Jurassic Park (3D) - Special

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      Jurassic Park (3D) - Special




      JURASSIC PARK IN 3D






      Kinostart: 5. September 2013


      im Verleih von
      UNIVERSAL PICTURES INTERNATIONAL GERMANY



      STAB

      Regie
      Steven Spielberg

      Produktion
      Kathleen Kennedy
      Gerald R. Molen

      Associate Producer
      Lata Ryan

      Basierend auf dem Roman von
      Michael Crichton

      Drehbuch
      Michael Crichton
      David Koepp

      Kamera
      Dean Cundey

      Produktionsdesign
      Rick Carter

      Schnitt
      Michael Kahn

      Musik
      John Williams

      Live-Action-Dinosaurier
      Stan Winston

      Full-Motion-Dinosaurier
      Dennis Muren

      Dinosaurier-Supervisor
      Phil Tippett

      Dinosaurier-Spezialeffekte
      Michael Lantieri

      Paläontologie-Beratung
      Jack Horner


      BESETZUNG

      Dr. Alan Grant Sam Neill
      Dr. Ellie Sattler Laura Dern
      Dr. Ian Malcolm Jeff Goldblum
      John Hammond Richard Attenborough
      Alexis “Lex” Ariana Richards
      Tim Joseph Mazzello
      Robert Muldoon Bob Peck
      Donald Gennaro Martin Ferrero
      Dr. Wu B.D. Wong
      Ray Arnold Samuel L. Jackson
      Dennis Nedry Wayne Knight





      SYNCHRONSPRECHER

      Rolle Schauspieler Deutsche Stimme

      Dr. Alan Grant Sam Neill Wolfgang Condrus
      Dr. Ellie Sattler Laura Dern Sabine Jaeger
      Dr. Ian Malcolm Jeff Goldblum Arne Elsholtz
      John Hammond Richard Attenborough Friedrich W. Bauschulte
      Alexis “Lex” Ariana Richards Andrea Imme
      Tim Joseph Mazzello Timm Neu
      Robert Muldoon Bob Peck Klaus-Dieter Klebsch
      Donald Gennaro Martin Ferrero Wilfried Herbst
      Dr. Wu B.D. Wong Torsten Sense
      Ray Arnold Samuel L. Jackson Ronald Nitschke
      Dennis Nedry Wayne Knight Michael Walke


      Buch und Dialogregie: Dr. Michael Nowka
      Lauflänge: 126 Minuten







      INHALT

      Der spleenige Milliardär John Hammond (Richard Attenborough) hat auf der Pazifikinsel Isla Nublar mit Hilfe modernster Gentechnologie längst ausgestorbene Tiere aus der Jura-Zeit zum Leben erweckt. Besichtigen kann man diese Sensationen in einem extra dafür angelegten Erlebnispark. Hammond lädt eine Gruppe von Wissenschaftlern - darunter der Paläontologe Dr. Alan Grant (Sam Neill), seine Freundin und Kollegin Dr. Ellie Sattler (Laura Dern) und der Chaostheoretiker Dr. Ian Malcolm (Jeff Goldblum) - zu einer ersten Testfahrt durch den „Zoo“ ein, damit die Experten sich von der Sicherheit der Parkanlage überzeugen können. Der Ausflug, bei dem auch Hammonds Enkelkinder Lex (Ariana Richards) und Tim (Joseph Mazzello) mit dabei sind, beginnt als faszinierendes, aber harmloses Abenteuer. Was sich allerdings schlagartig ändert, als einer von Hammonds Mitarbeitern - der frustrierte Computer-Programmierer Dennis Nedry (Wayne Knight) - seinen Plan in die Tat umsetzt: Er will Dinosaurier-Embryos stehlen und sie für 1,5 Millionen Dollar an eine Konkurrenzfirma verkaufen. Um an die einzigartige DNS zu kommen, schaltet Nedry für kurze Zeit das elektronische Sicherheitssystem aus.

      Eine Sabotage mit schrecklichen Konsequenzen. Plötzlich sitzen die Besucher – bei bereits einbrechender Dunkelheit - mitten im Park fest, denn ihre auf Schienen betriebenen Elektrofahrzeuge bewegen sich keinen Millimeter mehr. Die Schutzzäune stehen auch nicht mehr unter Volt-Spannung, und die gefährlichste Bestie der Jura-Zeit bricht aus ihrem Gehege aus: der Tyrannosaurus Rex! Und das ist noch nicht alles: Auch ein Rudel absolut tödlicher Velociraptoren macht plötzlich Jagd auf die hilflosen Menschen. Dazu fegt noch einer der schwersten Stürme seit Menschengedenken über die Insel. Der Rest ist… Filmgeschichte!




      PRESSENOTIZ


      20 Jahre nachdem Steven Spielberg mit seinem epochalen Meisterwerk „Jurassic Park“ das Fantasy-Kino mit noch nie gesehener Tricktechnik revolutioniert hat, kommt der Filmklassiker nun im 3D-Format auf die Leinwand. Durch diese sensationell aufbereitete Version können nicht nur jüngere Generationen von Kinobesuchern den mit drei Oscars ausgezeichneten Blockbuster völlig neu entdecken. Auch langjährige Fans werden ihren Lieblingsfilm mit anderen Augen sehen. Nach dem Erfolgsroman von Michael Crichton erzählt „Jurassic Park in 3D“ die Geschichte einer Gruppe von Wissenschaftlern in einem gigantischen Dinosaurier-Vergnügungspark, die bei ihren Exkursionen von einem wild gewordenen Tyrannosaurus Rex und anderen Killer-Echsen attackiert werden. Der phantastische Urzeit-Thriller sorgt immer wieder für Gänsehaut pur.

      Unter der meisterhaften Regie von Steven Spielberg (u.v.a. „Der weiße Hai“, „Schindlers Liste“ und die „Indiana Jones“-Filme) kämpfen noch einmal die Hollywoodstars Sam Neill („Das Piano“), Laura Dern („Wild at Heart“), Jeff Goldblum („Independence Day“), Samuel L. Jackson („Pulp Fiction“) und Altmeister Richard Attenborough („Der Flug des Phönix“) um ihr Leben.

      Der neue „Jurassic Park in 3D“ ist das Kinoerlebnis der Superlative.





      ÜBER DIE PRODUKTION DER 3D-Version


      Willkommen zurück im „Jurassic Park“!

      Anlässlich des bevorstehenden 20-jährigen Jubiläums eines der größten Erfolge von Universal Pictures beschloss das Studio, „Jurassic Park“ wieder weltweit in die Kinos zu bringen. So entstand die Idee, den beliebten Abenteuer-Film auf 3D zu konvertieren und in 4K zu restaurieren.

      Durch die technologischen Entwicklungen hat sich auch die Art und Weise verändert, in der Filmemacher ihre Geschichten erzählen können. In 3D können die Zuschauer nun den „Jurassic Park“ erleben, für diese Möglichkeit hat Steven Spielberg schon damals bereits unterbewusst gedreht. Dieses Design ermöglicht nicht nur für diejenigen, die schon 1993 der Originalfilm begeisterte, eine überraschende, nostalgische Reise in die Vergangenheit. Auch neue Zuschauer werden von den brillanten Kreationen von Stan Winston und Industrial Light & Magic fasziniert sein.

      Eine ganze Generation hat vor den Bildschirmen mit gefiebert, als Lex und Tim die hochintelligenten Velociraptoren austricksen, und gestaunt, als Dr. Sattler und Dr. Grant eine ganze Herde anmutiger Brachiosaurier aufspüren. Dennoch konnte niemand vollständig in die Landschaften und Klangwelten der üppig grünen und tödlich gefährlichen Isla Nublar eintauchen, die Michael Crichton und David Koepp erdachten. Bis jetzt.

      Absolut vorrangig war es, zu gewährleisten, dass „Jurassic Park“ ein Film für alle Altersgruppen bleibt. Und wenn es gut gemacht ist, füllt ein Film in 3D den gesamten Kinoraum aus. Die Zuschauer sollten auf dem Weg nach Hause nicht sagen, „Diese Szene hatte einen tollen 3D-Effekt“, sondern ein umfassendes Erlebnis mitnehmen, das alle Sinne anspricht: kraftvolle Bilder, beeindruckende Musik und Surround-Sound. Um sicherzustellen, dass die neue Version all diese Ansprüche erfüllt, standen die Filmemacher vor einer Frage: Wie fühlt es sich an, mitten in einem Orchester zu sitzen?

      Spielberg arbeitete mit Stereo D zusammen, dem Team, das auch die 3D-Version von „Titanic“ designte. Gemeinsam gingen sie jede Einstellung von „Jurassic Park“ durch, um zu analysieren, wie man das Material weiterentwickeln und in einer neuen Dimension alle Sinne der Zuschauer ansprechen kann. Wenn man aber die Pranken des T-Rex donnern hört und das Wasserglas erzittern sieht, oder darauf wartet, dass der Baby-Raptor aus dem Ei schlüpft und mit dem Explorer-Jeep über die Absperrung rast – dann wird man den „Jurassic Park“ jetzt zum ersten Mal wirklich betreten.

      Universal hofft, dass die Zuschauer genauso viel Freude an „Jurassic Park in 3D“ haben werden, wie es das über 700-köpfige Team genoss, diesen Abenteuer-Klassiker akkurat zu erneuern. Wir Filmliebhaber dürfen gespannt sein auf den Moment, in dem die epische Filmmusik von John Williams uns wieder an den Ort versetzt, an dem alles begann. Als Abenteurer und Paläontologen honoris causa erleben wir gemeinsam das Wunder der Dinosaurier, die erneut die Welt durchstreifen… und staunen über die Menschen, die diese Urzeitkreaturen begrüßen.





      Über die Konvertierung


      Als Steven Spielberg ursprünglich „Jurassic Park“ drehte, hatte er mit seiner Crew das Glück, am Set von einem beeindruckenden 3D-Hintergrund als Inspirationsquelle umgeben zu sein: Stan Winstons Dinosaurier-Kreationen. Zusammen mit den Bahn brechenden computergenerierten Animationen von Industrial Light & Magic (ILM) und den dramatischen menschlichen Momenten bot „Jurassic Park“ also erstklassiges Material für eine Konvertierung zu einem mitreißenden 3D-Kinoerlebnis.

      Sowohl die Action-geladenen Sequenzen – wie der großartige Kampf von T-Rex vs. Velociraptor – als auch die besinnliche Ruhe der Szene, in der Dr. Sandler und John Hammond beim Eis-Essen über die möglichen Folgen von Hammonds Vision philosophieren: Spielbergs Einstellungen im Originalfilm vermitteln bereits ein sehr mehrdimensionales Gefühl. Die ursprünglichen Entscheidungen des Regisseurs erwiesen sich als große Hilfe für Stereo D, als die Arbeit an der Umsetzung des Filmmaterials auf stereoskopische 3D-Bilder anlief.

      Um das epische Action-Abenteuer auszubauen, arbeiteten über 700 Fachleute daran, jedes noch so kleine Detail in jedem einzelnen Frame zu isolieren, diesen Einstellungen größere Tiefenwirkung zu verleihen und dann alles ins 3D-Format umzusetzen.

      Liebe Puristen, fürchtet euch nicht! Spielberg legte während der Konvertierung besonderes Augenmerk darauf, weder bedeutende Veränderungen der Szenen noch zusätzliche Sound-Effekte zuzulassen. Das Ziel war vielmehr nur eine laseranimierte Neukonfigurierung und Formatsvergrößerung.

      Wenn wir den T-Rex zum ersten Mal sehen, gibt es nun mehr Regen im Vordergrund; wenn der Jeep den Baum hinab rutscht, fliegen nun Glassplitter auf uns zu – dadurch soll unsere Aufmerksamkeit auf die Elemente gelenkt werden, die sich vor und hinter der Kamera befinden.

      Die Konvertierung von „Jurassic Park“ in das 3D-Format nahm neun Monate Arbeit in Anspruch. Wie also hat das Team das geschafft? Stereo D bekam das Material in Form von Original-2D-Printvorlagen und startete dann das eigene Pipeline-Management-System. Nach ausführlichen Analyse-Sitzungen nahm die hauseigene Abteilung für Rotoscoping and Depth (Rotoskopie und Tiefenschärfe) ihre Arbeit auf: Jede Einstellung des Films wurde auf die Einzelkomponenten heruntergebrochen und neu aufgebaut. Dazu setzte das Team eine von Stereo D entwickelte Software namens VDX ein. Danach wurden, wenn es für die Einstellung nötig war, 3D-Effekte für bestimmte Elemente eingesetzt, darunter z.B. Rauch, Funken, Regen oder andere Partikel.

      Last but not least gab dann das Stereo D-Team, das für die Farbbestimmung zuständig war, jeder Einstellung den letzten Schliff, indem die fehlenden Informationen in die Lücken eingefügt wurden, die sich durch die 3D-Einstellungen aufgetan hatten.

      Bei aktuellen Filmen wird die Konvertierung meist im Tandem mit der Produktion geleistet; dabei erhält Stereo D das Material stündlich oder täglich. Bei Archiv-Titeln wie „Jurassic Park“ richtet sich die Dauer der Konvertierung nach unterschiedlichen Faktoren, darunter z.B. der Erhaltungszustand der Original-Negative, die Länge des jeweiligen Spielfilms und die relativen Schwierigkeiten oder Detailfülle im Filmmaterial.

      Natürliche Elemente wie Regen oder Urwaldvegetation gehören zu den schwierigsten Elementen, die man bei einer 3D-Konvertierung bearbeiten muss. Daher erwies sich „Jurassic Park in 3D“ für die vielköpfige Expertenmannschaft als höchst interessante Herausforderung. Für diesen Film wurden tatsächlich mehr Regentropfen konvertiert, als bisher jemals in 3D erzeugt worden sind – alles, damit die Kinogänger sich fühlen, als steckten sie gemeinsam mit unseren Helden knietief mitten im Abenteuer.

      Die zusätzlichen Ebenen im Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund von „Jurassic Park in 3D“ geben einem z.B. das Gefühl, als säße man direkt neben Tim und Lex im Auto, wenn der T-Rex angreift. Die Konvertierung vergrößerte auch die Schuppen der Riesenechse dermaßen, dass man überzeugt ist, sie wirklich berühren zu können.

      Damit die Zuschauer noch tiefer in den „Jurassic Park“ eintauchen können, ist der Sound ebenso wichtig wie die visuellen Elemente. Das Stampfen des T-Rex, der auf die Zuschauer zurast, muss in 3D natürlich weitaus intensiver wirken als in 2D. Aus diesem Grund nutzte das Sound-Design-Team die feinste Technologie moderner Kinosäle, um dem Sound mehr Tiefe und Dynamik zu verleihen.

      So klingen nicht nur die traurigen Rufe der Brachiosaurier schöner als je zuvor, auch das Gebrüll des T-Rex ist furchterregender denn je. Für das Original-Brüllen des T-Rex modifizierte der Sound-Designer interessanterweise ursprünglich die Aufnahme der Laute eines Elefanten-Babys. Um die Zuschauer nun mitten ins Geschehen dieser 3D-Szene hineinzuversetzen, wurde der Sound noch näher ans Kinopublikum herangeführt.

      Gehen wir nun auf Zeitreise – zurück in die Zeit, in der alles begann.





      ÜBER DIE PRODUKTION (Stand: 7. Mai 1993)


      „Das ist keine Science-Fiction; irgendwann ist das echte Wissenschaft.“
      Steven Spielberg


      „Man beschließt, die Natur zu kontrollieren, und von dem Moment an steckt man in großen Schwierigkeiten - denn man kann die Natur nicht kontrollieren. Man kann ein Boot bauen, aber keinen Ozean.
      Man kann ein Flugzeug bauen, aber keine Luft.
      Unsere Kräfte sind viel beschränkter, als es uns unsere Träume vorgaukeln.“
      Michael Crichton


      Stellen Sie sich vor, einer der ersten Besucher des „Jurassic Park“ zu sein – eine Mischung aus wissenschaftlicher Errungenschaft und visueller Imagination. Man betritt den Park, wie es ein Kind tun würde: ganz unvoreingenommen und bereit, sich auf alles einzulassen. Das Abenteuer beginnt.

      Die Tore des Freizeitparks öffnen sich und man ist mit all seinen Sinnen völlig überwältigt von der Welt, die einen dort umgibt: die Geräusche, die Gerüche, sogar die Textur des Erdbodens ist auf eigenartige Weise völlig anders. Irgendwo in der Ferne hört man, wie sich große Tiere bewegen – der Boden bebt, wenn sie vorbeiziehen. Man ist ein Fremder in einer völlig fremden Welt.

      Man blickt in den Nachthimmel, zu Sternen hinauf, deren Licht entstanden ist, lange bevor die Menschen überhaupt existierten. Sterne, deren Geburt in einer Ära stattfand, als eine ganz andere Spezies den Planeten bevölkerte: flinke, mächtige Tiere, die über 160 Millionen Jahre hinweg die Erde beherrschten. Genau wie jene Sterne hat diese Urzeit des Juras nur wenige Spuren hinterlassen: Fossilien, Abdrücke, Relikte von Blutzellen, verewigt in Bernstein. Eine Zeitkapsel, die über Jahrtausende hinweg verschlossen geblieben war.

      Doch jetzt wurde diese Zeitkapsel geöffnet – und der Mensch und die Dinosaurier, die zwei Herrscher der Erde, werden zum ersten Mal aufeinandertreffen.

      Alle erdenklichen wissenschaftlichen Ressourcen wurden genutzt, um den „Jurassic Park“ zu verwirklichen: Ein Kindheitstraum wird wahr. Ein wunderbarer Ort erwacht zum Leben. Es soll der ultimative Freizeitpark sein. Aber jemand hat vergessen, das auch den Dinosauriern zu sagen.

      Wenn man die Dinosaurier in ihrer natürlichen Umgebung sieht, erkennt man gleich, dass sie keine Monster sind, sondern Tiere – weitaus agilere, weitaus intelligentere und weitaus gefährlichere Tiere, als man erwartet hätte. Man kann nun zwar Dinosaurier züchten – aber nichts kann einen auf die Dinge vorbereiten, die geschehen, sobald der Dino aus dem Ei geschlüpft ist.

      „Jurassic Park“ ist der Ort, an dem die Wissenschaft endet und das Unvorhersehbare beginnt.

      Regie bei diesem einmaligen, visuellen Abenteuer führt Steven Spielberg. Der Film basiert auf dem Bestseller von Michael Crichton. Die Hauptrollen spielen Sam Neill als Dr. Grant, ein weltberühmter Paläontologe, der den spektakulären Freizeitpark inspizieren soll; Laura Dern als seine Kollegin Dr. Ellie Sattler; Jeff Goldblum als brillanter, aber exzentrischer Mathematiker, dessen Chaos-Theorie die Risiken des Projekts analysieren soll und Sir Richard Attenborough als John Hammond, der ehrgeizige Schöpfer des Parks. Ariana Richards (Lex) und Joseph Mazzello (Tim) sind Hammonds Enkelkinder. In weiteren Rollen spielen Bob Peck, Martin Ferrero, B.D. Wong, Samuel L. Jackson und Wayne Knight.

      Kathleen Kennedy und Gerald R. Molen zeichnen für diese Produktion von Amblin Entertainment für Universal Pictures verantwortlich. Lata Ryan ist Associate Producer. Michael Crichton und David Koepp schrieben das Drehbuch. Im Kreativ-Team arbeiten Kameramann Dean Cundey, Produktionsdesigner Rick Carter und Michael Kahn besorgte den Schnitt.

      Zusätzlich zur Riege begabter Schauspieler sind in „Jurassic Park“ auch Darsteller eines ganz anderen Kalibers zu bewundern. Über 18 Monate vor Beginn der Dreharbeiten hatte ein preisgekröntes Design-Team bereits an den Entwürfen und der Entstehung der Live-Action-Dinosaurier gearbeitet, die in diesem einzigartigen Freizeitpark zu sehen sein sollten. Vom riesigen Tyrannosaurus Rex bis hin zum hochgefährlichen Velociraptor: „Jurassic Park“ bietet atemberaubenden Realismus und technische Innovationen, die noch nie zuvor in einem Spielfilm zu sehen waren.

      Zu diesem hochtalentierten Design-Team gehören Stan Winston (Live-Action-Dinosaurier), Dennis Muren von Industrial Light & Magic (Full-Motion-Dinosaurier), Phil Tippett (Dinosaurier-Supervisor), Michael Lantieri (Dinosaurier-Spezialeffekte) und Spezialeffekte von Industrial Light & Magic.





      ÜBER DIE PRODUKTION


      Im Mai 1990 bekam Universal die Druckfahnen zum demnächst erscheinenden neuen Buch des Bestseller-Autors Michael Crichton: „Jurassic Park“. Innerhalb von wenigen Stunden verhandelte das Studio intensiv über den Ankauf des Buchs, im Auftrag von Steven Spielberg.

      „Das war eines dieser Projekte, die ganz eindeutig einen Spielberg-Film sind“, sagt Produzentin Kathleen Kennedy, die seit 14 Jahren mit dem Regisseur zusammenarbeitet. „Wenn man sich Stevens Oeuvre anschaut, interessiert er sich sehr oft für das Thema der außergewöhnlichen Dinge, die ganz gewöhnlichen Menschen passieren.“

      „An diesem Projekt finde ich besonders interessant, dass es sowohl um Wissenschaft als auch um Abenteuer und Spannung geht“, sagt Spielberg. „Der „Jurassic Park“ ist eine Mischung aus Zoo und Freizeitpark. Es geht um die Idee, dass die Menschen es geschafft haben, Dinosaurier wieder zum Leben zu erwecken – und darum, was geschieht, wenn Menschen und Dinosaurier nun aufeinandertreffen.“

      Autor Michael Crichton, der zwei Jahre lang an dem Buch arbeitete, wurde Zeuge von etlichen sich überschlagenden Angeboten und Verhandlungen von vier großen Studios, die um die Rechte konkurrierten. Crichton freute sich über Spielbergs Interesse daran, die Filmregie zu übernehmen. Innerhalb von weniger als einer Woche kündigte das Universal Studio an, dass bei „Jurassic Park“ der Filmemacher Regie führen würde, der bereits in Filmen wie „Unheimliche Begegnungen der dritten Art“ und „E.T. – Der Außerirdische“ höchst erfolgreich Kunst und Wissenschaft vereint hatte.

      Crichtons herausragende Laufbahn mit Studienabschluss in Medizin an der Harvard Medical School, als Drehbuchautor und Filmregisseur brachte erfolgreiche Techno-Thriller wie z.B. „Andromeda“ und „Endstation“ hervor. Die Geschichte über einen Themen-Park mit durch Gentechnik erzeugten Dinosauriern entstand aus seiner Besorgnis angesichts der zunehmenden „Wissenschaftshörigkeit“: „Ich glaube, dass die Wissenschaft ein wunderbar mächtiges, aber auch eindeutig beschränktes Werkzeug ist“, meint Crichton.

      Der schwerreiche Schöpfer des Parks, Milliardär John Hammond, wird von Crichton als „eine Art düsterer Walt Disney“ beschrieben; die Story handelt von der wachsenden Kontroverse um die Nutzung der Biogenetik nur aus Profitgier.

      „Die Story dreht sich um eine große moralische Frage“, sagt Spielberg. „DNS zu klonen ist wohl machbar, aber ist es auch akzeptabel? Ist es richtig, das zu tun, oder hatten die Dinosaurier eben ihre Chance schon vor Millionen von Jahren?“

      Spielberg selbst bekennt sich dazu, seit Kindertagen ein großer Dinosaurier-Fan zu sein, und erinnert sich: „Die ersten schwierigen Worte, die ich gelernt habe, waren die Namen der verschiedenen Dinosaurier-Arten. Als mein Sohn Max gerade zwei Jahre alt war, konnte er nicht nur das Tier identifizieren, sondern auch schon ‚Iguanodon‘ aussprechen.“

      „Kinder interessieren sich wohl besonders dafür, dass diese Tiere so geheimnisvoll sind. Es gibt ein Zitat eines Psychologen aus Harvard, den man fragte, weshalb Kinder Dinosaurier so lieben. Er sagte: ‚Das ist ganz einfach. Sie sind groß, sie sind wild und sie sind tot.‘“

      „Aber jetzt sind sie zurück“, kichert Spielberg. Sowohl Crichton als auch Spielberg sehen Paläontologie als Detektiv-Arbeit an, als ein Dasein voller Folgerungen à la Sherlock Holmes.

      „Als ich zum ersten Mal eine Dinosaurier-Fundstätte sah, wirkte sie wie der Schauplatz eines Verbrechens“, erinnert sich Spielberg. „Mit all den Absperrungen, den Leuten bei der Arbeit, als wären sie Gerichtsmediziner, die nach Fingerabdrücken suchen. Ich würde gerne einen Sommer in Montana mit der Suche nach Fossilien verbringen.“

      Im Sommer 1990 begannen Kennedy und Spielberg mit der Rekrutierung des Dream-Teams, das die kreativen Fundamente zu „Jurassic Park“ legen sollte. Erster Mann an Bord war Produktionsdesigner Rick Carter („Zurück in die Zukunft Teil II“ und „Teil III“). Seine erste Zusammenarbeit mit Amblin war das Design zu 42 Folgen von der TV-Serie „Amazing Stories“.

      Während Michael Crichton mit der Drehbuch-Adaption des komplexen Romans begann, nahm Carter mit einer Gruppe von Illustratoren und Storyboard-Artists die Arbeit auf, um Crichtons Worte in die Bildersprache des Kinos zu übertragen. Carters Ziel dabei war, eine überzeugende Mischung aus Wissenschaft, Fantasy und Realität zu erzeugen, die er mit „Unheimliche Begegnungen der prähistorischen Art“ vergleicht.

      Eine der Herausforderungen des Films lag darin, die 15 Dinosaurier-Arten aus Crichtons Roman auf praktischere sechs Arten zu reduzieren. Dann mussten Recherchen unternommen werden, um festzustellen, wie sich diese Dinosaurier im Film bewegen würden. Associate Producer Lata Ryan schloss sich den Filmemachern im September 1990 an, um ein hochkarätiges Spezialeffekte-Team zusammenzustellen, das die Riesenechsen zum Leben erwecken sollte. In den folgenden Monaten wurde Ryan zum Choreographen, dessen einzigartige Aufgabe darin bestand, für eine reibungslose Kommunikation und den Informationsfluss zwischen den vier unterschiedlichen Effekte-Abteilungen zu sorgen.

      Historisch gesehen wurde die Action von großen Kreaturen am besten mit der altmodischen Stop-Motion-Technik erreicht, doch Spielberg hatte die Hoffnung, die Effekte weiter auszubauen und neue technologische Höhen zu erklimmen, die noch nie zuvor betreten worden waren. Nach intensiven Gesprächen mit sämtlichen Spezialeffekten-Anbietern der Branche wählten die Filmemacher ein Team von Fachleuten aus, die sich buchstäblich an eine Herausforderung wagen sollten, die kein Mensch zuvor jemals gemeistert hatte.

      Kennedy erinnert sich: „Ein Traum wurde war, als Stan Winston, Phil Tippett, Dennis Muren und Michael Lantieri für diesen Film an Bord kamen.“

      Das Stan Winston Studio wurde damit beauftragt, die Live-Action-Dinosaurier zu kreieren: Tiere in Lebensgröße, die schnell und beweglich sein sollten. Winston bewerkstelligte schon wahre Wunder im Bereich Make-Up und Kreatur-Effekte und ist ein gefeierter Fachmann, darunter für so herausragende Filme wie „Terminator“, „Aliens“ und „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“. Das Projekt „Jurassic Park“ brach er auf drei Phasen herunter: Recherche, Design und Konstruktion.

      Um dramatische Charaktere zu erschaffen, die sowohl spektakulär als auch majestätisch sind, verbrachten Winston und sein Team ein ganzes Jahr allein mit der Recherche. Sie konsultierten Paläontologen, besuchten Museen und analysierten hunderte von Texten; Winstons Künstler bereiteten detaillierte Entwürfe und Modelle vor, die später zu Skulpturen im Maßstab 1:5 aufgebaut und schließlich zu so riesenhaften Kreaturen wie dem sechs Meter hohe Tyrannosaurus Rex wurden.

      Um den Dimensionen und Anforderungen des Projekts gerecht werden zu können, organisierte Winston Teams, in denen sowohl Künstler als auch Ingenieure vertreten waren. Um sich eine Vorstellung von den vielschichtigen Aufgaben machen zu können, die jedes Team zu meistern hatte, betrachten wir einfach das „Team Rex“, das aus zwölf Technikern bestand, die in vielen verschiedenen Funktionen tätig wurden. Der sechs Meter hohe T-Rex bestand aus einem Fiberglass-Skelett und 3.000 Pfund Knetmasse, überzogen mit einer widerstandsfähigen, jedoch feinen Latex-Haut, die von Künstlern in etlichen Farbschattierungen bemalt wurde, um den Körper der Riesenechse lebendig wirken zu lassen. Diesen T-Rex montierte man dann auf einen „Dino-Simulator“, ein kreativer Mechanismus mit Elementen aus der Hydraulik-Technologie. Die Basis bildete ein Flug-Simulator mit sechs Achsen, wie er beim Militär eingesetzt wird. Auf dieser voll beweglichen Basis konnten sowohl die Plattform als auch der T-Rex selbst über Computersteuerung in Betrieb genommen werden.

      In der Zwischenzeit war eine weitere Version des T-Rex im Maßstab 1:5 gebaut worden, um die identischen Bewegungsabläufe per Hand von vier Puppenspielern erzeugen zu können. Nachdem der kleine T-Rex (mit Kosenamen Waldo) sämtliche Bewegungen und Action-Abläufe für eine spezifische Szene geprobt hatte, wurden diese per Computer aufgezeichnet und programmiert, sodass der große T-Rex genau die gleichen Bewegungen absolvieren konnte. Während die Waldo-Puppenspieler den Kopf, Rumpf, Schwanz und die Arme des Tieres bewegten, waren zusätzlich stets weitere Puppenspieler in der Szene verborgen, um die Augen, den Mund, den Kiefer und die Klauen des T-Rex zu bewegen.

      Für „Jurassic Park“ waren in den Stan Winston Studios über 60 Künstler, Ingenieure und Puppenspieler beschäftigt; dort entstanden die lebensgroßen und beweglichen Versionen des sechs Meter hohen T-Rex, ein drei Meter großer Velociraptor, der langhalsige Brachiosaurus, ein kranker Triceratops, ein Gallimumus, der ungewöhnliche Dilophosaurus (bekannt als „der Spucker“) und ein aus dem Ei schlüpfender Baby-Raptor.

      Nachdem Stan Winston die Herausforderung der „lebendigen“ Dinosaurier gemeistert hatte, wandte Spielberg sein Augenmerk auf die Notwendigkeit der Miniatur-Photographie für die Weitwinkelaufnahmen oder Totalen. Spielberg besprach seine Vorstellungen mit Phil Tippett, dem oscarpreisgekrönten Animationsspezialisten und Effekte-Zauberer, der während der Arbeit am Film das Go-Motion-System (eine hochkarätige Verfeinerung des Stop-Motion-Verfahrens) entwickelte. Tippett war früher bei ILM, arbeitet nun von Berkeley in Kalifornien aus und begann seine Karriere Anfang der 80er Jahre mit dem Film „Der Drachentöter“. Schon bald war das Team zusammengestellt, das für die über 50 Go-Motion-Shots verantwortlich zeichnen sollte.

      Zusätzlich zur Choreographie der Bewegungen der Dinosaurier im Film wurde Tippett auch die Aufgabe übertragen, eine Reihe von „Animatics“ zu erschaffen um den Filmemachern zu helfen, die hochkomplexen Szenen mit dem T-Rex und den Velociraptoren vorzubereiten und zu proben.

      Schon zu Beginn der Produktionsarbeit beriet sich Spielberg mit Industrial Light and Magic, für die Erzeugung von Spezialeffekten von George Lucas gegründet, mit dem Spielberg bereits an vielen Filmen zusammengearbeitet hatte. Effects Supervisor Dennis Muren von ILM, sechsmaliger Oscar-Preisträger, konnte es kaum erwarten mit der Arbeit an „Jurassic Park“ loszulegen. Da Steven jedoch hoffte, lebensgroße Dinosaurier und Go-Motion einzusetzen, war die Rolle von ILM an diesem Projekt zunächst unklar. Doch ein Jahr später, als Spielberg in seiner Funktion als Regisseur von „Hook“ eng mit ILM zusammenarbeitete, kam man erneut ins Gespräch. Als führendes Unternehmen im Bereich Computergraphik für Film hatte ILM gerade bahnbrechende Technologien für computergenerierte Bilderzeugung und erstaunliche Morphing-Software für „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ entwickelt. Mitarbeiter der Computergraphik-Abteilung von ILM experimentierten im Stillen mit einer Idee für „Jurassic Park“: Sie fügten die Knochen und das Skelett in ein Computerprogramm ein und erschufen davon ausgehend einen „Lauf-Zyklus“ für den T-Rex.

      Amblin Entertainment war vom Ergebnis beeindruckt und gab ILM bald darauf grünes Licht für die Arbeit an etlichen weiteren Einstellungen, darunter eine Stampede und mehrere Weitwinkel-Szenen, die eine ganze Dinosaurier-Herde inmitten der Landschaft zeigen. Als Muren wieder bei Amblin vorsprach, beeindruckte er die Filmemacher mit einer computergenerierten Sequenz, in der der T-Rex bei Tageslicht durch das Bild läuft. Wie es schien, sollte durch die computergenerierte Bilderzeugung die Ära der Go-Motion nun bald Vergangenheit sein.

      Obwohl Tippetts Auftrag letztendlich in die Hände von ILM überging, blieb Phil ein wichtiges Mitglied des „Übergangs-Teams“ und organisierte Trainings-Einheiten mit den Graphikdesignern von ILM, um ihnen so viel wie möglich über die Bewegungsabläufe der Figuren zu vermitteln.

      Michael Lantieri, Leiter der vierten Spezialeffekte-Abteilung, arbeitete schon seit langem mit Amblin Entertainment zusammen; zu seinen Werken zählen z.B. Robert Zemeckis‘ „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“, „Zurück in die Zukunft Teil II“ und „Teil III“ sowie Spielbergs „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ und „Hook“. Sein Team sollte für unzählige technische Herausforderungen zuständig sein, darunter die Errichtung von Kränen und großdimensionierten Hydraulik-Systemen, mit denen die riesigen Dinosaurier bewegt werden konnten. Lantieris Abteilung zeichnete außerdem für verschiedene kreative Kamera-Aufbauten verantwortlich, die maßgeschneidert dazu ausgerichtet waren, sich im Einklang mit Stan Winstons Kreationen fließend zu bewegen.

      Im Laufe der zwei Jahre dauernden Vorproduktion zu „Jurassic Park“ hatten Spielberg, Kennedy oder Produzent Jerry Molen keine einzige ruhige Minute, denn parallel dazu arbeiteten sie an „Hook“, dem phantasievollen Abenteuer-Drama basierend auf der Geschichte von Peter Pan.

      Gleichzeitig schritt die Arbeit am Drehbuch voran, ausgehend von Michael Crichtons erster Fassung. Später kam David Koepp mit an Bord, der junge Drehbuchautor, der als Co-Autor für die schwarze Komödie „Der Tod steht ihr gut“ verantwortlich zeichnete.

      Die Kulissen wurde an zwei der größten Sound-Stages von Universal in Hollywood errichtet und sollten sich später auf drei weitere Stages auf diesem Gelände sowie auf ein weiteres riesiges Stage in den Warner Bros. Studios ausdehnen.

      Die Besetzung stand in relativ kurzer Zeit fest, allen voran Sir Richard Attenborough, dessen gefeiertes Werk als Regisseur ihn seit 1979 von der Schauspielerei ferngehalten hatte.

      „Meiner Meinung nach ist Steven ein Genie“, sagt Attenborough, der gerade die Dreharbeiten zu „Chaplin“ abgeschlossen hatte. „Er hatte mich schon früher oft gefragt, ob ich nicht mit ihm zusammenarbeiten wollte. Nachdem ich das Buch gelesen hatte, dachte ich: Wenn irgendjemand auf dieser Welt daraus einen Film machen kann, dann ist das Steven Spielberg.“

      Sam Neill spielt die Hauptrolle als Dr. Alan Grant, der renommierte Paläontologe, dem es gegen den Strich geht, mit zwei aufsässigen Kindern durch den „Jurassic Park“ zu touren. Laura Dern spielt Dr. Ellie Sattler, eine Paläobotanikerin, die sowohl eine Kollegin, aber auch privat an Dr. Grant interessiert ist. Jeff Goldblum, von Kopf bis Fuß in schwarz gekleidet, ist Ian Malcolm, der exzentrische Mathematiker, der den Untergang des Parks voraussagt.

      Die Dreharbeiten zu „Jurassic Park“ begannen am 24. August 1992 auf der Insel Kauai; bis dahin waren exakt zwei Jahre und ein Monat vergangen, seit die Vorproduktion die Arbeit aufgenommen hatte. Inmitten der üppig grünenden Vegetation der Gegend von Lihue lag der ideale Schauplatz für die Außenaufnahmen, doch nach dreiwöchigen Dreharbeiten unter der sengenden tropischen Sonne überschattete ein ganz reales Drama die Produktion.

      Der Hurrikan „Iniki“ näherte sich Kauai in hohem Tempo; die Filmemacher wurden vom Hotel aufgefordert, ihre Koffer zu packen und die Badewannen mit Wasser zu füllen, falls Strom und Wasserversorgung demnächst ausfallen sollten. Dann sollten alle noch Sachen für einen Tag zusammenpacken und sich im Ballsaal des Hotels einfinden.

      Gegen 9.00 Uhr am Vormittag raste der Sturm direkt auf die Insel zu. Kathy Kennedy erinnert sich: „Wir begannen, sämtlichen Proviant im Ballsaal zusammenzutragen, und die Kamera-Crew verstaute ihr Equipment in den Trucks. Aber wenn man schon mit irgendwem Schiffbruch erleiden muss, dann bitte mit einem Filmteam. Wir hatten Generatoren für Licht, außerdem jede Menge Essen und Trinken. Wir waren Selbstversorger, denn wir mussten ja an ganz verschiedenen Orten drehen.“

      Man campierte in Reihen auf dem Boden des Ballsaals; gegen 16.00 Uhr gewann der Wind noch an Stärke und blies mit Geschwindigkeiten von fast 200 Stundenkilometern. Die Produzentin erinnert sich: „Es klang wie ein Güterzug, der am Gebäude vorbeidonnert.“

      Als auf der einen Seite des Ballsaal allmählich Wasser einzudringen begann, sammelten sich alle auf der anderen Seite des Raums. Doch gegen 19.30 Uhr traten Kennedy und Stunt-Koordinator Gary Hymes schließlich hinaus in die völlige Stille: „So etwas Irreales hatte ich noch nie gesehen“, berichtet Kennedy. „Morgens standen wir noch auf einer schönen Allee voller Bäume neben einem Golfplatz, jetzt lag wirklich jeder einzelne Baum wie niedergemäht auf dem Boden.“

      Obwohl die Filmemacher noch einen Drehtag geplant hatten, waren tatsächlich alle Drehorte vom Iniki betroffen. Auf der Insel gab es weder Strom noch Telefonverbindungen; deshalb joggte Kennedy am nächsten Morgen die vier Kilometer zum Flughafen, um die Optionen auszukundschaften.

      „Die Zerstörung am Flughafen war unglaublich“, berichtet sie. „Sämtliche Fensterscheiben am Terminal waren herausgeblasen und die Gebäude voller Palmen, Äste, Sand und Wasser. Alle Hubschrauber waren umgekippt.“

      Dank ihres unermüdlichen Engagements beim Flughafen- und Militärpersonal in Lihue bekam Kennedy einen Platz in einer Maschine der Heilsarmee, flog so nach Honolulu und begann, über ein öffentliches Münztelefon alles Weitere zu organisieren. Innerhalb von 24 Stunden hatte sie nicht nur für die sichere Heimkehr aller Mitarbeiter gesorgt, sondern auch fast zehn Tonnen Hilfsgüter beschafft, die aus Honolulu und Los Angeles nach Kauai transportiert wurden.

      Nach ihrer Rückkehr nach Los Angeles nahmen die Filmemacher die Produktion in den Universal Studios wieder auf. Das Stage 24 war zur Großküche des Besucherzentrums im „Jurassic Park“ geworden – und wurde von zwei Velociraptoren heimgesucht. Während Winstons Team jedes bewegliche Teil der lebensgroßen Raptoren steuerten, duckten sich die jungen Schauspieler Ariana Richards und Joseph Mazzello in die Ecken: zwei Kinder, die in ihrem schrecklichsten Albtraum gefangen sind.

      Anschließend zog die Produktion weiter in den Red Rock Canyon State Park, am westlichen Rand der Mojave-Wüste. Der Drehort wurde ausgewählt, weil er einer Dinosaurier-Fundstätte im US-Bundesstaat Montana ähnelt. In Red Rock standen Laura Dern und Sam Neill vor der Kamera; beide wurde beraten von Jack Horner, einem der renommiertesten Paläontologen der USA. Horner ist Professor an der University of Montana und Kurator der Paläontologischen Abteilung im Museum of the Rockies in Bozeman. Für „Jurassic Park“ fungierte er als Berater.

      Nach der Rückkehr widmeten sich die Filmemacher an Stage 27 einer komplizierten Sequenz, nachdem der mächtige T-Rex mit Leichtigkeit einen Ford Explorer-Jeep in das Geäst eines Riesenbaums befördert hat. Das Fahrzeug wurde von Michael Lantieris Team an Stahlseilen aufgehängt und rutscht langsam von Ast zu Ast, bis es mit ohrenbetäubendem Knall auf den Boden kracht. Danach wurde der tropische Dschungel von Stage 27 für drei weitere Szenen genutzt: Beim frühmorgendlichen Besuch des Brachiosaurus, dem Überraschungsangriff auf Robert Muldoon (Bob Peck) und Dennis Nedrys (Wayne Knight) Begegnung mit einem „Spucker“.

      Stage 28 beherbergte das Herz von „Jurassic Park“: den Computer-Kontrollraum und die Dinosaurier-Brutstation. Unter der Leitung von Computer-Effekts-Designer Michael Backes wurde der Kontrollraum als Hauptquartier ausgestattet mit Top-Technologie im Wert von fast einer Million US-Dollar, alles Leihgaben von führenden Technologieunternehmen wie Silicon Graphics, SuperMac, Apple und Thinking Machines.

      Wenn die Sabotage von Nedry im Kontrollraum Chaos auslöst, verfolgen die Zuschauer über die Computer-Bildschirme sämtliche Probleme, denen sich die Park-Besucher auf ihrer Tour stellen müssen.

      Das denkwürdigste Set von „Jurassic Park“ war aufgrund seiner schieren Größe wohl das Besucherzentrum, errichtet an Stage 12, dicht gefolgt vom T-Rex-Gehege, das sich in einem der größten Sound Stages auf dem Gelände der Warner Bros. Studios befand. Lantieri und sein Team errichteten die Aufbauten, durch die sich der über eine Tonne schwere Koloss bewegen ließ; gemeinsam mit seinen menschlichen Schauspielkollegen musste der Dinosaurier lange, harte Stunden bei Wind und Wetter im Schlamm agieren.

      Das atemberaubende Finale wurde an Stage 12 gedreht, in der großen Rotonde von „Jurassic Park“, die sich laut Drehbuch noch im Bau befindet. Als John Hammond seine Besucher in die Empfangshalle führt, sehen sie als erstes zwei gigantische Dinosaurier-Skelette, die mitten in der Rotonde ausgestellt sind.

      Diese Ausstellungsstücke in Museumsqualität wurden von der in Toronto ansässigen Firma Research Casting International hergestellt und sind lebensgroße Nachbildungen eines fast zwölf Meter langen T-Rex und eines über vierzehn Meter langen Alamosaurus.
      Als Schauspieler und Stab ihre Champagnergläser erhoben, um auf den Abschluss der Dreharbeiten anzustoßen, gab der erschöpfte, aber begeisterte Spielberg bekannt, das ambitionierte Projekt „Jurassic Park“, für das über zwei Jahre Planung und vier Monate Dreharbeiten nötig waren, sei im Rahmen des vorgesehenen Budgets geblieben und zwölf Tage früher als geplant abgedreht worden.





      ÜBER DIE BESETZUNG


      SAM NEILL (Dr. Alan Grant)

      Sam Neill spielt Dr. Alan Grant, den renommierten Paläontologen, der nur widerwillig einem Besuch des „Jurassic Park“ zustimmt und dann entdeckt, dass mehrere Arten echter Dinosaurier dort leben.

      Neills Karriere begann in Neuseeland; seither hat er sich in der internationalen Filmindustrie etabliert. Viel Anerkennung bekam er durch höchst unterschiedliche Rollen, darunter als Harry Beecham in „Meine brillante Karriere“ an der Seite von Judy Davis, als Sidney Reilly, „der größte Spion, der jemals gelebt hat“, in der TV-Serie „Reilly, Ace of Spies“ – für die er eine Nominierung in der Kategorie Best Actor in British Television und zum Golden Globe erhielt – sowie als Michael Chamberlain in „Ein Schrei in der Dunkelheit“ an der Seite von Meryl Streep. Für diese Rolle wurde er mit dem Preis des Australian Film Institute in der Kategorie Bester Schauspieler ausgezeichnet.

      Außerdem war Neill in Jane Campions Film „Das Piano“ an der Seite von Holly Hunter und Harvey Keitel zu sehen. Zu seinen weiteren Filmen gehören „Szenen einer Familie“ mit Anjelica Huston, basierend auf dem Roman-Bestseller von Susan Miller, die Autorin von „The Good Mother“, „Todesstille “, „Jagd auf einen Unsichtbaren“, Wim Wenders „Bis ans Ende der Welt“ und „Jagd auf Roter Oktober“.

      1991 wurde ihm der Order of the British Empire (OBE) zuteil in Anerkennung seiner „Dienste für die Schauspielerei“; diese Auszeichnung würdigt herausragende Leistungen auf dem Feld der darstellenden Künste.

      Außerdem war er noch in Filmen zu sehen wie „Gesellschaft für Mrs. Di Marco“ für den er in der Kategorie Bester Schauspieler zum Preis des Australian Film Institute nominiert war -, „The Good Wife“ sowie sein Debütfilm „Schlafende Hunde“, das Regiedebüt von Roger Donaldson.

      Mit Judy Davis stand er auch in der Hallmark Hall of Fame-Präsentation von „Allein gegen den Wind“ vor der Kamera und war für einen Golden Globe nominiert. Zu seinen weiteren TV-Filmen zählen z.B. „The Sinking of the Rainbow Warrior“, „Hostage“, „Fever“, „Amerika“ und „Kane & Abel“.

      Sam Neill wurde in Nordirland geboren und ist in Neuseeland aufgewachsen. Nach seinem Studienabschluss an der University of Canterbury verbrachte er zwei Jahre bei der Amamus Theatre Group und ging dann zur New Zealand Film Unit, wo er Schauspiel- und Regiearbeit kombinierte.


      LAURA DERN (Dr. Ellie Sattler)

      Laura Dern spielt Dr. Ellie Sattler, eine Paläobotanikerin, die an der ersten Tour durch den „Jurassic Park“ teilnimmt.

      1992 war sie für ihre Titelrolle in „Die Lust der schönen Rose“ zum Oscar und Golden Globe nominiert. Bei diesem Film stand sie neben Robert Duvall und ihrer Mutter, Diane Ladd, vor der Kamera.

      Für ihre Rolle in dem TV-Film „Afterburn“ wurde sie mit einem Golden Globe und einer Emmy-Nominierung ausgezeichnet. Ihre Filmkarriere begann bereits mit sieben Jahren, als sie ihre Mutter am Set von „Alice lebt nicht mehr hier“ besuchte. Regisseur Martin Scorsese sah das Mädchen und engagierte sie als Komparsin. Mit elf Jahren gab sie ihr Schauspieldebüt in „Jeanies Clique“ an der Seite von Jodie Foster.

      Für „Bedrohliches Geflüster“ und „Die Maske“ wurde sie von der Los Angeles Film Critics Association mit dem New Generation Award ausgezeichnet. In zwei Filmen von David Lynch spielte sie jeweils die weibliche Hauptrolle, nämlich in „Blue Velvet“ und „Wild at Heart“. Für „Wilde at Heart“ bekam sie 1990 bei den Filmfestspielen in Cannes die Goldene Palme. Zu ihren weiteren Filmen gehören auch „Die Schattenmacher“, „Schwarzer Sommer“ und „Die Aufsässigen“.

      Laura Dern studierte am Lee Strasberg Theatre & Film Institute sowie an der Royal Academy of Dramatic Art in London.


      JEFF GOLDBLUM (Dr. Ian Malcolm)

      Jeff Goldblum spielt den Mathematiker Dr. Ian Malcolm, der seine Chaos-Theorie einsetzt, um die desaströsen Folgen von „Jurassic Park“ vorherzusagen.

      Zu Goldblums Spielfilmen gehören z.B. „Nashville“, „Die Körperfresser kommen“, „Herzchirurg Dr. Vrian“, „Der Stoff, aus dem die Helden sind“, „Der große Frust“, „Buckaroo Banzai – Die 8. Dimension“, „Kopfüber in die Nacht“, „Silverado“, „Die Fliege“, „Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte“, „Das lange Elend“, „Wettlauf zum Ruhm“, „Der teuflische Mr. Frost“, „Getrennte Wege“ und „Jenseits der weißen Lilien“.


      RICHARD ATTENBOROUGH (John Hammond)

      Richard Attenborough spielt den Milliardär John Hammond, der sein Vermögen dazu eingesetzt hat, den herausragendsten Freizeitpark der Welt zu erschaffen.

      Der preisgekrönte Produzent und Regisseur begann seine Karriere als Schauspieler und war in über 50 Spielfilmen zu sehen; in „Jurassic Park“ steht er seit 1979 mit „Der menschliche Faktor“ nun zum ersten Mal wieder vor der Kamera.

      Attenborough kam 1923 in Cambridge zur Welt und verließ seinen Heimatort in Leicester mit siebzehn Jahren, um an der Royal Academy of Dramatic Art in London zu studieren; schon nach einem Jahr hatte er die renommierte Bancroft Silver Medal erworben. Bald wurde er für seine erste Theaterrolle im West End für eine Inszenierung von Clifford Odets „Awake and Sing!“ engagiert. Große Berühmtheit erlangte er dann mit dem Stück „Brighton Rock“.

      1942 gab er sein Spielfilmdebüt als feiger Seemann in Noel Cowards „In Which We Serve“; kurz darauf wurde er jedoch zum Militärdienst bei der Royal Air Force Film Production Unit einberufen. Nach seiner Rückkehr nach London spielte er Hauptrollen in etlichen Filmen, bevor er sich aufs Produzieren verlegte.

      1959 schloss er sich mit dem Schauspieler und Geschäftspartner Bryan Forbes in der Produktionsfirma Beaver Films zusammen. Zu ihren gemeinsamen Projekten gehören „Zorniges Schweigen“, „All Night Long“, „Whistle Down the Wind“ und „An einem trübsinnigen Nachmittag“, bei dem Forbes Regie führte und für den Attenborough mit dem BAFTA in der Kategorie Bester Schauspieler ausgezeichnet wurde. Ein weiterer BAFTA in dieser Kategorie wurde ihm dann 1964 für seine Rolle in „Schüsse in Batasi“ zuteil.

      Darauf folgten etliche Rollen in großen Spielfilmen wie „Der Flug des Phoenix“, „Kanonenboot am Yangtse-Kiang“, „Doctor Dolittle“, „Gesprengte Ketten“, „Traue keinem Hausfreund“, Unternehmen Rosebud“, „Die Schachspieler“ u.v.a.

      Sein Regiedebüt gab Attenborough 1969 mit „Oh! What a Lovely War“; darauf folgten „Der junge Löwe“, „Die Brücke von Arnheim“ und „Magic – Eine unheimliche Liebesgeschichte“.

      1982 verwirklichte er einen langgehegten Traum, indem er als Produzent und Regisseur das Epos „Gandhi“ verfilmte, das mit fünf BAFTA und acht Oscars ausgezeichnet wurde, darunter auch in den Kategorien Bester Film und Beste Regie. Seither realisierte er z.B. „A Chorus Line“, „Schrei nach Freiheit“ und „Chaplin“.

      Attenborough wurde mit dem OBE ausgezeichnet und 1976 zum Ritter geschlagen. Als weitere Ehrungen wurde ihm der Martin Luther King, Jr. Nonviolence Peace Prize sowie 1983 in Indien der Padma Bhushan zuteil. In England nennt man ihn auch den „Chairman of London“, da er bekanntlich in 30 oder mehr Organisationen gleichzeitig als Präsident oder Vorsitzender fungiert, darunter die Royal Academy of Dramatic Art, das British Film Institute und der TV-Sender Channel 4.


      ARIANA RICHARDS (Alexis „Lex“)

      Ariana Richards spielt die zwölfjährige Lex, die ihren Großvater im „Jurassic Park“ besucht.

      1991 wurde sie für ihre Rolle in „Switched at Birth“, der Sendung mit den besten Einschaltquoten der Saison, mit dem Youth in Film Award in der Kategorie Best Young Actress Starring in a TV-Movie ausgezeichnet. Den gleichen Preis erhielt sie auch 1992 für ihre Rolle im CBS-Film „Locked Up: A Mother’s Rage“.

      Richards stand bereits mit 7 Jahren für ihren ersten Werbespot vor der Kamera und hat seither in etlichen TV- und Kinofilmen mitgewirkt. Zu ihren Spielfilmen gehören „Ghettobusters“ „Tremors – Im Land der Raketenwürmer“, „Martians – Ein Außerirdischer kommt selten allein“, „Jessica und das Rentier“, der HBO-Film „Into the Homeland“ und „I’m Gonna Git You Sucka“.

      Bestens bekannt ist sie aus ihrer TV-Rolle im Emmy-preisgekrönten Film „The Incident“, in dem sie Susan Blakelys Tochter und Walter Matthaus Enkelin spielte. Auch in der Fortsetzung „Against Her Will: An Incident in Baltimore“ nahm sie diese Rolle wieder auf und wird sie ebenfalls im dritten Teil (der fünfteiligen Reihe) wieder spielen.

      An der Seite von Richard Chamberlain spielte sie eine Hauptrolle in der TV-Serie „Island Son“, außerdem hatte sie Gastrollen in TV-Serien wie „Empty Nest“, „My Sister Sam“ und „The Golden Girls“.


      JOSEPH MAZZELLO (Tim)

      Joseph Mazzello ist neun Jahre alt und spielt einen jungen Dinosaurier-Fan, der sich für den Besuch beim Großvater im „Jurassic Park“ begeistert.

      Mazzello spielte bereits in Filmen wie „Flug ins Abenteuer“, „Aus Mangel an Beweisen“ und „Jersey Girls“.

      Er stammt aus Rhinebeck im US-Bundesstaat New York und ist in Hyde Park aufgewachsen. Seine erste Hauptrolle ergatterte er bereits mit fünf Jahren in „Unspeakable Acts“, einem TV-Film über ein misshandeltes Kind. An der Seite von Joanna Kerns stand er auch im TV-Film „Desperate Choices: To Save My Child“ vor der Kamera.


      BOB PECK (Robert Muldoon)

      Der britische Schauspieler Bob Peck verkörpert den ernsthaften Wildhüter des „Jurassic Park“. Als langjähriges Mitglied der Royal Shakespeare Company spielte er Hauptrollen in Stücken wie „Othello“, „Macbeth“, „King Lear“, „The Tempest“, „Nicholas Nickleby“, „Richard III“ u.v.a.

      Auch in der Inszenierung von „The Road to Mecca“ unter der Regie von Athol Fugard am National Theatre und in „A Chorus of Disapproval“ unter der Regie von Alan Ayckbourn stand er auf der Bühne.

      Als bekannter TV-Darsteller spielte Peck in etlichen BBC-Produktionen mit, darunter „An Ungentlemanly Act“, „Natural Lies“, „Children Crossing“, „After Pilkington“ und „Edge of Darkness“, für den er 1985 mit dem BAFTA in der Kategorie Bester Schauspieler ausgezeichnet wurde.

      Zu seinen Kinofilmen zählen u.a. „On the Black Hill“, „The Kitchen Toto“, „Slipstream“ und „Ladder of Swords“.


      MARTIN FERRERO (Donald Gennaro)

      Martin Ferrero spielt den skeptischen Anwalt Donald Gennaro, der die Investoren des „Jurassic Park“ vertritt. Bestens bekannt ist er sicherlich für seine Dauerrolle in der beliebten TV-Serie „Miami Vice“.

      Außerdem spielte er auch in Kinofilmen mit wie „Oscar – Vom Regen in die Traufe“, „Stop! Oder meine Mami schießt!“, „Ein Ticket für Zwei“ und „High Spirits“.

      Ferrero stammt aus San Jose in Kalifornien, machte seinen Bachelor-Abschluss in Sozialwissenschaften an der San Jose State und wollte eigentlich Lehrer werden. Doch schon am zweiten Tag seines Aufbaustudiums verließ er die Hochschule und schloss sich dem Ensemble des California Actors Theatre in Los Gatos an. Dort spielte er u.a. in Stücken wie „Steambath“, „Play it Again, Sam“ und „A Midsummer Night’s Dream“ mit.

      1979 zog er nach Los Angeles und bekam schon bald seine erste TV-Rolle als Kellner in der beliebten Sitcom „Soap“. Darauf folgten etlichen Rollen in unterschiedlichen Serien, darunter „The White Shadow“, „Mork & Mindy“, „M*A*S*H“, „Hill Street Blues“, „Cheers“, „Moonlighting“, „L.A. Law“ und „Newhart“.

      Auf der Bühne stand er außerdem in Inszenierungen von „Accidental Death of an Anarchist“ am Mark Taper Forum sowie in „Bullshot Crummond“.


      B.D. WONG (Dr. Wu)

      B.D. Wong spielt in „Jurassic Park“ einen Bio-Genetiker, der die Prozedur zum Klonen von Dinosaurier-DNA entdeckt.

      Bestens bekannt ist er für seine mit dem Tony preisgekrönte Performance am Broadway 1988 in „M. Butterfly“ an der Seite von John Lithgow, die ihm außerdem den Drama Desk Award, den Outer Critics Circle Award, den Theatre World Award und den Clarence Derwent Award der Actor’s Equity Association einbrachte. Zu seinen weiteren Bühnenauftritten gehören „See Below Middle Sea“, „The Tempest“, „Bondage“, „Herringbone“, „Peter Pan“ und „Face Value“.

      Zu seinen Kinofilmen gehören das Remake von „Der Vater der Braut“, „Mystery Date - Eine geheimnisvolle Verabredung“, „Freshman“, „Family Business“ und „Karate Kid Part II – Entschidung in Okinawa“.

      Wong spielte im TV-Pilotfilm „Baltimore“ und hatte Gastauftritte in etlichen Episoden der Serie. Außerdem war er in TV-Filmen wie „Good Night, Sweet Wife“, „A Murder in Boston“, „Crash Course“, „Shannon’s Deal“ und „And the Band Played On“ zu sehen.


      SAMUEL L. JACKSON (Ray Arnold)

      Samuel L. Jackson spielt den technischen Leiter des Computer-Kontrollraums in „Jurassic Park“.

      Unvergesslich ist er durch seine Rolle als Crack-Süchtiger Gator in Spike Lees „Jungle Fever“. Für diese packende Darstellung wurde ihm der erste Preis in der Kategorie Beste Nebenrolle zuteil, der von der Jury auf den Filmfestspielen in Cannes verliehen wurde.

      Seine Karriere umfasst vielseitige Rollen in Film, Fernsehen und am Theater. Seinen Studienabschluss machte er am Morehouse College in Atlanta im Fach Darstellende Künste; er stand in Stücken wie „Home“, „A Soldier’s Play“, „Sally/Prince“ und „The District Line“ auf der Bühne. Er erschuf am Yale-Rep die Charaktere in zwei Theaterstücken von August Wilson: Boy Willie in „The Piano Lesson“ und Wolf in „Two Trains Running“. In einem weiteren Stück aus der Feder von Wilson, „Fences“, spielte er den Lyon am Seattle Repertory Theatre. Auf dem New York Shakespeare Festival spielte er in „Mutter Courage und ihre Kinder“, „Spell #7“ und „The Mighty Gents“. Zu seinen weiteren Bühnenauftritten gehören „Ohio Tip-Off“ und „Native Speech“ am Centerstage in Baltimore.

      Während seiner Studienzeit am Morehouse College gab er sein Spielfilmdebüt in „Together for Days“ mit Clifton Davos und Lois Chiles. Zu seinen weiteren Filmen zählen auch „Ragtime“, „Sea of Love – Melodie des Todes“, „Der Prinz aus Zamunda“, „Do The Right Thing“, „School Daze“, „Mo‘ Better Blues“, „Goodfellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia“, „Strictly Business“, „White Sands Der große Deal“, „Die Stunde der Patrioten“, “Amos & Andrew – Zwei fast perfekte Chaoten“ und „Juice – City War“.

      Zu seinen TV-Filmen gehören z.B. das ABC-Movie-of-the-Week „Dead and Alive“ mit Tony Danza sowie etliche Gastauftritte in diversen Serien. Außerdem ist er zu sehen in Filmen wie „True Romance“ mit Christian Slater und Dennis Hopper und dem HBO-Film „Against the Wall“ mit Kyle MacLachlan unter der Regie von John Frankenheimer.


      WAYNE KNIGHT (Dennis Nedry)

      Wayne Knight spielt das Computer-Genie Dennis Nedry, dessen Ehrgeiz und Gier zum Chaos in „Jurassic Park“ führt.

      Der beliebte Schauspieler ist bekannt aus Film und Fernsehen, u.a. aus der Sketch-Comedy-Serie „The Edge“ und als Newman in der Kult-TV-Serie „Seinfeld“. Zu seinen Spielfilmen gehören auch „Basic Instinct“, „JFK – Tatort Dallas“, „Schatten der Vergangenheit“, „Geboren am 4. Juli“, „V.I. Warshawski – Detektiv in Seidenstrümpfen“, „Dirty Dancing“, „Ishtar“ und „The Wanderers – Terror in der Bronx“.

      Er studierte bei Aleksander Bardini vom Polnischen Staatstheater sowie bei Anne Gullestad vom Norwegischen Theater in Bergen und machte seinen Abschluss in Theaterwissenschaften an der University of Georgia. Bei Sandy Holt von der The Ace Trucking Company verfeinerte er in New York sein Handwerk im Bereich Improvisations-Comedy. Dazu gehörten auch Auftritte mit Holts Comedy-Truppe sowie ein Ausflug in die politische Satire, der in einem Broadway-Auftritt in Larry Gelbart beliebtem „Mastergate“ gipfelte.

      Auf der Bühne stand er in über 1.000 Auftritten in Albert Innauratos langjährig erfolgreichem Broadway-Hit „Gemini“, außerdem in „Measure for Measure“ am Lincoln Center und in „One of the Guys“ am Public Theater.

      Zu seinen weiteren Rollen zählen zwei Episoden der TV-Serie „Assaulted Nuts“ (für den britischen Sender Channel 4 und Cinemax) sowie TV-Filme wie „Double Edge“ und „T-Bone und Weasel“.





      ÜBER DIE FILMEMACHER


      STEVEN SPIELBERG (Regie)

      Steven Spielberg ist einer der weltweit angesehensten und erfolgreichsten Filmemacher aller Zeiten. In Anerkennung seiner herausragenden Leistungen als Filmemacher wurde ihm 1987 währende der Oscar-Verleihung der renommierte Irving G. Thalberg Memorial Award verliehen.

      1986 wurde er für seine Regiearbeit an „Die Farbe Lila“ mit dem begehrten Preis der Directors Guild of America (DGA) ausgezeichnet; der Film bekam zudem elf Oscar-Nominierungen. Von der DGA war Spielberg außerdem für folgende Filme nominiert: „Das Reich der Sonne“, „Der weiße Hai“, „Unheimliche Begegnungen der dritten Art“, „Jäger des verlorenen Schatzes“ und „E.T. – Der Außerirdische“. Für die drei letztgenannten erhielt er auch Nominierungen von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences.

      Sein Spielfilm-Regiedebüt gab er mit „Sugarland Express“; darauf folgten „Der weiße Hai“ und „Unheimliche Begegnungen der dritten Art“, die phänomenale Kinoerfolge waren.

      Nach „1941 – Wo bitte geht’s nach Hollywood“, seiner Komödie über den Zweiten Weltkrieg, schloss er sich mit seinem Freund George Lucas zusammen, um „Jäger des verlorenen Schatzes“ zu verwirklichen; Spielberg führte Regie, Lucas war ausführender Produzent. 1982 war er Co-Autor und Co-Produzent von „Poltergeist“, während er gleichzeitig bei „E.T. – Der Außerirdische“ Regie führte.

      Nach der Regie einer Episode des Kinofilms „Unheimliche Schattenlichter“ arbeitete er erneut mit George Lucas an „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ zusammen, fünf Jahre später dann an „Indiana Jones und der Letzte Kreuzzug“. Zu seinen weiteren Regiearbeiten gehören auch „Always – Der Feuerengel von Montana“, „Hook“ und „Schindlers Liste“ mit Liam Neeson und Ben Kingsley in den Hauptrollen.

      1984 gründete er seine Produktionsfirma Amblin Entertainment; bei über einem Dutzend Filmen fungierte er seither als ausführender Produzent, darunter für „Gremlins“, „Die Goonies“, „Zurück in die Zukunft“ Teile I bis III, „Feivel, der Mauswanderer“, „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“ und „In einem Land vor unserer Zeit“.

      Amblin Television, eine Tochtergesellschaft von Amblin Entertainment, engagiert sich in den TV-Sparten Network und Syndicated Series sowie bei TV-Specials.


      KATHLEEN KENNEDY (Produktion)

      Kathleen Kennedy gehört in die Riege der erfolgreichsten Produzenten der zeitgenössischen Filmindustrie.

      Als Gründungsmitglied von Amblin Entertainment mit Steven Spielberg und Frank Marshall arbeitete sie als Präsidentin des Unternehmens und leitete unter diesem Banner die breitgefächerte Palette von Produktionen des Unternehmens. Dieses Jahr etablierte sie mit Marshall eine eigene Produktionsfirma, die bei Paramount Pictures ansässig ist. Bei ihrem ersten Projekt „Überleben!“ führte Marshall Regie und Kennedy übernahm die Produktion. Dennoch führt sie auch ihre Zusammenarbeit mit Amblin fort, produziert „Jurassic Park“ und ist ausführende Produzentin von „Schindlers Liste“ sowie „Familie Feuerstein“.

      Als Produzentin zeichnete sie für Spielfilme wie „E.T. – Der Außerirdische“, „Die Farbe Lila“, „Das Reich der Sonne“, „Always – Der Feuerengel von Montana“, „Hook“ und „Arachnophobia“.

      Als ausführende Produzentin verwirklichte sie u.a. große Kinoerfolge wie „Zurück in die Zukunft“ sowie die beiden Fortsetzungen dazu, „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“, „Gremlins“, „Gremlins 2 – Die Rückkehr der kleinen Monster“, „Feivel, der Mauswanderer“, „In einem Land vor unserer Zeit“, „Die Spur des Windes“, „Dad“, „Joe gegen den Vulkan“ und „Kap der Angst“.

      Zusätzlich zur Filmproduktion engagiert sie sich auch bei Amblins TV-Projekten, darunter die NBC-TV-Serie „Amazing Stories“.

      Kathleen Kennedy ist in Weaverville und Redding in Kalifornien aufgewachsen, machte ihren Universitätsabschluss an der San Diego State und arbeitete bei einem lokalen Fernsehsender, wo sie erste Erfahrungen im Bereich Kamera, Videoschnitt, Aufnahmeleitung und Talk-Show-Produktion sammelte. Ihre erste Zusammenarbeit mit Spielberg war als Produktions-Assistentin in „1941 – Wo bitte geht’s nach Hollywood“; sie wurde schon bald befördert und schließlich als Co-Produzentin engagiert.


      GERALD R. MOLEN (Produktion)

      Gerald R. Molen produziert derzeit gemeinsam mit Branko Lustig „Schindlers Liste“ in Polen; das wird seine vierte Zusammenarbeit mit Steven Spielberg. Zuvor arbeitete er als Co-Producer an „Hook“ sowie als Produktionsmanager bei „Die Farbe Lila“, das erste Projekt mit seinen künftigen Amblin-Kollegen.

      Zu seinen vorherigen Filmen gehören die Co-Produktion von „Rain Man“ und die ausführende Produktion von „Tage des Donners“. Weitere seiner Filme sind auch „Die grellen Lichter der Großstadt“, „Das Wunder der 8. Straße“, „Sergeant Waters – Eine Soldatengeschichte“, „Tootsie“, „Wenn der Postmann zweimal klingelt“ und „Eine ganz normale Familie“.


      LATA RYAN (Associate Producer)

      Lata Ryan arbeitete mit Spielberg zum ersten Mal bei „1941 – Wo bitte geht’s nach Hollywood“ als Produktions-Koordinatorin zusammen und hat sich seither als geschätztes Mitglied des Amblin-Teams etabliert. Nach dreijähriger Tätigkeit bei Lucasfilm in Nordkalifornien, wo sie an Projekten wie „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ arbeitete, kehrte Ryan nach Los Angeles zurück. Als Produktions-Koordinatorin arbeitete sie mit Produzent Molen an „Die Farbe Lila“ und „Rain Man“. In gleicher Funktion betätigte sie sich auch an „Zurück in die Zukunft“ Teile II und III, dann arbeitete sie als Produktions-Supervisor in „Criss Cross – Überleben in Key West“ mit Goldie Hawn.

      Bei „Jurassic Park“ war er ausschlaggebend für Schlüsselelemente der Vorproduktion, darunter die Zusammenstellung des Design-Teams, verantwortlich.


      MICHAEL CRICHTON (Romanvorlage, Drehbuch)

      Nach seinem Studienabschluss in Medizin an der Harvard Medical School widmete sich Michael Crichton einer Laufbahn in der Filmbranche. Er wird „Vater des Techno-Thrillers“ genannt und schrieb Romane wie „Andromeda“, „Der große Eisenbahnraub“, „Congo“, „Jurassic Park“ und „Nippon Connection“, außerdem fünf Sachbücher: „Five Patients“, „Jasper Johns“, „Electronic Life: How to Think About Computers“ und „Travels“.

      Seine Romane sind in 20 Sprachen übersetzt worden, sieben Romane sind zu Filmen adaptiert, darunter „Jurassic Park“ und der neue „Die Wiege der Sonne“.

      Crichton führte bei sechs Filmen Regie, darunter „Westworld“, „Coma“ und „Der große Eisenbahnraub“. Er interessierte sich schon immer für Computer, leitete zwischenzeitlich eine Software-Firma namens FilmTrack und entwickelte das Computerspiel „Amazon“. Sein Film „Westworld“ war der erste Spielfilm, im dem digitalisierte Bilder verwendet wurden – eine große Leistung im Jahr 1973. „Jurassic Park“ wurde von Voyager 1992 auch als elektronisches Buch veröffentlicht. Crichton hat außerdem noch den Roman „Enthüllung“ geschrieben.

      Mit dem Filmstart von „Jurassic Park“ landet Crichton wieder auf den Bestsellerlisten. In den ersten drei Monaten des Jahres 1993 wurden zusätzlich 2,9 Millionen Taschenbuchexemplare verkauft.


      DAVID KOEPP (Drehbuch)

      David Koepp lernte Steven Spielberg über Robert Zemeckis kennen, der bei „Der Tod steht ihr gut“ aus der Feder von Koepp und Martin Donovan Regie geführt hatte. Die Hauptrollen in dieser schwarzen Komödie spielten Goldie Hawn, Meryl Streep und Bruce Willis. 1987 war Koepp gemeinsam mit Donovan auch Co-Autor und Co-Produzent von „Apartment Zero“, der auf den Filmfestivals in Seattle und Cognac/ Frankreich mit Preisen ausgezeichnet wurde.

      Zusätzlich zu seinen Projekten mit Donovan verfasste Koepp auch „Todfreunde - Bad Influence“ sowie „Carlito’s Way“ mit Al Pacino unter der Regie von Brian De Palma für Universal.


      DEAN CUNDEY (Kamera)

      Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit in „Hook“ steht Dean Cundey auch bei „Jurassic Park“ für Steven Spielberg hinter der Kamera. Cundeys erstes Projekt für Amblin war „Zurück in die Zukunft“ unter der Regie von Robert Zemeckis, mit dem er bereits an „Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten“ zusammengearbeitet hatte. Cundey drehte die „Zurück in die Zukunft“-Trilogie und mit Zemeckis außerdem „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“, für den Cundey eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Beste Kamera erhielt. Vor kurzem drehte das Team auch „Der Tod steht ihr gut“.

      Zu seinen weiteren Filmprojekten zählen z.B. „Rock’n’Roll High School“, “Roller Boogie”, „Halloween“ (I, II und III), „The Fog - Nebel des Grauens“, „Die Klapperschlange“, „Das Ding aus einer anderen Welt“, „Psycho II“, „Big Trouble in Little China“, „Project X“, „Zwei mal Zwei“, „Road House“ und „Familie Flintstone“.


      RICK CARTER (Produktionsdesign)

      Bereits im Juni 1990 nahm Rick Carter die Arbeit zu „Jurassic Park“ auf, um den hohen Ansprüchen des Produktionsdesigns gerecht zu werden.

      Vor seiner Arbeit für Amblin Entertainment als Produktionsdesigner von „Zurück in die Zukunft“ Teile II und III zeichnete er bereits für 42 herausragende Folgen von „Amazing Stories“ verantwortlich, bei denen eine hochkarätige Riege von Filmemachern Regie führte, darunter Steven Spielberg, Martin Scorsese und Peter Hyams.

      Carter ist in Los Angeles geboren und aufgewachsen, studierte Ende der 60er Jahre in Berkeley, arbeitete in New York City und ging zwei Jahre lang auf Weltreise, bevor er sich in Los Angeles niederließ, wo er im Art Department von „Dieses Land ist mein Land“ tätig wurde. Er war Assistant Art Director bei „Das China Syndrome“ und „Buckaroo Banzai – Die 8. Dimension“.

      Zu seinen weiteren Filmen als Produktionsdesigner gehören auch „Das Bankentrio“ und Robert Zemeckis‘ „Der Tod steht ihr gut“.


      MICHAEL KAHN (Schnitt)

      Für seine Arbeit an „Die Jäger des verlorenen Schatzes“ wurde Michael Kahn mit einem Oscar ausgezeichnet, Nominierungen erhielt er auch für „Unheimliche Begegnungen der dritten Art“, „Das Reich der Sonne“ und „Eine verhängnisvolle Affäre“, für den er außerdem einen BAFTA in der Kategorie Bester Schnitt bekam.

      Zu seinen weiteren Filmen, bei denen Spielberg als Produzent oder Regisseur fungierte, gehören außerdem „Indiana Jones und der Tempel des Todes“, „1941 – Wo bitte geht’s nach Hollywood“, „Poltergeist“, „Die Goonies“, „Die Farbe Lila“, „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“, „Always – Der Feuerengel von Montana“, „Arachnophobia“ und „Hook“.

      Zu seinen weiteren Spielfilmen zählen auch „Ein Mann, den sie Pferd nannten“, „Der Liebe verfallen“, „Die Augen der Laura Mars“, „Table for Five“ und „Eisfieber“.


      JOHN WILLIAMS (Musik)

      Im Laufe der letzten drei Jahrzehnte ist der Name John Williams praktisch zu einem Synonym für Filmmusik geworden.

      Seine Filmkarriere begann 1961 mit der Filmmusik zu „Geheime Wege“. Anfang der 70er Jahre erschuf er die packenden und spannenden Scores zu beliebten Katastrophen-Filmen wie „Die Höllenfahrt der Poseidon“, „Erdbeben“ und „Flammendes Inferno“.

      Als Meister aller Genres und emotionalen Nuancen komponierte Williams einige der bekanntesten Themen der Filmgeschichte, darunter für „Der weiße Hai“ und „Star Wars“ – die ihm jeweils einen Oscar in der Kategorie Best Original Score einbrachten -, „Unheimliche Begegnungen der dritten Art“, „Dracula“, „Superman“, „E.T. – Der Außerirdische“, die „Indiana Jones“-Trilogie, „Menschen am Fluss“ und „Geboren am 4. Juli“. Vor „Jurassic Park“ komponierte Williams die Filmmusik zu den beliebten „Hook“ und „In einem fernen Land“. Er ist auch Dirigent der Boston Pops Orchestra.


      STAN WINSTON (Live-Action-Dinosaurier)

      Stan Winston zeichnete schon für die beeindruckenden Alterungs-Effekte in „The Autobiography of Miss Jane Pittman“ (1974) verantwortlich, doch mit „Terminator“ und den revolutionären Spezialeffekten darin etablierte er neun Jahre später das Stan Winston Studio endgültig.

      Winston stammt aus Arlington im US-Bundesstaat Virginia, studierte an der University of Virginia und zog nach Hollywood, wo er in der Make-Up-Abteilung der Walt Disney Productions arbeitete. Sein erster TV-Film „Gargoyles“ brachte ihm auch gleich seinen ersten Primetime Emmy Award ein. Ein Jahr später wurde er engagiert, um die Schauspielerin Cicely Tyson für „The Autobiography of Miss Jane Pittman“ auf 110 Jahre altern zu lassen – und gewann dafür seinen zweiten Emmy.

      Zwischen 1973 und 1979 bekam er fünf Emmy-Nominierungen und ging dann zum Film; er designte das gesamte Spezial-Make-Up für die Vogelscheuche, den Löwen und den Tinman in „The Wiz“.

      1981 wurde er von Produzent Michael Phillips engagiert, um das Roboter-Make-Up in einer Liebesgeschichte mit dem Titel „Heartbeeps“ zu gestalten. Das Ergebnis war Winstons erste Oscar-Nominierung in der Kategorie Herausragende Make-Up-Effekte. Gemeinsam mit Regisseur James Cameron erschuf er 1983 „Terminator“ mit Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle. Winston entwarf nicht nur den futuristischen Terminator und ein Endoskelett in Lebensgröße, sondern fungierte auch als Second Unit-Regisseur.

      Danach arbeitete Winston mit Cameron und Produzentin Gale Ann Hurd an „Aliens“ als Leiter der großen Spezialeffekte-Abteilung. Dafür erhielt er seine zweite Oscar-Nominierung und wurde von der Academy als innovativer Schöpfer von Spezial-Effekten im Make-Up anerkannt.

      1987 erhielt er seine dritte Oscar-Nominierung für die innovativen Alien-Anzüge in „Predator“. Im Jahr darauf gab er sein Regiedebüt im Psycho-Drama „Pumpkinhead“; unter seiner Leitung kreierte das Studio die Effekte für die Kreaturen. 1990 begann seine Zusammenarbeit mit Regisseur Tim Burton, der Winston für die Spezialeffekte und das Make-Up von Johnny Depp in „Edward mit den Scherenhänden“ engagierte.

      „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ ist einer der größten Effekt-Filme aller Zeiten und war Winstons folgender Auftrag. In Zusammenarbeit mit seinem talentierten Team produzierte er hunderte von animatronischen Effekten und entwarf Make-Up-Prothesen, die ganz neue Maßstäbe setzten im Bereich Design und Technologie für Spezialeffekte. Das Team wurde dafür mit einem Oscar in der Kategorie Beste Visuelle Effekte und Make-Up ausgezeichnet.


      DENNIS MUREN (Full-Motion-Dinosaurier)

      Dennis Muran von Industrial Light & Magic ist unter seinen Kollegen eine echte Legende und wird von vielen der besten Kameramänner und Regisseure der Branche wie ein Idol bewundert. Er ist mit sieben Oscars ausgezeichnet worden, und zwar für seine visuellen Effekte in „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“, „Abyss – Abgrund des Todes“, „Die Reise ins Ich“, „Indiana Jones und der Tempel des Todes“, den „Star Wars“-Filmen „Das Imperium schlägt zurück“ und „Die Rückkehr der Jedi Ritter“, sowie „E.T. – Der Außerirdische“.

      Bereits mit sechs Jahren erwachte sein Interesse an visuellen Effekten; seine ersten Filme drehte er schon mit zehn Jahren auf einer Keystone 8-mm-Kamera. Wenige Jahre später hatte er bereits eine bessere Kamera und begann mit Experimenten in Stop-Motion und Rear-Screen-Projection.

      Während seines ersten Studienjahres am Pasadena City College begann er ein Sci-Fi-Abenteuer mit dem Titel „Equinox“ zu drehen. Er investierte seine ganze Zeit und Energie sowie sein gesamtes Geld in die Verwirklichung dieses 16-mm-Epos, das von einem kleinen Verleih erworben wurde, zusätzlich 40 Minuten bekam, auf 35 mm vergrößert und in die Kinos gebracht wurde. Seine Gesamtinvestition von 8.000 US-Dollar bekam er zurück.

      1977 ging er zur neu gegründeten Firma ILM, da der Spezialeffekte-Fachmann John Dykstra überzeugt war, dass seine Erfahrung im Stop-Motion-Bereich bei „Star Wars“ von Nutzen sein würde.

      Nach „Star Wars“ arbeitete er für Douglas Trumbull an „Unheimliche Begegnungen der dritten Art“, kehrte danach aber zu ILM zurück, als die Arbeit zu „Das Imperium schlägt zurück“ begann.

      Seither ist er eine Schlüsselfigur bei ILM und entwickelt neue Techniken und Equipment für Filme wie „Der Drachentöter“, „Willow“, „Ghostbusters II“ sowie die sieben Spielfilme, für die er jeweils mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.


      PHIL TIPPETT (Dinosaurier-Supervisor)

      Als Phil Tippett sieben Jahre alt war, nahmen ihn seine Eltern mit ins Kino, um „Sindbad der Seefahrer“ zu sehen. Etwas nostalgisch erkennt er an, dass dieser Film sein Leben verändert hat.

      Seine innovative Arbeit, die dem Stop-Motion-Verfahren zu ganz neuen Höhenflügen verhalf, brachte ihm mit „Der Drachentöter“ (1981) große Anerkennung als eine der besten, wenn nicht gar die beste Arbeit im Bereich Stop-Motion-Animation ein.

      Schon mit 13 betätigte er sich als Filmemacher; vier Jahre später zeichnete er schon für die Animation von Werbespots verantwortlich, unterbrach diese Arbeit jedoch, um an der Universität Irvine seinen Bachelor in Kunstwissenschaften zu erwerben.

      Im Laufe der folgenden paar Jahre knüpfte er Beziehungen zu Kollegen wie Jon Berg und Dennis Muren; sie alle sollten zu bedeutenden Figuren im Fach Spezialeffekte werden. Tatsächlich war es Muren, der Tippett dem Produktionsteam von „Star Wars“ empfahl, wo er das Miniatur-Schachspiel animieren sollte.

      Tippett arbeitete an „Das Imperium schlägt zurück“, dann an „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“, der ihm einen Oscar einbrachte. 1983 arbeitete er an seinem ersten Independent-Film, „Prehistoric Beast“, ein 10-Minüter, der vollständig in seiner eigenen Garage gedreht wurde und zwei Jahre Produktionszeit brauchte. „Prehistoric Beast“ lässt das Leben in der Kreidezeit vor rund 65 bis 75 Millionen Jahren wieder auferstehen.

      Seit der Gründung seines eigenen Studios in Berkeley, Kalifornien, hat Tippet 20 Minuten Stop-Motion-Animation für den CBS-Dokumentarfilm „Dinosaur!“ erschaffen, der 1986 mit einem Primetime Emmy in der Kategorie Beste Spezialeffekte ausgezeichnet wurde. Seine Zusammenarbeit mit Lucasfilm wird fortgesetzt und er lieferte Sequenzen für „Ewoks – Die Karawane der Tapferen “, „Howard – Ein tierischer Held “, „Auf der Suche nach dem goldenen Kind“ und „Willow“. Zu seinen weiteren Filmen gehören „Robocop I - III“ und „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“.

      Bei „Jurassic Park“ war Tippett ausschlaggebend zur Entwicklung der jeweiligen Dinosaurier-Bewegungen: Wie bewegten sich die einzelnen Körperteile? Wie schnell? Wie koordiniert? Wie würde die beste Interpretation der physischen Ausdrucksweise und Körpersprache der jeweiligen Arten aussehen?


      MICHAEL LANTIERI (Dinosaurier-Spezialeffekte)

      Das Team von Michael Lantieri bildet eine Einheit mit vielen Facetten, die hunderte Live-Action-Aufgaben zu meistern hatte, darunter die Konstruktion der komplexen Dinosaurier-Aufbauten bis hin zum maßgeschneiderten Ford Explorer Jeep in „Jurassic Park“. Die Arbeit seines Teams war die ideale Ergänzung zu Winstons Live-Action-Dinosauriern, Tippets Bewegungsabläufen und Murens Full-Motion-Effekten.

      Lantieri stammt aus Los Angeles, studierte Fotografie und drehte schon seit seiner Zeit an der High School selbst Schwarz-Weiß-Filme. 1974 nahm seine Karriere einen anderen Kurs, als er in der Spezialeffekte-Abteilung der Universal Studios arbeitete. Sieben Jahre lang sammelte er die unterschiedlichsten Erfahrungen in Dutzenden von TV-Shows mit vielerlei Arten von Effekten, darunter „Battlestar Galactica“.

      Daraufhin machte er sich selbstständig und wurde Effects-Supervisor bei seinem ersten Spielfilm „Flashdance“ unter der Regie von Adrian Lyne, der intensives Volumen bei Licht und Nebel auf die Leinwand bannen wollte. Darauf folgten Projekte wie „Die Frau in Rot“ und „Nachts werden Träume wahr“, doch seinen Durchbruch hatte er dann schließlich mit „Starfight“.

      Zu seinen Werken gehört auch die Leitung der Spezialeffekte zu „Die rabenschwarze Nacht“, „My Science Project“, „Poltergeist II – Die andere Seite“ und „Zurück in die Gegenwart - Star Trek IV. Bald darauf konnte Lantieri Mitarbeiter in Vollzeit beschäftigen und seine Firma wurde engagiert für „Die Hexen von Eastwick“, „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“ und „Twins - Zwillinge“.

      Seine erste Zusammenarbeit mit Steven Spielberg war „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“, gemeinsam mit Robert Zemeckis arbeitete er dann wieder an „Zurück in die Zukunft“ Teile II und III, mit Spielberg dann wieder an „Hook“.

      Daraufhin widmete er sich der Herkules-Aufgabe, gleichzeitig an zwei großen Filmen zu arbeiten: tagsüber an Francis Ford Coppolas „Bram Stoker’s Dracula“, nachts an Zemeckis‘ „Der Tod steht ihr gut“.

      Lantieri bekam zwei Oscar-Nominierungen in der Kategorie Beste Visuelle Effekte: für „Zurück in die Zukunft II“ und „Hook“. Für „Die Hexen von Eastwick“ und „Zurück in die Zukunft II“ bekam er jeweils einen BAFTA.


      JACK HORNER (Paläontologie-Beratung)

      Jack Horner ist Kurator des Museum of the Rockies in Bozeman im US-Bundesstaat Montana sowie Professor an der Montana State University und leitet das größte Dinosaurier-Forschungsteam in den USA.

      Das Time-Magazin schreibt: „Im Laufe der letzten zehn Jahre haben Horners Vorschläge, basierend auf einer Reihe von herausragenden Funden, dazu beigetragen, die Dinosaurier aus dem abstrakten Reich der Monster zu retten, um sie endlich als echte Tiere betrachten zu können.“

      Horner ist in Shelby, Montana, geboren und aufgewachsen und half schon mit acht Jahren dabei, ein erstes Dinosaurier-Fossil zu entdecken. Nach einer kurzen Dienstzeit bei den Marines arbeitete er als Assistent in der Feldforschung der Fakultät für Geologie der University of Montana und bekam dann einen Job als Forschungsassistent der Paläontologie in Princeton. Von 1978 bis 1982 war er als Museumswissenschaftler am American Museum of Natural History beschäftigt. 1982 wurde er zum Kurator der Paläontologischen Abteilung des Museum of the Rockies ernannt.

      Zu seinen herausragenden Funden gehören die Überreste einer ganzen Dinosaurier-Herde, geschätzte 10.000 Tiere, sowie des vollständigsten T-Rex-Skeletts, das jemals entdeckt wurde.

      Zu seinen vielen Werken gehören auch die drei Bücher „Maia: A Dinosaur Grows Up“, „Digging Dinosaurs: The Search that Unraveled the Mystery of Baby Dinosaurs“ und „Digging Up the Tyrannosaurus Rex“.




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