch Schauspieler Ewan McGregor begeisterte sich für die Kombination von atemloser futuristischer Thriller-Action und einer moralischen Problematik, die aktuell in den Medien diskutiert wird. Es fiel ihm also nicht schwer, die Rolle des Lincoln Six-Echo zu akzeptieren. „Ich bin immer auf der Suche nach ungewöhnlichen Drehbüchern, und hier handelt es sich um einen großen amerikanischen Action-Film, der aber eine Botschaft transportiert – was durchaus nicht üblich ist“, sagt McGregor. „Mich hat diese Darstellung der ins Extreme gesteigerten Klon-Problematik sehr bewegt, gerade weil sie den Kern eines handfesten Action-Films bildet. So eine Rolle habe ich eigentlich noch nie gespielt.“
      „Ich spiele einen Mann namens Lincoln, der in einer klar reglementierten Gesellschaft lebt – den Menschen werden alle Entscheidungen abgenommen: was sie anziehen, was sie essen, wo sie arbeiten… Alles wird von anderen kontrolliert“, fährt McGregor fort. „Man erzählt ihnen, dass die Außenwelt verseucht sei, mit Ausnahme eines Traumparadieses, nämlich der Insel. Von Zeit zu Zeit wird per Lotterie ermittelt, wer auf die Insel reisen darf. Dort sollen die Menschen die Erde neu bevölkern – ist doch ein netter Job“, grinst er. „Sie glauben, dass der Sinn ihres Lebens darin besteht, irgendwann zur Insel zu reisen, und alle scheinen damit zufrieden zu sein. Aber Lincoln stiftet Unruhe, beginnt Fragen zu stellen: Warum muss das so laufen? Wer trifft die Entscheidungen?“
      Parkes verrät, dass Lincoln nicht weiß, was sein kompletter Name Lincoln Six-Echo bedeutet: Er ist ein Klon der fünften Generation, also auf der Echo-Ebene. Die Industrie war derart auf Fortschritt versessen, dass seine Generation versehentlich einen Fehler enthält, der sich als tödlich erweisen könnte. „Lincoln hat wie einige andere das Glück – oder vielleicht auch Unglück –, eine in jener Welt sehr gefährliche Charaktereigenschaft zu entwickeln: Neugier. Und schon wirkt er wie Sand im Getriebe.“
      „Man hat eine Reihe verschiedener Klon-Generationen produziert, und die Echo-Generation ist etwas zu gut gelungen“, erklärt Bay. „Lincolns Gene beeinflussen sein Gedächtnis, und nun machen ihn seine Träume nervös. Lincoln ist mit seinem Leben unzufrieden, weiß aber nicht, warum. Ewan ist ein sehr begabter Schauspieler, und er wirkt irgendwie unschuldig, er hat einen kindlichen Zug, der wunderbar zu seiner Rolle passt.“
      Lincolns Neugier verwandelt sich in Argwohn, als er Beweise dafür findet, dass der Schein trügt. Er spürt weitere Fakten auf und entdeckt die Wahrheit – sie ist viel schlimmer, als er sich vorstellen konnte. Dazu McGregor: „Lincoln merkt, dass alles eine gigantische Lüge ist. Die Lotteriegewinner reisen gar nicht zur Insel. Die Insel gibt es überhaupt nicht. Dann wird Jordan als nächste ausgewählt – für Lincoln also höchste Zeit, sie da herauszuholen.“
      Jordan Two-Delta wohnt in demselben Wohnturm wie ihr guter Freund Lincoln, ist aber nicht so argwöhnisch wie er. Jordan-Darstellerin Scarlett Johansson stellt fest: „Jordan ist ein liebes und unschuldiges Mädchen. Sie kennt nur das Gefängnis, in dem sie lebt. Sie weiß nicht mehr, als dass die Welt angeblich völlig verseucht ist.“
      Dazu Bay: „Jordan arrangiert sich völlig passiv mit ihrem sehr eingeschränkten Leben. Sie glaubt an die Existenz der Insel, aber ihre Beziehung zu Lincoln ist doch so intensiv, dass sie ihm folgt, als er behauptet: ,Die Insel gibt es gar nicht; du musst mir einfach glauben.‘ “
      Johansson fügt hinzu: „Jordan ist schockiert, aber instinktiv weiß sie, dass sie ihm folgen muss – was sie dann auch tut. Sie vertraut ihrem Freund. Die beiden mögen sich – nicht unbedingt körperlich; eher als Seelenverwandte. Sexuelle Intimität ist ihnen unbekannt. Sie sind völlig naiv, weil sie unter einer Glasglocke aufgewachsen sind und keine Ahnung von der Außenwelt haben. Daraus ergibt sich eine wunderbare Liebesgeschichte, weil wir erleben, wie Menschen, die füreinander bestimmt sind, einander dann auch finden und dabei alle Hindernisse überwinden.“
      Doch die Beziehung zwischen Jordan und Lincoln war nur ein Aspekt, der Johansson am „Insel“-Projekt interessierte: „Ich mag Genre-Filme sehr, und als ich das Drehbuch las, hat mich die Spannung richtig mitgerissen. Ich wollte außerdem unbedingt mit Ewan und Michael arbeiten – da fiel mir die Entscheidung natürlich sehr leicht.“
      Bay berichtet, dass er sich bei der Besetzung von Johansson und McGregor als Paar vor allem von seinem Instinkt leiten ließ. „Als Ewan zugesagt hatte, mussten wir für ihn eine Partnerin finden, die nicht nur eine fähige Schauspielerin ist, sondern auch gut zu ihm passt. Ich kannte Scarlett bisher nicht, wusste aber, dass sie ausgezeichnet spielt. Manchmal muss man etwas riskieren, wenn man ein überzeugendes Leinwandpaar sucht. Es zeigte sich dann aber schnell, dass die Chemie zwischen Ewan und Scarlett absolut stimmt.“
      Als wir Lincoln, Jordan und ihre Mitbewohner kennen lernen, sehen sie sich eine Aufzeichnung mit ihrem ehemaligen Mitbewohner Starkweather an, der begeistert berichtet, dass er auf die Insel reisen darf. Als Lincoln später herausfindet, was wirklich mit Starkweather geschehen ist, durchschaut er erstmals die Lüge ihrer Existenz. Starkweather wird von Michael Clarke Duncan gespielt: „Durch meinen Auftritt kommt Bewegung in die Handlung. Eben hat er noch gesagt: ,Wir sehen uns auf der Insel.‘ Einen Moment später wacht er auf dem Operationstisch auf. Er steht auf und rennt um sein Leben. Er hat Todesangst und überlegt: ,Wo bin ich überhaupt? Man hat mir doch gesagt, dass ich auf die Insel fahre. Aber dort bin ich doch eindeutig nicht angekommen.‘“
      Duncans Szenen in „Die Insel“ waren bereits nach zwei Tagen abgedreht, aber Michael Bay, der ihn schon von der Arbeit an „Armageddon“ kannte, sorgt dennoch dafür, dass er im Film einen unvergesslichen Eindruck hinterlässt. „Mike behauptet sicher, dass ich ihn zwei Tage lang gefoltert habe“, lacht Bay. „Er musste rennen, weinen, er war etwa acht Stunden auf dem Tisch festgeschnallt, bis er endlich stöhnte: ,Also, eine Wiederholung noch.‘ Worauf ich antwortete: ,Ach, komm schon, Mike, fünf machen wir noch.‘ Ich nehme ihn gern auf den Arm.“
      „Michael Bay ist eine komische Nummer“, entgegnet Duncan. „Ich war nur kurz beim Dreh dabei, aber immer dachte er sich neue Sachen aus, um mich zu piesacken. Doch ich habe es ihm ebenfalls nicht leicht gemacht! Nein, im Ernst, ich halte ihn für einen der größten Regisseure der Gegenwart.“
      Die Bewohner des sterilen, abgeschotteten Wohnturms können nicht ahnen, dass sie tief unter der unverseuchten Außenwelt dahinvegetieren… über ihnen befindet sich ein Komplex, der in der Außenwelt als Merrick Biotech bekannt ist. Die Bewohner wissen nur, dass ein Mann namens Merrick scheinbar wohlwollend und sehr insistierend an ihrer Gesundheit und ihrem Wohlergehen interessiert ist.
      Tatsächlich hat Merrick aber nur ein Interesse an den Bewohnern oder „Agnaten“, wie man sie nennt: Er wacht über seine extrem wertvolle Investition, bis sie reif ist. Er hat dafür gesorgt, dass die Außenwelt von seinen Agnaten ebenso wenig ahnt wie die Agnaten von der Außenwelt.
      Sean Bean, der Merrick darstellt, erklärt: „Merrick täuscht seine zahlenden Kunden, indem er behauptet, Merrick Biotech kopiere nur Organe, die gemäß den Eugenik-Gesetzen von 2015 gezüchtet und in der Nährlösung bereit gehalten werden. Diese Gesetze verbieten das menschliche Klonen. Merrick hat aber inzwischen gemerkt, dass diese Organe in der Warteschleife nicht lebensfähig sind. Also klont er Agnate mit menschlichem Bewusstsein – was absolut illegal ist.“
      Abgesehen davon ist Merrick laut Parkes „ein hochintelligenter Mensch, der überzeugt ist, letztlich richtig zu handeln. Wie alle glaubwürdigen Bösewichte ist er kein eindimensionaler Schurke, sondern nur furchtbar weit vom rechten Weg abgekommen. Er glaubt wirklich, der Menschheit einen Dienst zu erweisen, indem er die Grenzen der Wissenschaft auslotet.“
      Bean findet auch, dass Merricks Motiv zwar fragwürdig, aber nicht rundweg amoralisch ist. „Er leistet auf seinem Fachgebiet Pionierarbeit, und er glaubt wirklich, den Menschen Gutes zu tun. Ich halte ihn für ganz sympathisch, obwohl er klinisch abweisend wirkt… kaltblütig und geschäftsmäßig. Als Figur finde ich ihn sehr interessant.“
      „Sean Bean ist ein sehr cooler Typ, er wirkt sehr raffiniert“, kommentiert Bay. „Er spielt Merrick sehr elegant, aber nicht verschlagen. Aufgrund seiner Darstellung spüren wir deutlich, dass Merrick von seinem Tun tatsächlich überzeugt ist.“
      Nur einem Menschen im Institut vertraut Lincoln voll und ganz: dem Arbeiter McCord, der sich mit Lincoln angefreundet hat und ihm manchmal auch etwas zusteckt, Schmuggelware wie zum Beispiel Alkohol. „McCord gehört zu den wenigen, die den Fehler begehen, Umgang mit den ,Produkten‘ zu pflegen. Wegen der Vorgänge im Institut fühlt er sich mitschuldig. Er weiß, dass dort Unrecht geschieht, aber seine Arbeit macht er trotzdem, weil er keinen anderen Job finden würde“, berichtet Bay.
      Von Anfang an konnte Michael Bay sich nur einen Schauspieler als McCord vorstellen: Steve Buscemi, der für ihn bereits in „Armageddon“ aufgetreten war. „Als Einziger kam Steve infrage“, sagt Bay. „Er ist buchstäblich mit McCord identisch – die Rolle ist ihm absolut auf den Leib geschrieben. Er spielt ihn humorvoll, was traumhaft ist, denn er muss uns in seinen Dialogen eine Menge erklären. Aber Steve kann sogar trockene Texte menschlich mitreißend präsentieren. Es gibt nur wenige Schauspieler, die ihm das Wasser reichen können.“
      Dazu Buscemi: „Ich arbeite gern mit Michael, weil er sogar im letzten Moment noch mit neuen Ideen kommt und auch mich oft auffordert, von einem Moment zum anderen zu improvisieren. Wir halten uns natürlich an die Vorgabe des Drehbuchs, aber er zögert nicht, mal was Neues auszuprobieren – wir alle müssen bei ihm auf Überraschungen gefasst sein.“
      Als Lincoln und Jordan den Mut zur Flucht aufbringen, gibt es nur einen, den sie um Hilfe bitten können: McCord. Buscemi erzählt: „Weil Lincoln unbedingt die Wahrheit herausbekommen muss, hält er sich an McCord, doch der weiß natürlich, dass er in Teufels Küche kommt, wenn die beiden in die Außenwelt gelangen. Denn niemand da draußen darf von der Existenz der Agnaten erfahren. Falls man sie erwischt, ist McCord dran. Das macht ihm schwer zu schaffen, aber andererseits bringt er es nichts übers Herz, ihnen die Hilfe zu verweigern. Er sieht sie als gleichwertige Menschen an und hilft ihnen also wider besseres Wissen, auch wenn er damit sein eigenes Leben aufs Spiel setzt.“
      McCord hat durchaus Recht: Die Agnaten werden gejagt, und wer dem Institut im Weg ist, schwebt in Lebensgefahr. Natürlich kann Merrick sich nicht an die Polizei wenden, weil er damit seine ungesetzlichen Machenschaften zugeben müsste. Stattdessen engagiert er ein Elite-Sicherheitsteam unter der Leitung von Albert Laurent, gespielt von Djimon Hounsou. „Ich will den beiden Flüchtlingen echt schwere Jungs auf den Hals schicken“, gibt Bay zu. „Durch meine Filme hatte ich oft mit den Navy SEALs und anderen Spezialeinheiten zu tun. Manche arbeiten später unabhängig, was mehr Verdienst einbringt, und außerdem können sie dann nach den so genannten Big-Boy-Regeln operieren. In dieser Preisklasse sind Laurent und seine Crew angesiedelt.“
      „Laurent hat in einer französischen Spezialeinheit gedient“, berichtet Hounsou. „Jetzt ist er ein regelrechter Söldner. Für ihn ist das einfach ein Job. Er kommt mit seiner Aufgabe gut zurecht. Er soll die Agnaten einfangen oder sie unter allen Umständen eliminieren, denn es ist einfach unvorstellbar, was passieren würde, wenn man sie entdeckt. Leider versäumt es Merrick, Laurent genau zu erklären, was es mit den beiden Flüchtlingen auf sich hat und wozu sie imstande sind. Als er die Wahrheit erfährt, befindet er sich in einem Konflikt, denn ihm wird klar, dass er es hier mit Menschen zu tun hat.“
      Die Produzenten Walter Parkes und Laurie MacDonald kennen Hounsou schon lange: Er spielte seine erste große Rolle in ihrem Film „Amistad“ und wirkte später auch in „Gladiator“ mit. „Es ist wunderbar mitzuerleben, wie sich dieser außergewöhnliche Schauspieler vor unseren Augen weiterentwickelt“, sagt Parkes. „Interessant ist in diesem Fall, dass er mit seinem beeindruckenden Körper diesmal einen ganz bösen Buben spielt, was überhaupt nicht seiner privaten Natur entspricht. Djimon ist einer der sympathischsten Menschen auf der ganzen Welt. Der Konflikt, der sich aus Laurents kompromisslosem Auftreten und seinem sensiblen Kern ergibt, macht ihn auf der Leinwand so interessant.“
      Hounsou und seine Kollegen in Laurents Sicherheitsteam wurden von dem technischen Berater Harry Humphries angeleitet. Humphries diente einst bei den Navy SEALs und ist ein Kriegsexperte, der sein Wissen schon bei etlichen Filmen beigesteuert hat, darunter auch Michael Bays „Pearl Harbor“, „Armageddon“ und „The Rock“. Neben den Profi-Schauspielern treten in dem schlagkräftigen Sicherheitsteam auch aktive und ehemalige Soldaten und Polizisten auf, die für größtmögliche Authentizität sorgen.

      Von Insel zu Insel

      „Die Insel“ zeigt zwei völlig unterschiedliche Welten: die farblose, streng reglementierte, künstliche Welt der Wohntürme im Institut, von den Filmemachern Centerville genannt, und die bunte, unberechenbare Welt auf der Erdoberfläche. Jedes Detail der Produktion sollte den unvereinbaren Gegensätzen dieser beiden Milieus Rechnung tragen.
      Kameramann Mauro Fiore berichtet, wie er mit Michael Bay die unterschiedliche Ausleuchtung und den Einsatz der Kameras diskutierte, um diese Trennung sichtbar zu machen. „Die Welt unter der Erde wird künstlich beleuchtet, soll also eine klinische Atmosphäre haben… das Licht ist weiß, Farben gibt es nicht. Als die Agnaten dann aber die Außenwelt entdecken, erscheint sie in satten Farben, denn die beiden erleben die Sonne und die Natur zum ersten Mal. Auch in den Kamerapositionen soll sich dieser Kontrast widerspiegeln. Am Anfang des Films befinden wir uns in einer total überwachten Umgebung. Hektische Kamerabewegungen gibt es daher nicht, alles wirkt streng formell und objektiv. Später, in der Außenwelt, bewegt sich die entfesselte Kamera sehr viel subjektiver, oft benutzen wir Handkameras.“
      Die Dreharbeiten zu „Die Insel“ begannen im Herbst 2004 in den Wüstenzonen von Kalifornien und Nevada: Dort kommen Lincoln und Jordan aus ihrem Gefängnis hervor und betreten die Außenwelt. Dazu Walter Parkes: „Laut Michael sollen die Helden nach dem Ausbruch aus dem Gefängnis zunächst eine unwirtliche Welt erleben – zwar keine von Umweltkatastrophen verseuchte Welt, aber trotzdem nicht sehr einladend. Dadurch läuft der Entdeckungsprozess in zwei Stufen ab. Zunächst kommen sie heraus und merken, dass sie die Luft durchaus atmen können, aber dennoch befinden sie sich in der bedrohlichen Wüstenlandschaft des Südwestens der USA. Später erreichen sie dann Los Angeles und kommen sich vor wie im Schlaraffenland. Diese Welt hätten sie sich nie vorstellen können.“
      Während der Endfertigung wurden die kargen Wüstenpanoramen nachträglich vom für die visuellen Effekte verantwortlichen Eric Brevig und seinem Expertenteam bei Industrial Light & Magic ergänzt: Digital fügten sie Ventilatoren von 30 Meter Durchmesser ein, die die unterirdische Stadt mit Luft versorgen, und auch die futuristische Magnetschwebebahn, mit der Lincoln und Jordan nach Los Angeles reisen.
      Die Wüste bildet auch den Hintergrund für die erste von zahlreichen Szenen, in denen Michael Bays ständiger Mitarbeiter, der für die Flugsequenzen verantwortliche Alan Purwin, und sein Pilotenteam zum Einsatz kommen. Purwins Helikopter sind einerseits auf der Leinwand zu sehen: Laurents Sicherheitsteam setzt sie ein, um die entflohenen Agnaten zu jagen. Andererseits wurden die Helikopter auch mit Kameras bestückt, die von der Luft aus die anderen Helikopter oder Actionszenen am Boden filmten. Die schwarzen Helikopter von Laurents Einheit werden Whispers genannt – in diesen Szenen ist erstmals der neu entwickelte Eurocopter EC120 zu sehen, einer der geräuschärmsten Helikopter aller Zeiten, voll gestopft mit den neuesten technischen Ausrüstung. Er bringt es locker auf 220 Stundenkilometer Fluggeschwindigkeit.
      Nach einer Woche in der Wüste zog das Produktionsteam um nach Detroit/Michigan, das das Los Angeles der nahen Zukunft darstellt. Dazu Produzent Ian Bryce: „Wir haben uns die Städte im ganzen Land angeschaut und fanden, dass Detroit Los Angeles am besten ,spielen‘ kann, weil die Ästhetik der Architektur dem Zentrum von L.A. am ehesten entspricht. Außerdem waren die Behörden dort äußerst flexibel und hilfsbereit.“
      Und Bay fügt hinzu: „Detroit erinnert an Los Angeles, und erstaunlicherweise erlaubte man uns, ganze acht Straßenblocks gleichzeitig abzusperren und über die Straßen so lange zu verfügen, bis wir alles im Kasten hatten. Ich habe sehr gern in Detroit gedreht… von der Kälte einmal abgesehen“, meint der in Los Angeles aufgewachsene Regisseur.
      Schon etliche Wochen vor Ankunft des Hauptteams bereitete das Ausstattungsteam bestimmte Bereiche für den Dreh vor – man brachte entsprechende Schilder und andere Details an, um den Eindruck einer futuristischen Metropole zu unterstreichen.
      „Detroit hat einen klassischen, zeitlosen Look – die perfekte Kulisse“, stellt Produktionsdesigner Nigel Phelps fest. „Im Vordergrund der Szenen fügten wir futuristische Elemente hinzu: Verkehrsampeln, Bushaltestellen usw. Unser Konzept bestand dann darin, dass wir die futuristischen Gebäude später digital auf die tatsächlich vorhandenen Häuser draufsetzten.“
      Dazu Brevig: „Natürlich befindet sich unsere reale Welt nicht in der Zukunft, also müssen wir die realen Bilder durch Gebäude und Nahverkehrsmittel ergänzen, die es heute noch nicht gibt. Aber wir haben diese Bilder nicht komplett im Computer erzeugt. Denn wenn man einen real gefilmten Hintergrund als Ausgangspunkt nimmt, wirkt das Endresultat viel realistischer.“
      Eine der Schlüsselszenen des Films entstand in dem ehemaligen Michigan-Hauptbahnhof, einem klassischen Bahnhofsgebäude, etwa 1913 vom legendären Architektenteam Warren & Wetmore im Jugendstil errichtet. Seit 1988 steht das historische Gebäude leer. Hier kommt es zum Showdown zwischen Lincoln Six-Echo und seinem „Sponsor“ Tom Lincoln, die beide Ewan McGregor darstellt.
      McGregor ergriff diese ungewohnte Gelegenheit, eine Doppelrolle zu spielen. Und obwohl die beiden Männer sich biologisch wie ein Ei dem anderen gleichen, überlegte der Schauspieler, wie er ihre Unterschiede betonen könnte. „Ich schlug zum Beispiel vor, dass Tom Schotte sein könnte, während Lincoln, der in Amerika aufgewachsen ist, einen amerikanischen Akzent hat. Ich wollte Tom aber auch in seinem Verhalten von Lincoln absetzen. Tom ist reich, arrogant und egoistisch. Alle Wandbilder in seinem Apartment zeigen nur ihn selbst. Er ist also das genaue Gegenteil von Lincoln, der ein sehr sensibler Mensch zu sein scheint.“
      „Tom Lincoln ist ein echt schmieriger Typ“, bestätigt Bay. „Ich war ganz begeistert, wie Ewan die beiden Persönlichkeiten entwickelte und ihnen völlig unterschiedliche Charaktereigenschaften verpasste.“
      Auch hier waren wieder visuelle Effekte gefragt, damit die Schlüsselszenen zwischen Lincoln Six-Echo und Tom Lincoln auf der Leinwand nahtlos und wie aus einem Guss wirken. Brevig erklärt: „Wenn ein Schauspieler sich selbst auf der Leinwand begegnet, versucht man normalerweise eine Berührung der beiden zu vermeiden, weil das sehr schwer zu bewerkstelligen ist. Aber Michael hielt sich natürlich nicht daran und baute die Szene so auf, dass der eine Lincoln den anderen am Handgelenk packt – was schon problematisch genug wäre. Aber gleichzeitig sollte die Kamera auch noch eine Fahrt machen.“ Dennoch gibt er zu: „Natürlich überzeugen wir das Publikum viel eher, wenn das tatsächlich funktioniert. Also entwickelten wir eine Methode, eine Kombination aus Motion-Control-Kameras und sehr exakter Choreografie, damit Ewan als Lincoln Nummer eins den von Ewan gespielten Lincoln Nummer zwei festhalten kann – alles in einer Einstellung direkt vor unseren Augen.“
      Dazu erklärt Michael Bay: „Motion Control nennt man jenes Verfahren, bei dem die Kamera auf Schienen läuft und automatisch mit einer präzisen Zeitvorgabe gesteuert wird, so dass jede Wiederholung der Einstellung absolut identisch aufgenommen wird. Wir drehten die Szene einmal, Ewan spielte die eine Rolle. Dann drehten wir noch einmal, und er spielte die andere. Sein eigener Schatten fällt auf ihn, er blickt sich selbst direkt in die Augen. Aber dazu war kein Computer nötig: Timing ist alles.“
      Tom Lincoln, dem reichen Playboy in dieser futuristischen Welt, ist das Beste gerade gut genug, und das betrifft natürlich auch seinen fahrbaren Untersatz. Doch der Entwurf eines Wagens, der seinem Wohlstand und seiner Persönlichkeit gerecht wird, erwies sich als eines der kniffligsten Probleme für die Filmemacher. „Wir entwarfen immer neue Autos und verwarfen sie wieder“, berichtet Bay. „Es war einfach nicht das, was wir uns vorstellten.“
      Weil sie nun mal in der Autohauptstadt der Welt drehten, ließ der Regisseur seine Verbindungen spielen und sprach mit einigen der berühmtesten Auto-Designer der Welt. „Durch meine früheren Filme hat sich eine gute Beziehung zu General Motors entwickelt, ich habe auch Werbespots für sie inszeniert. Also fragte ich nach, was für Konzepte sie in der Schublade haben. Sie zeigten mir einige Entwürfe, und natürlich suchte ich mir den teuersten Prototyp im Stall aus, den Cadillac CIEN. Er hat Flügeltüren, sieht einzigartig aus. Ich habe vergessen, was das Auto letztlich gekostet hat – als sie die Sieben-Millionen-Marke erreichten, haben sie aufgehört zu zählen. Ich gab ihnen persönlich mein Wort, dass ich den Wagen mit meinem Leben schütze. Und beim Dreh konnte man mich dann schreien hören: ,Die Trittleiter da beim Wagen muss verschwinden! Der Scheinwerfer dort drüben weiter weg!‘ Ein Mitarbeiter wollte gerade mit matschigen Schuhen einsteigen, und da bellte ich ihn an: ,Dude! Hast du mir nicht zugehört? Der Wagen kostet sieben Millionen Dollar?!?‘ “
      Der für die Spezialeffekte verantwortliche John Frazier kam Bay zur Hilfe – gemeinsam hielten sie das gegebene Versprechen, jeden Kratzer auf dem Wagen zu vermeiden, obwohl er vor der Kamera von Schauspielern oder Stuntmen gefahren wurde. Frazier und sein Team bauten nämlich einen „Klon“ des millionenschweren Wagens, den man fahren und im Notfall auch verbeulen konnte, ohne die derart horrenden Kosten in Kauf zu nehmen. Er erinnert sich: „Sie kamen an und sagten: Okay, wir haben euch einen Wagen ausgesucht, einen Cadillac-Prototyp aus dem Jahr 2002. Aber ihr dürft nicht damit fahren. Ihr müsst ihn erst nachbauen. Also haben wir in 17 Tagen eine genaue Kopie des Cadillacs gebaut. Den Wagen haben wir per Flugzeug zum Drehort verfrachtet, und schon am nächsten Tag drehten sie die Szene.“
      Doch der Wert des Cadillac-Prototyps wird von jenem Schiff in den Schatten gestellt, das der Zuschauer zunächst in Lincoln Six-Echos Träumen sieht und das später auch in der realen Welt des Tom Lincoln auftaucht. Bay verlangte, dass die Yacht ebenso teuer aussehen sollte wie der Wagen, hatte aber keine Ahnung, dass die Suche nach einem geeigneten Boot die gesamte Drehzeit in Anspruch nehmen und bis nach Europa führen würde. Bay berichtet: „Ich wollte die schönste Yacht der Welt. Wir entdeckten die WallyPower 118, sie gehört einem Italiener namens Luca, er ist unglaublich nett. Es hat dann aber sehr lange gedauert, bis die Versicherung mitspielte, denn die Yacht ist 25 Millonen Dollar wert und einfach traumhaft, alles auf dem neuesten Stand der Technik. Die Konturen ähneln einem Stealth-Fighter, der Antrieb besteht aus drei Harrier-Maschinen. Ich glaube, sie schafft an die 120 Stundenkilometer. Wir hatten die Dreharbeiten schon abgeschlossen, Scarlett und Ewan drehten bereits andere Filme – uns blieb nur ein Drehtag, ein Samstag. Wir flogen also nach Italien, aber die Wettervorhersage war grauenhaft; es regnete so stark, dass es in meinem Hotelzimmer von der Decke tropfte. Am nächsten Tag wachte ich auf, öffnete die Fensterläden, draußen war es fürchterlich, es goß vom Himmel. Also machte ich das Fenster einfach zu und ging wieder ins Bett. Wenig später rief mein Kameramann an: ,Mike, aufstehen, am Horizont ist die Sonne zu sehen.‘ Tatsächlich heiterte es auf – gerade lange genug, damit wir die Szene drehen konnten. Scarlett musste bei rauer See ohne Reling an Deck stehen… ein Albtraum. Es war tierisch kalt, und dabei sollen die beiden sich unter heißem Himmel vor einer tropischen Insel befinden… Aber wir hatten die Einstellung im Kasten.“
      Die futuristischsten Fahrzeuge im Film sind die Wasps, fliegende Motorräder, die Laurent und seine Männer bei der Jagd auf die flüchtigen Agnaten Lincoln und Jordan einsetzen. „Ich wollte eine buchstäblich fliegende Maschine“, sagt Bay. „Klein, aber stark und schnell. Sie soll wie ein Hai aussehen, ein japanischer Torpedo, der fliegen kann – das musste im Film echt cool wirken.“
      Besonders prominent werden die Wasps in der wohl atemberaubendsten Stuntsequenz des Films eingesetzt – sie entstand nach Ende des Detroit-Drehs im südlichen Kalifornien, wo alle restlichen Szenen gedreht wurden.
      An drei Wochenenden sperrte das Filmteam einen sechs Kilometer langen Abschnitt des Terminal Island Freeway in San Pedro/Kalifornien. Dort liefern sich Laurents Team sowie Lincoln und Jordan eine wilde Jagd. Die beiden Ausreißer befinden sich dabei auf einem riesigen Tieflader, der Eisenbahnwaggonräder transportiert – sie sehen wie gigantische Kabelrollen aus. Die beiden verwenden die Räder zur Abwehr ihrer Verfolger, bis Lincoln selbst eine Wasp ergattert.
      Beim Dreh dieser Actionsequenz filmte Bay mit 15 Kameras gleichzeitig, darunter einer Handkamera, die der Regisseur oft selbst führte. Die Wasp wurde kardanisch aufgehängt und auf einen Anhänger montiert, so dass man die Illusion erzeugen konnte, dass die Wasp den Freeway entlang „flog“. John Frazier erklärt: „Über die kranartige Aufhängung konnte man die Wasp auf und ab und auch seitwärts bewegen. Mein Set Coordinator Jim Schwalm bediente die Armaturen, der Wagen raste über den Freeway, und die Stuntleute hockten überall auf dem Hänger, als ob sie auf dem futuristischen Flugmotorrad saßen. Damit hatten wir mehrere Tage zu tun, das war eine echte Achterbahnfahrt. Nochmal machen wir sowas nicht, das kann ich Ihnen sagen!“
      Bei der digitalen Nachbearbeitung der Wasp-Sequenzen auf dem Freeway und in den Straßen von Los Angeles fügte man entsprechende Effekte hinzu. Brevigs Team filmte die Schauspieler auf originalgroßen Wasps, die vor einer Bluescreen aufgehängt wurden. Außerdem schufen sie im Computer weitere Wasps, die in bestimmten Einstellungen von im Computer animierten Fahrern gesteuert werden.
      Bei der Gestaltung der Action-Sequenzen in „Die Insel“ verließ sich Michael Bay auf seine Drehbuchautoren Alex Kurtzman und Roberto Orci. Dazu Bay: „Mit Bob und Alex arbeite ich gern, denn ich konnte meine Einfälle nach und nach zu Papier bringen, und sie haben meine Ideen dann gemeinsam ausgebaut. Aber manchmal improvisiert man auch einfach“, grinst er.
      Um die Zuschauer direkt in die Action einzubeziehen, verwendeten Bay und das Spezialeffekte-Team einen speziellen Kamerawagen, der erstmals bei „Bad Boys II“ eingesetzt wurde. Er trägt den Spitznamen „Bay-Buster“. Durch außen angebrachte Überrollbügel können mehrere Kameras gleichzeitig sicher aufmontiert und mitten durch die explosivsten Action-Szenen gesteuert werden. Frazier erklärt: „Die Überrollbügel sind nicht wie üblich im Truck, sondern außen angebracht, um sowohl den Truck als auch die Kameras zu schützen. Manchmal waren auf dem Truck sogar drei Kameras gleichzeitig im Einsatz. Wenn also der Truck mit den Wagen kollidiert und sie sich überschlagen, sind die Kameras voll dabei. Das ist der Bay-Buster.“
      Stunt Coordinator Kenny Bates saß bei mehreren Szenen selbst am Lenkrad des Bay-Busters. Er bestätigt: „Die Zuschauer erleben den Crash und den Aufprall viel unmittelbarer als üblich, weil sie mit im Auto sitzen.“
      Bates konstruierte auch einen einzigartigen Kamerawagen, der seinen Namen trägt: Der Bates-Kart ist ein innovativer Hochgeschwindigkeits-Gokart, auf den man vorn oder hinten eine Kamera schrauben kann. Der Bates-Kart kann ohne Schalten von null auf 200 Stundenkilometer beschleunigen. Dadurch ist der Regisseur in der Lage, per Fernsteuerung eine Autojagd ohne Sicherheitsrisiko zu begleiten, auch wenn die Autojagd in eine Verfolgung zu Fuß übergeht. In „Die Insel“ wird der Bates-Kart erstmals eingesetzt – er hält alles, was sich sein Erfinder versprochen hat.
      Im zweiten Teil der wichtigsten Stuntsequenz des Films fliegen Lincoln und Jordan auf der Wasp in die Innenstadt von Los Angeles und krachen in den 70. Stock eines Wolkenkratzers. Am Ende hängen sie im riesigen „R“ eines Logos über dem Abgrund, während ein Helikopter bedrohlich über ihnen schwebt.
      Darsteller und Team wussten genau, dass bei dieser komplizierten Actionszene keine Wiederholung möglich sein würde. Deshalb liefen 13 Kameras gleichzeitig, um die Szene aus jedem nur denkbaren Blickwinkel aufzunehmen.
      „Natürlich müssen wir bei bestimmten Einstellungen mit digitalen Effekten nachhelfen“, sagt Frazier. „Aber sehr viel wurde live gedreht. Ewan und Scarlett hängen tatsächlich selbst in dem ,R‘ über dem Abgrund. Es ist ganz klar, dass man etliche dieser Stunts nicht wiederholen konnte, und in einem solchen Fall sagt Michael dann: ,Wir machen das nur einmal, und wir bekommen das beim ersten Mal hin.‘ Bei uns heißt so etwas dann ,Baysaster‘“, verrät er. „Das ist der Michael-Bay-Stil: Man muss jederzeit bestens vorbereitet sein und sich 110-prozentig einbringen. Was die Zusammenarbeit mit ihm spannend macht. Denn Langweile kommt nie auf.“
      Solche Action-Sequenzen erfordern stundenlange Vorbereitungszeiten, weil die Sicherheit in jeder Phase gewährleistet sein muss. „Wir lehnen uns immer weit aus dem Fenster, aber wenn es mit der Sicherheit nicht hundertprozentig klappt, blasen wir die Sache ab“, stellt Frazier fest. „Kenny Bates achtet peinlich genau auf die Sicherheitsmaßnahmen, denn unterm Strich müssen wir uns immer wieder sagen: Es ist doch nur ein Film.“
      Und Bay fügt hinzu: „Kenny und ich arbeiten nun schon 15 Jahre zusammen, wir sind wie Brüder. Immer wieder spornen wir uns gegenseitig zu Höchstleistungen an. Ich schätze an ihm sein physikalisches Fachwissen. Er denkt immer drei, vier, fünf Schritte voraus, überlegt, was schiefgehen könnte, denn wir bringen Menschen in riskante Situationen und wollen das so sicher wie möglich abwickeln.“
      Umso wichtiger ist der Sicherheitsfaktor, wenn die Schauspieler ihre Stunts persönlich ausführen. „Ewan und Scarlett geraten manchmal in gefährliche, schwierige Positionen, sind aber erfahrene Teamarbeiter“, bescheinigt Bates. „Sie müssen sich in Deckung werfen, hechten, krabbeln, rennen, springen, abstürzen, klettern… Sie werden durchnässt, ausgedörrt, verdreckt, aber sie haben alles wie echte Kumpel ganz gelassen ertragen.“
      „So etwas habe ich noch nie gemacht – man muss dafür echt fit sein“, gibt Johansson zu. Sie erzählt, dass ihr die Stunts umso schwerer fielen, weil man ihr gerade vor Beginn der Dreharbeiten die Mandeln entfernt hatte. Für das nötige Fitnesstraining war also praktisch keine Zeit. „Dennoch ist es immer interessant, seine eigenen Grenzen auszuloten“, sagt sie. „Ich bin noch nie um mein Leben gelaufen – doch jetzt beim Dreh musste ich das jeden Tag. Dadurch erreicht man mental und auch körperlich eine neue Dimension.“

      Das Ende am Anfang

      In den letzten Wochen der Dreharbeiten entstanden die Szenen der Innenschauplätze. Die meisten davon spielen am Anfang der Handlung in dem unterirdischen Gefängnis, das die Filmemacher, Darsteller und Techniker als Centerville bezeichnen. Diese unterirdische Stadt wird im Film als nahtlose Kombination riesiger realer Sets und im Computer hinzugefügter Umgebung gezeigt. Sie besteht aus drei mehrstöckigen Wohntürmen, die einen gemeinsamen Arbeits- und Spielbereich namens Zentrales Atrium einrahmen.
      Produktionsdesigner Nigel Phelps sagt: „Centerville sollte ursprünglich einen militärischen Zweck erfüllen – wie ein Atombunker, der im Falle einer Katastrophe 100.000 Menschen Schutz bieten soll. Dann, schon bevor unsere Geschichte einsetzt, ist die Stadt in eine Art futuristischen Erholungsort umfunktioniert worden. Die Bewohner glauben, sie leben auf der Erdoberfläche, und ahnen nicht, dass sie unter der Erde in einer ehemaligen militärischen Einrichtung wohnen.
      Phelps studierte etliche einschlägige Bücher und schaute sich eine ganze Reihe entsprechender Gebäude an, bevor er eine überzeugende unterirdische Stadt schuf. „Michael besitzt ein wunderbares Buch über gewaltige unterirdische Bauwerke, die mich stark beeinflusst haben. Ich schaute mir auch das Design der Bohrinseln in der Nordsee an, ganz erstaunliche Konstruktionen, die aus hundert Meter hohen Betontürmen zusammengesetzt werden, bevor man sie im Meer verankert. Grundsätzlich suchte ich Bauten als Vorbilder, die man als in jeder Hinsicht riesig bezeichnen kann.“
      Phelps konstruierte Centerville aus Beton, Glas und Stahl, mit klaren Linien, scharfen Kanten, fast völlig farblos, als deutlichen Kontrast zwischen dieser Gefängnisatmosphäre und der chaotischen Welt, die Lincoln und Jordan später draußen erwartet. Die Agnaten können den blauen Himmel sehen, wenn sie aus dem Fenster schauen, ohne zu ahnen, dass sie nur auf eine holografische Projektion starren, die ihnen die Illusion vom Leben auf der Erdoberfläche suggeriert.
      Der Produktionsdesigner stimmte sich eingehend mit der Kostümbildnerin Deborah L. Scott ab, um sein Konzept auch auf die Uniformen der Bewohner und der Betreuer anzuwenden. Dazu Scott: „Auch ich durfte nicht allzu viel Farbe in diese Umgebung bringen, sonst hätte der strenge architektonische Look, den Nigel plante, nicht so überzeugend gewirkt. Ich bekam also die Aufgabe, Kostüme zu liefern, die dazu passten. Wenn wir jemand in eine knallig gelbe oder rote Uniform gesteckt hätten, wäre der gewünschte Eindruck verpufft. Dennoch sind die Uniformen nicht einfach weiß, sondern haben kleine Farbtupfer und Muster, die ihnen eine Struktur verleihen.“
      Scott musste bedenken, dass identische Kostüme von den verschiedenen Darstellern und Hunderten Statisten getragen werden: „Das Agnaten-Kostüm ist gar nicht einfach zu tragen. Viele Leute schauten uns ungläubig an: ,Weißer Stretch? Soll das ein Witz sein?‘ Es war äußerst schwierig, eine Uniform zu entwerfen, die an so vielen sehr unterschiedlich gebauten Menschen gut aussieht. Wir einigten uns schließlich auf ein einfaches, sauberes Design für beide Geschlechter. Die Körperformen werden kaum betont, alles sieht sehr funktional aus.“
      Die Centerville-Sets wurden in den Downey Studios errichtet, einem 32 Hektar großen ehemaligen Nasa-/Boeing-Fabrikgelände, dem größten Filmstudio im Großraum Los Angeles. Es dauerte fünf Monate, bis die Sets vollendet waren. Sie füllten die beiden riesigen Hallen des Studios. Der größte Set, das Zentrale Atrium, stand in dem gewaltigen Gebäude eins mit 57.700 Quadratmeter Grundfläche.
      Dazu Bay: „Ich wollte nicht, dass Nigel Einzelsets baut, die dann erst beim Schnitt zur Szene zusammengesetzt werden. Alles sollte aus einem Stück sein, damit es noch riesiger und ausladender wirkt. Tatsächlich handelt es sich um den größten Set, auf dem ich je gearbeitet habe. Ich wurde ganz kleinlaut, als wir dort drehten – der Set ist so lang wie fünf Football-Plätze, und ich hatte keine Ahnung, wie wir das jemals ausleuchten sollten.“
      Die Ernährungsplaza, auf der die Agnaten ihr Essen einnehmen, wurde in das Wasserbecken mit 6000 Quadratmeter Grundfläche gebaut. Dieses Becken ist das größte in Nordamerika, befindet sich im Gebäude eins und war für die Dreharbeiten natürlich geleert worden.
      Merricks Büro entspricht vom Design her seiner Position – bis hin zum sorgsam ausgewählten Picasso an der Wand. „Er ist ein sehr fähiger Geschäftsmann“, stellt Bay fest. „Also wollte ich, dass er einen exquisiten Geschmack hat. Die wohlhabendsten Menschen der Welt sind seine Kunden, er muss also sehr auf ein gepflegtes Image achten.“
      Das etwas kleinere Gebäude zwei in den Downey Studios beherbergte die komplizierteren und sehr futuristischen Sets: das Inkubationssilo mit den Agnaten-Brutkästen und den Grundlagenraum. Hier bekommen die neu „geborenen“ Agnaten die Erinnerung an ein Leben eingepflanzt, das sie nie gelebt haben. Außer einigen wenigen Statisten im Grundlagenraum bestehen die Agnaten – in verschiedenen Entwicklungsstadien – aus Puppen des berühmten Monstereffekt-Spezialisten Greg Nicotero und seinem Team bei der KNB EFX Group. Bei der Gestaltung dieser Körper ließ sich Nicotero zum Teil von der aktuell im California Science Museum gezeigten Ausstellung „Körperwelten: Die Anatomieausstellung echter menschlicher Körper“ inspirieren.
      Im Film erleben wir die „Geburt“ eines Agnaten mit, die im Extraktionsraum stattfindet. Bay hatte genaue Vorstellungen davon, was sich in diesem bedeutenden Moment abspielt. „Die Geburt ist hier ein Verfahren, bei dem Lkw-Fahrer als Geburtshelfer fungieren. Das soll ganz banal wirken und wie ein völlig alltäglicher Job aussehen. Ich habe Caspian (Tredwell-Owen) einmal gefragt: ,Wie definierst du das Thema des Films?‘ Seine Antwort gefiel mir sehr: „Wir essen alle Fleisch, aber wir wollen nicht wissen, was im Schlachthaus abläuft.‘ Genau das möchte ich mit dieser Szene ausdrücken.“
      Walter Parkes fügt hinzu: „Wir wollen die moralischen Konsequenzen der Klon-Problematik nicht ernsthaft behandeln, aber selbst wenn man das Thema umgehen will, lässt es sich nicht vollkommen vermeiden. Letztlich spielt es in jeder Szene eine gewisse Rolle, und das ist auch ganz in Ordnung so.“
      Michael Bay sinniert: „Als wir uns mit dem Team zum ersten Vorbereitungstreffen zusammensetzten, sagte ich gleich zu Anfang, was ich den Zuschauern beim Verlassen des Kinos mitgeben möchte: Sie sollen sich fragen: ,Wenn ich mich klonen könnte, würde ich das tun?‘ Diese Frage hat uns während der gesamten Produktion beschäftigt. Wir alle wollen länger leben – das ist in der menschlichen Natur eingebaut… aber auf wessen Kosten?“



      Most Wanted 2009
      01. Gran Torino
      02. X-Men Origins: Wolverine
      03. Crank 2: High Voltage
      04. Milk
      05. Defiance
      06. Underworld: Rise Of The Lycans
      07. RockNRolla
      08. Punisher: War Zone
      09. Watchmen
      10. Knowing

      Top 10 2009
      01. The Curious Case Of Benjamin Button
      02. Lost - Season 5
      03. Gran Torino
      04. The Wrestler
      05. 24 - Season 7
      06. Frost/Nixon
      07. X-Men Origins: Wolverine
      08. Taken
      09. Prison Break - Season 4
      10. Heroes - Season 3

      ANZEIGE

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Blade“ ()