ANZEIGE

Naked Lunch

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Es gibt 13 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Olly.

      Bewertung für "Naked Lunch" 6
      1.  
        10 (2) 33%
      2.  
        8 (1) 17%
      3.  
        9 (2) 33%
      4.  
        6 (0) 0%
      5.  
        7 (1) 17%
      6.  
        4 (0) 0%
      7.  
        5 (0) 0%
      8.  
        2 (0) 0%
      9.  
        3 (0) 0%
      10.  
        1 (0) 0%
      Nachträglich eingefügt von riga
      Naked Lunch





      Erscheinungsjahr:

      1991
      27. Dezember (US), 30. April (D)


      Produktionsländer:

      Kanada, Großbritannien


      Laufzeit:

      ca. 110 Minuten


      Freigabe:

      FSK 16


      -----


      Regie:

      David Cronenberg


      Drehbuch:

      David Cronenberg
      frei nach William S. Burroughs


      Darsteller:

      Peter Weller
      Judy Davis
      Ian Holm
      Julian Sands
      Roy Scheider
      u.a.


      Inhalt:

      Sehr frei nach William S. Burroughs umstrittenem Roman, erzählt Cronenberg die Enstehungsgeschichte von eben diesem.

      William "Bill" Lee (Peter Weller) ist, im Jahr 1953, Kammerjäger und abhängig von der Substanz, mit welcher er normalerweise den Schädlingen auf den Zahn fühlt. Nachdem er, unter Einfluss der Droge, seine Frau erschießt, flüchtet er in die sogenannte "Interzone". Eine abstruse Welt am Hafen von Tanger, welche von bizarren, insektenähnlichen Kreaturen, Drogenhändlern und verwandlunsgfähigen Junkies bewohnt wird. Allsbald wird er, ohne den wahren Hintergrund zu kennen, als Geheimagent angeworben und begibt sich in einen exzessiven, drogenverseuchten Alptraum, welchen er beginnt nieder zu schreiben...






      ----------


      Amazon
      IMDb
      [URL=http://www.ofdb.de/film/3045,Naked-Lunch]OFDb[/URL]


      --------------------


      Naked Lunch(Cronenbergs erster Film):

      Ich glaube nicht, dass es viele Leute gibt, die diesen Film gesehen haben. Ich hatte das Glück und sah den Film Naked Lunch vorgestern. Cronenbergs beide andere Filme( eXistenZ und spider) fand ich sehr gelungen, vom Storymäßigen wie auch vom technischen. Naked Lunch mochte ich allerdings nicht. VIEL zu verwirrend, ja, schon fast Lynch-Status(Mullholland Drive/ Lost Highway) und unympathische Darsteller. Viel zu abstrus und verworren.
      Mit komischen Schreibmaschinen, die leben und wie Insekten aussehen und riesige Mensch/ Tausendfüßlerhybriden.


      Na ja. Schade.

      Wie ist eure Meinung?
      28:06:42:12

      Donnies noch verbleibende Zeit.
      ANZEIGE

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „burtons“ ()

      Ich kenne von Cronenberg leider nicht sehr viel, obwohl er scheinbar ein sehr interessanter Filmemacher ist.

      Ich kenne nur Existenz, die Fliege und Spider.

      Diese Insektefigur oder was auch immer aus Naked Lunch sitzt in dem kleinen Wartebereich eines sehr kleinen versteckten Programmkinos in einem Hinterhof in Berlin.

      Würde den Film gern mal im Kino sehen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „dakeyras7“ ()

      hab mal n paar Ausschnitte aus dem Buch gelesen... manmanman, schräg ist kein Ausdruck :tlol:
      Ich mag den Film. Keine Ahnung um was es in dem Film geht, aber ich mag ihn.

      Typ nimmt irgendwie Drogen. wir sehen was er sieht. Er sieht durch seine Drogen nur Schrott. Wir versuchen es zu analysieren. Schaffen es nicht. Cronenberg erklärt nichts. Hat selber keine Ahnung worum es geht.


      War selber dicht.
      Original von iceace
      Ich mag den Film. Keine Ahnung um was es in dem Film geht, aber ich mag ihn.

      Typ nimmt irgendwie Drogen. wir sehen was er sieht. Er sieht durch seine Drogen nur Schrott. Wir versuchen es zu analysieren. Schaffen es nicht. Cronenberg erklärt nichts. Hat selber keine Ahnung worum es geht.


      War selber dicht.


      lol :goodwork:
      Mein Fall ist NAKED LUNCH nicht. Zu abgefahren, zu wirr und dadurch letztendlich auch zu langweilig für mich. Die schauspielerischen Leistungen sind einwandfrei, die Story sicherlich auch interessant, aber die Umsetzung findet genau in der Art statt, wie ich sie überhaupt nicht mag. Ist schon länger her, dass ich den Film gesehen habe. Aber ich verspüre auch keinen Drang, ihn mir nochmals anzutun.
      "Naked Lunch" ist sicher kein Film für jeden Geschmack. Der Zugang fällt schwer, doch gänzlich einfacher als zu seiner literarischen Vorlage, welche ich nach ein paar Seiten bei Seite gelegt hab/legen musste. Das Buch bedient sich der Cut-Up-Technik, was bedeutet, dass die nieder geschriebenen Seiten, auseinander geschnitten und wieder neu zusammen gesetzt werden. Inhaltlich kaum mehr nachzuvollziehen entstand somit eines der umstrittensten Bücher des 20. Jahrhunderts, welches Themen wie den Missbrauch und die Sucht nach Drogen und Homosexualität u.a. behandelte. Ein Tabubruch in der damaligen Zeit.

      Wie dem auch sei, vor circa 2 Jahren empfahl mir, nach einem intensiven Gespräch über Filme, eine Freundin eben diese Verfilmung. Ich kannte den Namen "Cronenberg" bis dahin zwar, doch war mir "Naked Lunch" gänzlich unbekannt. Wie der Zufall es so wollte, lief der Film dann, kurz nach diesem Gespräch, auf einem der dritten Programme und ließ mich völlig verwirrt zurück. Vor ein paar Tagen bekam ich dann die DVD und konnte den Film ein zweites Mal sichten.

      Von Anfang an sei gesagt, ich bin ein großer Befürworter der Arbeit Cronenbergs. Filme wie "Videodrome", "Scanners", "Die Fliege" oder "eXistenZ" trafen genau meinen Geschmack. Wenn man sich diese Filme einmal betrachtet, verwundert es daher nicht mehr allzu sehr, dass sich gerade dieser Regisseur an Burroughs Buch bedient hat.

      Jedoch nähert sich Cronenberg dem Stoff auf eine gänzlich andere Weise und verzichtet auf eine klassische, werktreue Literaturverfilmung. Vielmehr lässt er die Enstehungsgeschichte Revue passieren. Perfekt werden Roman-Ausschnitte und biographische Gegebenheiten, mit dem richtigen Schuss Cronenberg-Genialität, zu einem exzessiven und surrealen Albtraum zusammen geflochten. Der Film ist ein intensives, höchst metaphorisches Erlebnis, auf welches sich vielleicht nur Wenige einlassen können, und das soll auf keinen Fall abwertend gemeint sein. Der Film bleibt sehr, sehr eigen.
      Phantasien und Halluzinationen verschwimmen mit der Realität, selten wird einem der Blick von ausserhalb gewährt. Immer tiefer wird man in die Gedankenwelt des Protagonisten hinein gepresst. Die Geschichte nimmt, ohne erkennbares Ziel, ihren Lauf. Gänzlich taucht man in die Materie ab und weiß im nächsten Moment nicht, ähnlich wie William Lee, wie man eigentlich an diesen Punkt gekommen ist. Interpretationsansätze fallen schwer. Vielleicht will der Film dies auch nicht.

      Der eigenwillige Erzählstil, der zur Realität gewordene Alptraum, das abstruse Ende, die handwerklich einwandfreie Darstellung, eine Glanzleistung von Peter Weller, die man ihm vorher eher nicht zugetraut hätte und eine höchst interessante musikalische Begleitung runden den Film noch ab. Bis in die Nebenrollen perfekt besetzt, ist dies mit Sicherheit kein Film, den man beim ersten oder zweiten Mal durschauen kann. Cronenberg lässt uns völlig auf uns alleine gestellt zurück, liefert keine Erklärung. Ich liebe es!

      Fazit:

      Der Film spaltet. Manche werden ihn lieben, andere hassen. Cronenberg liefert hier eine äusserst eigenwillige und außergewöhnliche Reflektion des Buches, wie auch des Autors ab. Schwer zugänglich, wie auch schwer verständlich, wird einem der zu Fleisch gewordene Horror-Trip serviert. Nicht jedermanns Geschmack und gerade deshalb vielleicht ganz großes Kino.

      9/10

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „riga“ ()

      Ahja, wer suchet der findet! :)

      Ich habe seinerzeit die erste Hälfte ebenfalls im TV gesehen, allerdings lief der Film so spät dass ich dabei eingeschlafen bin. Ich weiß allerdings noch, dass ich mit dem Stil nicht so recht warm werden wollte. Einerseits sehr interessant, andererseits so ein komischer 90er Look gepaart mit Gilliam-Optik. Aber das größte Problem dass ich hatte, war die in mir verwurzelte Vorstellung, Naked Lunch wäre wie Kafkas Die Verwandlung. Ich weiß natürlich dass es zwei unterschiedliche Geschichten und eigentlich kaum Anknüpfungspunkte vorhanden sind (von diesem riesigen "Insekt" abgesehen), aber aus irgendeinem Grund wollte ich die ganze Zeit Die Verwandlung sehen. Naja, der Film ist definitiv noch nicht von meinem Zettel runter, ich muss den irgendwann noch einmal komplett sehen. Bin doch zu neugierig um das so stehen zu lassen :)
      ANZEIGE
      Ich habe leichte, aber nicht wegzudiskutiernde Schwierigkeiten mit dieser bestimten Art von Drogenfilmen, da man hier, ähnlich wie dem auf der erzählerischen Ebene und dem Thematisch verwandten Fear and Loathing in Las Vegas auf eine konkrete Handlung im Sinne von einer den Zuschauer auf prosaischer Art und Weise unterhaltenden und nachzuvollziehenden Szenenabfolge verzichtet, was natürlich eine berechtigte Herangehensweise ist, wenn man das Thema Drogen und Drogenkonsum kongenial über eine untypische, ja fast schon verwirrend unzusammenhängende Erzählweise dem Zuschauer darbietet, auch natürlich um die Perspektive des Protagonisten mit der des Zuschauers zu verschmelzen und eben diese Verwirrung und Desorientierung zu verdeutlichen, was dem Regisseur durchaus gelungen ist, wobei er weniger auf grelle Mittel, im Sinne von farblicher Gestaltung, verzichtet und kontrapunktuell eine fast schon altmodische Inszenierung, sowohl in der Bildführung als auch bei der Inszenierung, benutzt, was die desillusionierte Verwirrung des Themas Drogenwahn noch verstärkt, bekommt dadurch aber unglücklicherweise den Nebeneffekt, dass der Zuschauer sowohl das Interesse am Fortgang der Geschichte, sowie die Absichten und Zielen der Figuren verliert, als auch den Film als ganze Erfahrung, auf der Unterhaltungsebene, sowie ein Interesse im Sinne einer subjektiven Kritik und auch letztlich des thematischen Subjekts verlieren kann.