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Zuletzt gelesenes Buch

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    Es gibt 524 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von joerch.



      Ebenfalls Wahn von Stephen King

      Kann mich Tweety's Kritik da fast ausnahmslos anschließen. Nachdem ich mich durch mein letztes Stephen King Buch (Love) eher durchgequält hab, war ich von Wahn wieder recht begeistert. Die Figuren und ihre Geschichte fand ich sehr fesselnd. Besonders gut haben mir die "Wie man ein Bild zeichnet" Abschnitte gefallen, in denen Rückblicke auf vergangene Ereignisse mit der Motivation eines zeichnenden Künstlers verwoben, die Geschichte immer wieder auf's neue in einem anderen Licht erscheinen lassen.
      Die im Verlauf der Geschichte auftretenden übernatürlichen Elemente fand ich auch eher so lala, aber gut, das Buch behielt trotz allem ein sehr gutes Maas an Spannung.
      Alles in allem, für mich das beste King - Buch seit langem.



      Kalte Asche von Simon Beckett

      Den forensischen Anthropologen David Hunter verschlägt es diesmal auf die kleine Insel Runa, auf der in einem verfallenen Cottage eine verbrannte Leiche gefunden wurde. Durch einen Sturm, von der Aussenwelt abgeschnitten, muß David Hunter mit der Feindseeligkeit der Inselbewohner und einem raffinierten Killer fertig werden.

      Das Buch besitzt alle Qualitäten des Vorgängers (Die Chemie des Todes). Wiedereinmal ist die Geschichte mit Details aus der Forensik gespickt, was in dem düsteren und rauen Szenario der kleinen Insel Runa herrlich unheimlich wirkt. Ebenso gut funktioniert wieder das ständige Spiel mit kleinen Indizien die eigene Vermutungen zum Tathergang wecken. Die Auswirkungen des Verbrechens auf die recht verschrobene und verschworene Inselgemeinde sind auch wieder wunderbar eingefangen. Allerdings fand ich das Ende wie schon beim Vorgänger dann ein wenig zu konstruiert. Gewisse Wendungen fand ich dann einfach zu berechenbar, kann allerdings auch daran liegen dass, das Buch natürlich eigene Theorien wecken will um den Leser in die Irre zu führen, wenn dann eine davon eintritt dann kommt mir das Ganze einfach zu simpel vor. Ich hätte irgendwie gern das mich der Autor überlistet.
      Aber gut, das Buch ist wirklich klasse und liest sich fast wie von selbst. Gefällt mir von der Stimmung her eigentlich noch einen Tick besser als Die Chemie des Todes.
      Der Nachfolger Leichenblässe ist auf jeden Fall eines meiner nächsten Bücher.
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      Alice Sebold
      In meinem Himmel
      Roman zur gleichnamigen Verfilmung von Peter Jackson
      Taschenbuch 384 Seiten




      6,0/10
      :stern::stern::stern::stern::stern::stern::stern2::stern2::stern2::stern2:

      Nachdem mich der Trailer zum Film begeistert hat, hat dieser mich wirklich enttäuscht. Aus dieser wunderbaren Thematik hätte man einiges machen können. Als ich schließlich das Buch bei einer Freundin im Regal stehen sehen habe, habe ich es mir kurzerhand ausgeliehen und gelesen.

      Was soll ich schreiben? Auch das Buch hat mich enttäuscht! Es ist ja nicht so, dass die Thematik schlecht wäre, ganz im Gegenteil. Aber leider ist es im Buch der Fall, dass es zu viele Wiederholungen gibt. Suzie erzählt aus ihrem Himmel... Und das über die komplette Zeit. Irgendwann kommt nichts neues mehr und es wird etwas uninteressant.

      Trotzdem muss ich dem Buch zu gute halten, dass es nicht so seicht ist, wie der Film. Es gibt schon krassere Momente, die mich zum Schlucken gebracht haben. Für mich insgesamt aber nur ein solides Buch mit soliden Charakteren, einer soliden Umsetzung einer fantastischen Idee im netten Schreibstil.




      Dieses Buch konnte ich wortwörtlich nicht aus den Händen nehmen.
      Die Story schon uralt, aber sowas von spannend. Die Charactere sind zum verlieben und einziges Kapitel war langweilig, kein Atemzug lang.
      XD Schade, dass jedes Buch ein Ende hat...

      Die Verfilmung war allerdings der Horror...
      :uglylol: :catch: :uglyattacke: :catch: :uglylol:
      Clive Barker - "Abarat - Tage der Wunder, Nächte des Zorns"




      Auch im 2. Teil der Geschichte setzt Candy Quakenbusch ihre Reise durch die Welt des Abarat fort und begegnet wieder allerhand skurrilen Zeitgenossen, wird ein wenig in den Kampf zwischen Gut und Böse verwickelt und kommt so allmählich hinter ihr eigenes Geheimnis.

      Das 2. Buch schließt eigentlich nahtlos an das erste an (inhaltlich wie erzählerisch). Wieder ist das Buch mit vielen fantasievollen Illustrationen, von Meister Barker selbst gepinselt, bebildert. Ebenso fantasievoll und virtuos beschreibt Barker bis ins kleinste Detail wieder seine Reise über die vielen Inseln des Abarat. Teilweise wirklich traumhaft schön in Worte gefasst. Poetisch und überschäumend in seiner Fantasie - wie man es eigentlich von Clive Barker gewohnt ist. Allerdings packt mich das Buch (genauso wie der erste Teil) irgendwie nicht so wie Barkers frühere Bücher. Teilweise fand ich die Passagen die, die Handlung vorantreiben richtig langweilig. Sei's drum, hat sich trotz allem insgesamt ganz gut gelesen. Teil 3 von 5 soll evt noch in diesem Jahr erscheinen. Werd die Serie, insofern sie jehmals vollständig erscheint, auf jeden Fall zu ende lesen. Weniger der Handlung wegen, eher wegen der vielen wunderschönen Bilder die das Buch herlich poetisch beschreibt.

      Simon Beckett - Flammenbrut




      In dem Buch das 1998 schon einmal unter dem Namen Das Kind des Prometheus veröffentlicht wurde und jetzt nach dem Durchbruch Simon Becketts neu veröffentlicht wurde geht es um eine Frau die ein Kind bekommen möchte und sich aus verschiedenen Gründen für eine künstliche Befruchtung entscheidet. Den Spender möchte sie trotz allem kennen lernen. Der Typ den sie über eine Anzeige findet ist voll der nette Mr Perfekt - Oder etwa nicht?

      Also die ersten 2 Drittel des Buches sind mir in Sachen Motivation der Hauptfigur ein absolutes Rätsel. Hab mich ständig gefragt was Dieses und Jenes jetzt wieder soll. Das ganze wirkt ziemlich uninspiriert, konstruiert und teilweise alles andere als logisch. Als ob der Autor zwar ein Ende im Kopf hat aber nicht weiß wie er hinkommt und sich jetzt auf ausführlichste Art und und Weise abrackert um eine halbwegs plausible Story aufzubauen. Nicht dass, das Buch nicht gut geschrieben wär, hat sich gut gelesen (wie bisher alles von Simon Beckett), zwar phasenweise alles andere als spannend, aber man ahnt das sich alles nochmal dreht, steht ja schließlich auch Thriller vorn drauf. Das Ende war dann auch recht spannend und gibt dem Buch zumindest einen guten Abschluß. Alles in allem aber bröckelt der Spannungsgarant Simon Beckett. Von Obsession und Voyeur, den beiden anderen Frühwerken Becketts, lass ich erst mal die Finger und wart mal lieber bis Leichenblässe als Taschenbuch erscheint. Irgendwie war Flammenbrut nur halbgare Kost.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Dein Vater“ ()

      Guillermo Del Toro & Chuck Hogan
      Die Saat
      Erster Roman vom Regisseur!
      Gebundene Ausgabe, 528 Seiten




      5,5/10
      :stern::stern::stern::stern::stern::halbstern::stern2::stern2::stern2::stern2:

      Die ersten 50-70 Seiten sind sensationell, sehr spannend, atmosphärisch und gar beängstigend, toll geschrieben. Das alles verflüchtigt sich dann aber. Was kommt ist langweilig, uninspiriert und zum Teil gar lächerlich.

      Die Geschichte im Prolog ist fantastisch, im späteren Verlauf wirkt alles aber ziemlich aufgesetzt. Nachdem das Flugzeug gelandet ist wird wirklich Spannung aufgebaut, ich wollte kaum mit dem Lesen aufhören. Als das alles beendet ist, wird es schwächer, viel schwächer. Die Story kommt nicht mehr so richtig in Fahrt, die Charaktere sind sehr blass und die Autoren wollten aus dem Roman mehr machen, als er eigentlich ist.

      Der Schreibstil ist locker leicht, vielleicht etwas zu leicht. Die Handlung wirkt irgendwann nur noch aufgesetzt, es wird abgedroschen, 08/15 und klischeehaft. Wegen des tollen Anfangs ist das Buch aber immerhin noch... naja! Schade!


      Dean Koontz
      Blutvertrag

      Taschenbuch, 399 Seiten




      7,0/10
      :stern::stern::stern::stern::stern::stern::stern::stern2::stern2::stern2:

      Ich liebe Dean Koontz als Autor, aber so langsam aber sicher geht ihm etwas die Luft aus. Zwar bewegen sich seine Romane immer noch auf guten Niveau, aber "Blutvertrag" beweist wieder einmal, dass Koontz zwar ein Gespühr für interessante Geschichten hat, diese aber ziemlich klischeehaft aufbaut.

      Tim wird irrtümlicher Weise für einen Auftragskiller gehalten und bekommt Geld sowie ein Foto von einer Frau, Linda zugesteckt. Als der richtige Killer auftaucht und ihn für den Mann hält, der ihm den Auftrag erteilt, schafft er es nicht, ihn davon zu überzeugen, dass die Frau nicht getötet werden soll. So beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und Tim versucht alles, um Linda das Leben zu retten... und begibt sich selbst in tödliche Gefahr.

      Klingt doch ganz nett, ist es im Grunde auch, aber leider nicht mehr als sehr kurzwillige Unterhaltung. Die Charaktere sind 08/15, es gibt Klischees ohne Ende, richtig spannend wird es auch selten und das Ende ist eins von der ganz schlimmen Sorte, dennoch habe ich mich über die knapp 400 Seiten wirklich gut unterhalten gefühlt.

      Dean Koontz ist in den letzten Jahren nicht bekannt für seinen Tiefgang, doch für die nächsten Romanen wünsche ich mir, dass man nicht das Gefühl hat, als seien sie einfach schnell heruntergeschrieben wurden, auch wenn sie prima unterhalten!


      momentan lese ich noch:




      klasse geschriebener krimi , mit sehr viel witz,aus der sicht von schafen.unbedingt lesen.

      SCHAFE SIND EBEN DOCH DIE KLÜGEREN MENSCHEN

      info:
      Eines Morgens liegt der Schäfer George Glenn leblos im irischen Gras, ein Spaten ragt aus seiner Brust. Die Schafe von George sind entsetzt: Wer kann den alten Schäfer umgebracht haben? Und warum? Miss Maple, das klügste Schaf der Herde, beginnt sich für den Fall zu interessieren. Glücklicherweise hat George den Schafen vorgelesen, und so trifft sie das kriminalistische Problem nicht ganz unvorbereitet. Trotz vieler Missverständnisse kommen sie der Menschenwelt mit ihrer Schafslogik nach und nach auf die Schliche und verfolgen unerbittlich die Spur des Täters. Zwischen Weide und Dorfkirche, Steilklippen und Schäferwagen warten ungeahnte Abenteuer auf Miss Maple und ihre Herde, bis es ihnen tatsächlich gelingt, Licht ins Dunkel zu bringen und den rätselhaften Tod ihres Schäfers aufzuklären ...
      KLASSE :goodwork:
      :headbang:




      Sebastian Fitzek - Die Therapie

      Dr Viktor Larenz, ehemaliger Psychologe, zieht sich nachdem Verschwinden und der vergeblichen Suche nach seiner Tochter auf die Insel Parkum zurück. Dort begegnet ihm eine seltsame Frau, die in ihren Visionen seiner Tochter begegnet.

      Kaum zu glauben das dieses Buch ein Erstlingswerk ist. Ziemlich geschickt wird ein Verwirrspiel aus Indizien, Vermutungen, Ahnungen und Täuschungen inszeniert während man sich ständig zusammen mit der Hauptfigur fragt "Was stimmt hier nicht ?". Auch wenn sich meine Ahnung am Ende wiedermal bestätigt hat fand ich das Buch extrem gut und spannend geschrieben. Hat auf jeden Fall mehr Lust auf Fitzek gemacht.

      Sebastian Fitzek - Amokspiel

      Die Freundin des Psychologen Jan May stirbt angeblich bei einem Autounfall, komisch nur das er, eine halbe Stunde nach ihrem angeblichen Tod und während ihm die schreckliche Nachricht überbracht wird, noch mit ihr telefoniert. Jan sieht sich als Opfer einer Verschwörung, nimmt Geiseln und besetzt eine Radiostation. Bei einem Spiel um das Leben der Geisel soll ausgerechnet die selbstmordgefährdete Ira Samin die Verhandlungen leiten ...

      Nicht schlecht. Fitzek liefert hier ein extrem gut konstruiertes und spannendes Szenario ab. Amokspiel hat mir sogar einen Ticken besser als Die Therapie gefallen. Gab zwar wie schon bei Die Therapie ein paar Stellen die ich dann doch ein wenig zu gekünstelt und an den Haaren herbeigezogen fand und das Ende fand ich dann auch nicht so toll aber alles in Allem gefiel mir der Wechsel von Aktion und Spannung, der das Buch ein wenig abwechslungsreicher gemacht hat, doch etwas besser. Das 2. Buch von Fitzek hat sich wieder wie von selbst gelesen. Toll, toll was er da schreibt und vor allem wie er schreibt. Macht wirklich Spaß. Das Kind und Der Seelenbrecher hab ich mir schon gekauft.
      SANCTUM von Markus Heitz



      Nach ca. 50 Seiten abgebrochen, da der Schwachsinn, der sich in "Ritus" manifestierte jetzt gar überhand nahm.

      0/10 Möchtegern-coolen-Werwolf-Splatter-Romanen


      EXTERMINATORS (3): Die Lügen unserer Väter von Tony Moore & Simon Oliver



      Nicht ganz so brilliant wie erwartet, doch dennoch ein cooler "Exterminators"-Band. Für Fans unabdingbar!

      8,5/10 explodierenden Hausratten


      NORTHLANDERS (3): Blutiger Schnee von Brian Wood & Davide Gainfelice u.a.



      Enthält alle "Northlanders"-Kurzgeschichten und ist entgegen Brian Woods "DMZ"-Kurzgeschichtenband richtig klasse.
      Bis auf die Geschichte "Die Kunst des Einzelkampfes" sind alle Episoden superb. Besonders der erste Zweiteiler ist genial. (Stichwort: Die Anrufung Thors! 8o)

      Nach den schwächelnden 2. Band hat "Blutiger Schnee" alles rausgerissen und bietet sogar eine Fortsetzung zum Erstling "Sven, der Verräter".

      10/10 im Donnergrollen über die Christenheit hereinbrechende Nordmänner :goodwork:


      I am the Doctor!
      Doctor Who?
      Only the Doctor!




      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „DarkWizard“ ()

      Merde happens: Ein Engländer aus Paris entdeckt Amerika

      Merde happens: Ein Engländer aus Paris entdeckt Amerika

      Ich habe gerade das Buch duruchgelesen und fange gerade von der Reihe das nächste an.

      Leider ist immer noch das erste Band, das beste und lustigste, keins von den weiteren übertrifft dieses. :D

      Freu mich schon auf die Verfilmung. xD Wehe die wird nicht so witzig wie diese Reihe...!



      7/10
      :stern::stern::stern::stern::stern::stern::stern:
      :uglylol: :catch: :uglyattacke: :catch: :uglylol:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Guu“ ()

      Das Silmarillion von J.R.R. Tolkien



      Habe nachdem das Buch nun einige Monate nur im Regal rumstand endlich angefangen. Habe die ersten Kapitel regelrecht verschlungen und ... yeah ... niemand beflügelt meine Phantasie so wie Tolkien! :D

      Hoffe immer noch, dass das Hobbitdebakel nicht das komplette Aus für kommende Verfilmungen durch PJ innerhalb von Mittelerde darstellte. Schon jetzt sprudeln mir tausend Ideen durch den Kopf, was man alles tolles aus den biblischen Fakten des Silmarillions zaubern könnte. Da gibt es einfach so viel Potential. *ganz hibbelig wird, wenn sie bloß daran denkt*


      I am the Doctor!
      Doctor Who?
      Only the Doctor!




      Helllboy - Band 3: HELLBOY/ BATMAN/ STARMAN von Mike Mignola



      Die Idee Hellboy auf Bruce Wayne & Co treffen zu lassen ist in sich zwar recht lustig, doch insgesamt fehlt es dem Crossoverband irgendwie an den typischen Hellboyeigenheit um zufriedenstellen zu können. Er beinhaltet 2 Geschichten. Das Hellboy/Batman/Starman-Crossover und ein Hollboy/Ghost-Crossover. Während es der titelgebenden Geschichte an echten Höhepunkten fehlt rettet das zweite Crossover den Band vorm Totalabsturz, da diese wieder mehr von der serientypischen Mystik beinhaltet.

      5/10 lachende Eber


      I am the Doctor!
      Doctor Who?
      Only the Doctor!




      Sebastian Fitzek
      Der Augensammler
      Psychothriller
      Gebundene Ausgabe 442 Seiten




      8,5/10
      :stern::stern::stern::stern::stern::stern::stern::stern::halbstern::stern2:

      Für mich ist Sebastian Fitzek nicht das beste, was der deutsche Thrillermarkt zur Zeit zu bieten hat, sondern auch international gesehen gibt es zur Zeit keinen, der mich mehr in seinen Bann zieht. Er schafft es immer wieder spannende Geschichten aufs Papier zu bringen, die packen und unterhalten und mit einer so unerwarteten Überraschung aufwarten, dass man erst einmal tief durchatmen muss, wenn das Buch zur Seite gelegt wurde. So auch bei "Der Augensammler".

      Die Geschichte ist grausam, nicht im negativen Sinne, sondern grausam, weil sie sehr schonungslos ist. Killer tötet Ehefrau, entführt das Kind, versteckt es und gibt dem Vater 45 Stunden Zeit, es zu suchen. Findet er sein Kind nicht, stirbt es im Versteck. Wenn die Leiche gefunden wird, fehlt dem Kind ein Auge. Das ist aber nur das Grundgerüst der Geschichte. Hautpsächlich geht es um Alexander Zorbach, Journalist, der natürlich an den Taten des Augensammlers interessiert ist und in gewisser Weise jagd auf ihn macht, besonders aber erst, als Alina Gregoriev, eine blinde Physiotherapeutin bei ihm auftaucht und sagt, sie könnte durch Körperkontakt in die Vergangenheit blicken und sie habe gestern den Augensammler als Patient gehabt. Durch sie kommt Alexander Zorbach an immer mehr informationen, die ihn schnell zum Tatverdächtigen machen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

      Und dieser Wettlauf ist wirklich spannend. Zwar bleibt es nicht aus, dass es ein paar Klischees und auch einige Unglaubwürdigkeiten gibt, aber dennoch habe ich mich immer unterhalten gefühlt!

      Anfangs fand ich witzig, dass der Roman mit dem Epilog auf Seite 442 beginnt und Kapitel- sowie Sietenanzahl rückwärts laufen. Das fällt irgendwann aber kaum mehr auf, macht aber im grandiosen Finale Sinn. Hier hat Herr Fitzek es wieder einmal geschafft, eine Wendung an den Mann / die Frau zu bringen, wie man sie nicht oft vorgetischt bekommt. Hier stimmt wirklich alles. Ich hatte gar eine Gänsehaut, als ich die letzten Kapitel etwas geschockt gelesen habe!

      Wie immer ist der Schreibstil locker flockig, das Buch ist spannend, hat interessante Charaktere, ist zwar manchmal etwas überzeichnet, aber insgesamt packend bis zum grandiosen Finale!


      Meine Urlaubsbücher in diesem Jahr.


      Sebastian Fitzek - Das Kind


      Der Anwalt Robert Stern wird mit einem sterbenskranken Jungen in Kontakt gebracht der von sich behauptet in einem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein. Der Anfangs misstrauische Anwalt muss sich schon bald mit schwerwiegenden Beweisen auseinandersetzen.

      So richtig wollte das Buch bei mir anfangs nicht zünden. Nachdem ich zuletzt Fitzeks "Die Therapie" und "Amokspiel" gelesen hatte war ich von Fitzek ziemlich begeistert. Hatte die Messlatte vielleicht ein wenig hoch gelegt und war deshalb anfangs ein wenig enttäuscht aber das Buch nimmt konstant an Fahrt auf und entwickelt sich stetig weiter zu einer spannenden und rasanten Jagd nach der Wahrheit. Wie bei Fitzeks letzten Büchern jagt ein Twist den nächsten und die Spannung wird so bis zum Ende ziemlich hoch gehalten. Gab auch einige Storyelemente die ich arg weit hergeholt fand aber die haben sich dann auch irgendwie in die Geschichte eingepasst und verflüchtigt bis am Ende doch wieder ein sehr spannendes Buch vom zurzeit wohl besten deutschen Thrillerautor bei rausgekommen ist.


      Sebastian Fitzek - Der Seelenbrecher


      In einer psychiatrischen Klinik taucht unerkannt kurz vor Weihnachten der berüchtigte Seelenbrecher auf. Ein Krimineller der seine Opfer entführt und sie seelische gebrochen in einem Wachkoma ähnlichen Zustand zurück lässt. Die eingeschneite Klinik wird für die Patienten und Ärzte zum Gefängnis in dem sie dem Seelenbrecher nicht entkommen können.

      Die Inhaltsbeschreibung dieses Buches hat mich überhaupt dazu gebracht Fitzek zu lesen. Ich fand die Idee und die Story einfach genial.
      Das Buch ist kurzweilig, rasant, extrem spannend und einfach super. Locker fluffig schildert Fitzek mal wieder ein gut durchdachtes und schlüssiges Szenario gespickt mit allerhand spannenden Wendungen. Die Essenz aus Fitzeks Repertoir verpackt in eine knackige und kurze Geschichte und ein tolles Szenario. Bisher mein Lieblingsbuch von Fitzek.
      Judith End
      Sterben kommt nicht in Frage, Mama!
      Gebundene Ausgabe 302 Seiten




      8,0/10
      :stern::stern::stern::stern::stern::stern::stern::stern::stern2::stern2:

      Story:
      Judith End ist eine junge, alleinerziehende Mutter, mitten im Studium, als sie in ihrer Brust einen Knoten ertastet und ihre Welt aus den Fugen gerät. Eben noch war sie dabei, sich frisch zu verlieben, jetzt quält sie sich mit der Frage, bei wem ihre Tochter Paula aufwachsen soll, falls sie sterben sollte. Operation folgt auf Operation, Chemo- und Strahlentherapie schließen sich an. An den guten Tagen vor dem nächsten Infusionstermin versucht Judith mit Paula in den alten, unbeschwerten Alltag zurückzukehren. Und sie lernt trotzig auf ihr Examen und legt die Prüfungen ab. Am Schluss der Prozedur hat sie beides: Hoffnung, den Krebs überwunden zu haben, und ein Einserexamen.

      Kritik:
      Das, was Judith End, Autorin und Protagonistin des Romans "Sterben kommt nicht in Frage, Mama!" durchgemacht hat, ist kein Einzelschicksal. Ihr Verhalten und ihre Kraft zeugt aber von Mut und Stärke. Welche krebskranke Person ist in der Lage, sich alleine um das eigene Kind zu kümmern und nebenher noch zu studieren? Judith End beschreibt auf eindrucksvolle Weise ihren Weg nach der Krebsdiagnose und erzählt ihre Geschichte über einen Zeitraum von zwanzig Monaten.

      Es ist schwer zu sagen, wie man das Buch bewerten soll. Es ist kein Roman, das ist klar, es ist ein Auszug aus dem Leben einer jungen Frau, der das Schicksal einen schlechten Streich gespielt hat. Fast schon wie Tagebucheinträge wirken die Kapitel mit dem Datum drüber, was auf der einen Seite nicht schlecht ist, auf der anderen Seite hingegen aber auch einige Wiederholungen mit sich bringt. Klar, in einer solchen Situation denkt man immer an das Selbe, an die Zukunft etc., weshalb dieser Punkt nicht wirklich negativ zu bewerten ist, ebenso wie der Schreibstil, der locker leicht ist. Wir haben hier kein litararisches Meisterwerk, aber wer erwartet das bitteschön auch in dieser Form von Buch? So ist "Sterben kommt nicht in Frage, Mama!" sehr einfach geschrieben und leicht zu lesen.

      Was ich wirklich toll fand: Trotz der ernsten Thematik hat Judith End ein wenig Humor in die Geschichte gebracht, indem sie sich selbst etwas aufs Korn genommen hat, wenn sie zum Beispiel zum zehnten Mal einen Gefühlsausbruch bekommt und anfängt zu weinen. Auch wie sie manche Themen wie das Kaufen eines Badeanzugs mit Platz für eine Brustprothese beschreibt, ist sehr amüsant zu lesen, auch wenn es eigentlich bitterer ernst ist. Das macht das Lesen dieses Buches aber zu keiner Qual, man kann sich wirklich in die Junge Mutter hineinversetzten, man kann mir ihr weinen und bangen, aber auch schmunzeln. Und das ist das faszinierende and diesem Buch. Trotz ernster Thematik wird man unterhalten, aber auch aufgeklärt über so manche Dinge.

      "Sterben kommt nicht in Frage, Mama!" ist ein interessantes Buch über eine starke Frau, die ihre Ziele und den Willen nach Leben nie aus dem Auge gelassen hat. Hier und da ein Kapitel weniger, dafür manche Kapitel etwas mehr ausgebaut, das hätte ich mir vielleicht gewünscht. So ist das herzliche Buch aber jedem zu empfehlen, der diese Art von Büchern mag oder selbst ein solches Schicksal hat/hatte, denn hier wird einem Mut gemacht... Und das alles sage ich als Mann!


      Jodi Picoult
      Neunzehn Minuten
      Die Autorin von "Beim Leben meiner Schwester"
      Taschenbuch 480 Seiten




      8,0/10
      :stern::stern::stern::stern::stern::stern::stern::stern::stern2::stern2:

      Story:
      Lacy Houghton hat es eilig. Soeben hat sie erfahren, dass es an der High School ihres Sohnes Peter im beschaulichen Sterling in New Hampshire ein Massaker gegeben haben soll. Ein Amokläufer hat zehn Schülerinnen und Schüler in den Tod gerissen. Jetzt will Lacy wissen, ob Peter eines der Opfer ist. Als ein Mädchen seinen Namen nennt, fragt sie, wo sie Peter Houghton finden kann. Und das Mädchen antwortet: „Er ist der, der schießt“. Für Lacy Houghton bricht eine Welt zusammen. Ebenso wie für den Rest des Ortes -- und für Josie Cormier, die die Bluttat im Unterschied zu ihrem Freund Matt überlebt hat. In der Kindheit hat Josie die schützende Hand über Peter gehalten, wenn er in der Vorschule wieder einmal von seinen Kameraden gepiesackt wurde. Sie wäre eine perfekte Zeugin. Aber sie kann sich, wie sie sagt, an nichts erinnern...

      Kritik:
      Nachdem mich Jodi Picoult mit ihrem Roman "Beim Leben meiner Schwester" begeistert hat, weil es so authentisch geschrieben war, hatte ich keinerlei Zweifel, einen zweiten Roman von ihr in die Hand zu nehmen. Die Geschichte um einen Amoklauf an einer Schule ist sehr interessant gewählt und ist von aktueller und deshalb brisanter Thematik. Aber selten erfahren wir, was mit den Menschen nach der Tat passiert! Das ändert die Autorin mit ihrem ausgezeichnet recherchiertem Roman "Neunzehn Minuten" und fesselt den Leser.

      Jodi Picoult baut ihren Roman ausgezeichnet auf. Erst schildert sie den Morgen der Tat, die Schüler gehen zur Schule, die Eltern gehen ihrer Arbeit nach. Was genau in der Schule geschieht, ist ein kleines Geheimnis, wir erfahren "lediglich", dass es einen Amoklauf gegeben hat und dann begleitet der Leser einen Polizisten, wodurch das Ausmaß der Bluttat explizit geschildert wird, über Gründe kann man anfangs jedoch nur spekulieren. Erst im Laufe des Buches wird klar, was den Jungen zu dieser Tat bewegt hat. In Rückblicken wird auf seine Kindheit eingegangen und die enge Freundschaft zur Tochter der Richterin, aber auch darauf, dass er es seit seinem ersten Schultag schwer hatte. Jodi Picoult möchte keine Sympathien wecken, aber sie schafft es, dass man irgendwie denkt: "Der arme Kerl, wieso hat er keinen anderen Ausweg gesehen?"

      Die Autorin lässt dem Leser viel Raum für eigene Meinungen, sei es über das schwierige Thema oder über die Charaktere. Sie setzt einem nicht vor, wer der Sympathieträger ist, weil alle ihre guten und schlechten Seiten bzw. Macken haben. So wirkt die Richterin etwas kalt, ihre Tochter hat etwas zu verbergen und hat sich nicht immer richtig verhalten.

      Schade finde ich jedoch, dass der Mitelteil ein wenig zu lang geraten ist. Hier wäre ein bisschen weniger mehr gewesen. Das wird jedoch durch ein fantastisch zu lesendes letztes Viertel wett gemacht. Hier haben wir die Zeugenaussagen vor Gericht und wir erfahren mehr, was genau an jenem Tag geschehen ist. Was jedoch am Ende passiert, kommt ziemlich unerwartet und überraschend.

      Insgesamt ein packender Roman über ein aktuelles und brisantes Thema, sehr gut recherchiert und geschrieben. Ein paar kleine Längen werden durch ein überraschendes Ende ausgebügelt. Ein packender und sehr realistischer Roman!


      Bin gerade dabei Verblendung von Stieg Larsson zu lesen und die nächsten Teile der
      Trilogie liegen auch schon bereit.




      Story:

      Ein Wirtschaftsjournalist bekommt von einem alten inaktiven Wirtschaftsmagnaten den Auftrag
      dessen Familiengeschichte biographisch zu Papier zu bringen, mit dem Zusatz das Verschwinden
      seiner Nichte aufzuklären, das Problem ist das die Nichte vor über 40 Jahren verschwunden ist
      und der alte Mann sein Lebenlang versucht hat etwas in Erfahrung zu bringen, jetzt startet
      er mit dem Journalisten Mikael Blomquist einen letzten Versuch bevor er sich für immer verabschiedet.
      Mikael Blomquist bekommt Hilfe von der unkonventionellen Lisbeth Salander die in keine
      Schublade passt, aber auf ihre Art einzigartig ist.

      Ein sehr spannend geflochtenes Buch mit fesselnder Atmosphäre, welches es versteht den Leser
      von Seite zu Seite zu Peitschen.

      Zwei von den Büchern wurden bereits verfilmt, wobei ich keinen davon gesehen habe, das
      aber sicherlich nachholen werde wenn ich die Bücher durch habe, vorher will ich mir das
      nicht antun.